sieben Tage lang, was wolln wir trinken, so ein Durst…ja wer kennt diesen alten Song noch, der mir aus unerfindlichen Gründen plötzlich durch den Kopf ging.
Der Marco arbeitet für LiquorLand, das ist ein bottleshop – ein Geschäft, in dem Alkohol verkauft wird. In Supermärkten wird kein Alkohol verkauft. Gestern schrieb er von der Arbeit aus eine SMS an Johns Handy für mich. Ich besitze ja immer noch keines. Slab of König Pilsener 29 $ und noch eine deutsche Biermarke, die ich schon wieder vergessen habe, auch für nur 29 $. Ich habe ungefähr 15 Minuten benötigt die Nachricht König Pilsener kaufen zu schreiben. In der Zeit hätte ich auch selbst hinfahren können. Mich nervt es total SMS Nachrichten zu schreiben – diese winzigen Buchstaben, dieses drücken bis der richtige Buchstabe erscheint – verdammt noch mal – wieso schreibt man mit einem Telefon?
Er kam dann gestern Abend nach der Arbeit mit meinem slab beer (24 Flaschen, wobei ein slab auch aus 24 Dosen Bier bestehen kann, aber wer will schon Bier aus einer Dose trinken?) angeschleppt. Gierig wie ich auf deutsches Bier sein kann – hey 29 $ – spottbillig – Melbourne Bitter und VB und wie sie alle heißen kosten locker 46 $ – kramte ich sogleich nach dem Flaschenöffner. Aber nein, man braucht nun auch für importiertes Bier keinen Flaschenöffner mehr. Auch hier hat man nun einen Drehverschluss angebracht. Wie überaus praktisch! Allerdings lässt sich der Kronkorken zwar aufdrehen, aber nicht zudrehen, was bei einer 0.33 l Flasche auch nicht wirklich nötig ist. Die zischt man an einem heißen Sommertag so weg. Nun stelle ich mir die Frage, da das Bier tatsächlich importiert wurde, ob es in Deutschland denn nun auch Drehverschlüsse für Bierflaschen gibt, oder ob die Brauerei dies extra für den Export nach Australien gemacht hat. Angeblich sollen nun auch Weinflaschen auf Drehverschlüsse umgestellt werden, statt des üblichen Korkens. Es handelt sich dabei durchaus nicht um Billigwein. Frage ich mich natürlich, warum nicht schon vor Jahren der Korken ersetzt wurde?