Sollen sie haben ihre Preise, die Leute. Persönlich ist es mir egal, wer wann wo was für einen Preis bekommt. Nie wieder werde ich jedoch nach einem Buch im Laden greifen, nur weil ein Aufkleber drauf ist “Träger des deutschen Krimipreises” oder was auch immer für ein Preis verliehen wurde.
Die Rede ist nicht von Andrea Schenkel, die, wie ich gestern lesen konnte, zum zweiten Mal und sogar hintereinander den Deutschen Krimipreis gewonnen hat. Ich habe ihre Bücher nicht gelesen und bezweifel auch, dass ich dies tun werde. Zu gut ist mir noch das einzige und letzte Buch, das ich jemals von Norbert Horst gelesen habe, in Erinnerung.
Wenn ich während des Lesens an meiner Intelligenz und schnellen Auffassungsgabe zweifel, weil ich ganze Sätze in diesem Buch nicht kapiere, was an Nobbies extrem abgehackten Schreibstil liegt und doch nicht an meinem Verstand, dann maße ich mir an zu sagen – grottenschlecht – Finger weg, es lohnt sich nicht. Gerne hätte ich es jemanden in der Sitzreiche vor mir hysterisch an den Kopf geschleudert, aber in Flugzeugen muss man sich benehmen und außerdem ist es gar nicht schick, unschuldigen Menschen Bücher an die Köpfe zu werfen.