jIyajbe’

Ich lerne jetzt klingonisch. Für einen kurzen Absatz in meinem Skript brauche ich ein bisschen Hintergrundwissen über Star Trek und die klingonische Sprache. Ist ja der Hammer, was man da alles so drüber finden kann im Netz. Lustig wäre es ja noch zu einem Treffen zu fahren, aber vielleicht reicht meine Fantasie aus, um es glaubwürdig darzustellen. Es ist ja eh nicht bierernst…bei der Vorstellung einiger Szenen, die ich  noch nicht geschrieben habe, muss ich glatt kichern. Ob ich das so gut hinbekomme, wie ich es mir vorstelle? Fragen über Fragen…

jIyajbe’ heißt übrigens Ich verstehe nicht – nä ich auch nicht.

John ist manchmal richtig doof

Im Moment arbeitet er an seinen freien Tagen am Palast, den sich der Bruders seines Freundes mit seiner Frau und seinen zwei Kindern baut. Die bauen ein so riesiges Haus (nein, ich bin nicht neidisch) und sparen an wichtigen Dingen wie Isolation, kaufen nicht die richtige Größe an Zentralheizung und auch nicht die für die Klimaanlage. Und an vielen anderen Dingen auch noch. Deren eines Wohnimmer ist knapp unter 60 Quadratmeter groß. Man muss sich vorstellen, dass hier die Wohnräume sehr offen gebaut werden. Es wird sich keine einzige Tür in diesem Wohnzimmer finden, die man schließen könnte. Im Verhältnis zu diesem riesigen Wohnzimmer sind die Kinderzimmer nur 16 Quadratmeter groß. Gut, sie werden noch einen extra Raum zum Spielen haben, aber trotzdem. Da gibts dann wieder das typisch australische Kinderzimmer – Bett in der Mitte der Wand, an der anderen Wand ist ein riesiges Fenster, und ein eingebauter Kleiderschrank nimmt die dritte Wand ein. Die Vierte kann man auch nicht gut nutzen, denn da ist die Tür. Leonie, die Bauherrin, möchte am liebsten Lautsprecher in die Decke eingebaut haben. Die sind aber sehr teuer. Also entschloss sich Leonie erstmal keine eingebauten Lautsprechen haben zu wollen. John kann das überhaupt nicht verstehen, da jetzt die Gelegenheit für ihn da ist, die Kabel zumindest schon einmal zu verlegen. Kostenpunkt ca. 150 $ an Material. Er hat ihr gleich gesagt, fragt mich nicht, wenn alles fertig ist, ich habe keine Lust auf eurem niedrigen Dach rumzukriechen, um Kabel zu verlegen. Man muss dazu wissen, dass die Kabel hier vom Dachboden aus in den hohlen Gipswänden verlegt werden. Im Sommer hat niemand Lust auf einen Dachboden zu kriechen, wenn allein schon die Außentemperatur 35 Grad beträgt. Außerdem ist jetzt noch alles offen, die Wände sind noch nicht fertig. Naja – warten wir es ab, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, ob John dann immer noch bei seinem Nein bleibt. Die Erfahrung lehrt mich, dass er es nicht tun wird. Aber dieses Mal wird er dann um eine Erfahrung reicher werden. Nämlich die, dass ich mich dagegen wehren werde. Man muss nämlich auch wissen, dass dieses Paar dauernd Häuser baut und nach kurzer Zeit wieder verkauft. Können sie gerne machen, aber nicht auf unsere Kosten. Das ist aber auch der Grund, warum sie beim Bau so rumschlunzen. Ich finde so eine Einstellung unerhört. Ich meine Steckdosen, Lichtschalter, Lampen (bleiben immer im Haus, wenn es verkauft wird), Vorhänge und was, kann man hinterher immer noch mal austauschen. Aber ein Haus nicht richtig zu isolieren grenzt schon an Betrug.

Selbstverständlich arbeitet John für weniger Lohn, als er anderen Kunden berechnet. Und da kommt auch mein jahrelanger Groll her. Ich habe ja nichts dagegen, wenn für Freunde billiger gearbeitet wird, aber ich habe etwas dagegen, wenn sich andere Menschen an seiner Gutmütigkeit bereichern. Interessanterweise hatte John ihnen gesagt, sie mögen bitte wenigstens drei Kostenvoranschläge für die elektrischen Arbeiten einholen. Das haben sie nicht gemacht. Er hat trotzdem angefangen zu arbeiten. Du bist bescheuert, habe ich zu ihm gesagt. Du hast echt ne Macke, hatte sein anderer Freund, der auch Elektriker ist, gesagt. Der denkt nämlich genauso wie ich. Die verkaufen nach kurzer Zeit wieder, du arbeitest für eine Bruchteil des Lohnes und gibst noch deine Freizeit dafür ab.

Ah ich könnte mich schon wieder in Rage schreiben, weil ich das schon so viele Jahre erlebe. Seine Mutter lebt eine Autostunde von uns entfernt. Die braucht auch immer mal einen Elektriker, um eine Glühbirne auszuwechseln. Und wenn sie nicht, dann fixt sie was zum Reparieren für die Nachbarn. Habe ich jahrelang mitgemacht, seit gut zwei Jahren ist Schicht damit. Ich habe gedroht. Und zwar damit, mich selbst ans Telefon zu schwingen und seiner Mutter die Meinung zu sagen.

