Gestern Abend bin ich schnell noch ins Einkaufszentrum gefahren und hab auch drei Oberteile und eine Hose gekauft. Drei Sachen hatte ich anprobiert, als ich an der Kasse stand, sah ich noch eine ganz entzückende Bluse, die ich auch noch haben wollte. Dachte mir, die wird schon passen. Naja, sie passt, so lange ich einfach still damit stehe. Mist, jetzt kann ich umtauschen gehen.
Ich habe mir auch zwei Spaghettiträger-Tops gekauft. Man bin ich allmählich angepasst. Spaghettiträger-Tops werden hier zu Hauf getragen. Ich achte halt nur drauf, dass ich nicht diese Titten-Raushäng-Tops erwische, denn die finde ich schrecklich. Selbst damals, als ich noch jung, schön und sagenhaft knackig war, fand ich die schrecklich. Ich wollte nie, dass mir ein Mann ständig in den Ausschnitt glotzt. Ich sehe hier regelmäßig ältere Frauen mit permanent gebräuntem und faltigem Décolleté, die ihre Schwestern herzeigen. Ich fühle mich durch diesen aufgezwungenen tiefen Einblick schon fast belästigt. Die jungen knackigen Dinger, die ich gestern gesehen habe, trugen kurz, kürzer am kürzesten. Kinders, dachte ich so, wenn ihr wüsstet wie billig ihr damit ausseht.
Die T-Shirts-in-die-Hose-Frikkler gibt’s auch immer noch. Meistens tragen diese Leute eine Hose mit Rundumgummizug. Was denken sie sich dabei, frage ich mich und schüttel mich innerlich.
Ich bin froh, dass die Oberteile langsam wieder weiter werden. Mittlerweile bekomme ich wieder Tops, die ab Hüfte weiter ausgestellt sind – hallelujah!
Unsere Mikrowelle hat gestern ihren Geist aufgegeben und vorher noch mächtig Funken gesprüht. Schade. John kam gerade mit einer neuen Mikrowelle wieder. Hatte mich schon gefreut, bis ich kurz nach den Auspackgeräuschen aus der Küche ein lautes Fuck gehört habe. Nein, nein ich muss den alten Kasten nicht ausmessen, ich seh das schon, ob die Neue passt oder nicht. Ratet mal wo John jetzt ist.