Die Schwester besagten Freundes möchte jetzt, obwohl sie eine Klimaanlage besitzt, Deckenventilatoren eingebaut haben. Auch das ist kein einfacher Job, auch hier muss auf dem Dachboden rumgekrochen werden, Kabel verlegt werden und so. Er hatte ihr schon vorher gesagt, frag mich nicht im Sommer, kauf die Dinger im Winter und ich montiere sie euch dran. Ja klar. Ihr dürft raten, wann er gefragt wurde! Dieses Mal hat er aber tatsächlich nein gesagt. Mache ich jetzt nicht, ist zu heiß. Sie haben sich einen Kostenvoranschlag von einem anderen Elektriker geben lassen – 200 $ Montagekosten pro Stück. Sie wollen vier Ventilatoren. Ja, nun wissen sie, was so ein Elektriker offiziell kostet und ratet mal…sie warten bis es kühler ist – auf John.

Was habe ich gelesen?

Kathryn Fox ist eine australische Autorin, die ich durch einen Zeitungsartikel für mich entdeckt habe. Sie schreibt seit einigen Jahren und ist auch schon in mehrere Sprachen übersetzt worden. Das Buch Skin and Bone, das ich gelesen habe, ist nicht ihr Erstes. Mir hat es sehr gut gefallen. Auf dem Cover steht Australiens Antwort auf Patricia Cornwell and Kathy Reichs. Mmh ja, weiß nicht. Ich kenne beide Autorinnen, Cornwell lese ich nicht mehr, die letzten drei Romane waren einfach nur noch peinlich, Kathy Reichs letztes Buch hat mir auch nicht so super gefallen.

Auch Kathryn Fox ist, wie Kathy Reichs Ärztin. Schön fand ich, dass sie in dem Interview gesagt hatte, naja sie hätte halt keine Lust mehr auf papsmears (Abstriche, Krebsvorsorgeuntersuchung) gehabt und eigentlich schon immer Geschrieben.

Einmal muss ja das erste Mal sein und so habe ich in der Bücherei nach einem Buch einer holländischen Autorin gegriffen. Und ich bin froh drum. Renate Dorrestein ist eine wahrhaft tolle Geschichtenerzählerin. Ich muss gestehen, ich lese selten keine Krimis, aber dieses Mal hat es sich gelohnt. Der englische Titel lautet Without Mercy, sie ist aber auch ins Deutsche übersetzt worden. Es geht in dem Buch um ein Ehepaar, deren knapp 15-Jähriger Sohn in einer Diskothek erschossen wird. Es geht um die Aufarbeitung von Trauer und Schuld. Mich hat das Buch gefesselt. Wobei ich es nicht übermäßig traurig fand, sondern eher interessant, wie sich Mutter und Vater unterschiedlich mit Schuldgefühlen und Trauer auseinandergesetzt haben. Wirklich lesenswert. Ich werde die Augen offen halten nach ihren anderen Büchern.

Im Augenblick lese ich Susanne Mischkes Mordskind, was ich sehr spannend und unterhaltsam finde. Es gab immer mal wieder Momente, in denen ich nur stumm nicken konnte, wenn sie bestimmte Charaktere oder deren Eigenschaften beschrieb. Solche Leute kannte ich auch mal. Ich versuche das Lesen dieses Buches etwas in die Länge zu ziehen – pöh Mensch – mein einziges neues Buch in deutscher Sprache!

Liegen habe ich noch ein Buch von Marele Day, die ich noch nie vorher gelesen habe. Mrs Cook – The real and Imagined Life of the Captain’s Wife. Das ist ein Mix aus historischen und erdichteten Fakten über den Seefahrer James Cook aus der Sicht seiner Frau. Es klingt vom Klappentext her schon mal interessant, ich hoffe, dass mich die Sprache nicht upturnt. Sollte es in zu altmodischem Englisch daher kommen, werde ich wohl passen müssen.

Nachdem ich mehrere Male den Namen Fred Vargas gehört hatte, griff ich auch nach ihren Büchern in der Bücherei. Nach Zweien, um genau zu sein. Ich kann mich mit keinem anfreunden. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung aus dem französischen ins englische liegt, an ihrem Schreibstil, an eine Story, die ich nicht sehr interessant fand…wenn nach 50 Seiten immer noch nichts passiert, was mich bei der Stange hält, überlege ich, ob ich weiterhin meine Zeit verplempern will. Vielleicht gebe ich ihr noch mal eine Chance bei einer deutschen Übersetzung. Es mag aber auch an mein Desinteresse an Frankreich liegen? Es gibt so viele Länder, die ich gerne besuchen würde, die ich interessant finde, Frankreich gehört nicht dazu.

Ende gut alles gut

Das Missverständnis mit meiner Schwester hat sich gestern bzw. heute noch aufgedröselt, leider nur per Email, aber besser als gar nicht. Zum Glück sind wir in der Lage uns nicht tagelang beleidigt zurückzuziehen, sondern zügig etwas aus dem Weg zu räumen.

Weil ich eh gestern so früh auf war, saß ich schon um 9.20 Uhr im Auto und bin ins Fitnessstudio gebraust. Ich konnte es selbst bald nicht glauben. Obwohl ich eine Weile nicht dort war, habe ich heute keinen Muskelkater, jedenfalls keinen nennenswerten. Wie immer tat es gut – nicht zu trainieren – aber trainiert zu haben. Dieses stumpfsinnige Maschinen bedienen gibt mir nichts. Und trotzdem weiß ich, war ich da, fühle ich mich besser körperlich. Wenn ich doch nur meinen inneren Schweinehund häufiger überlisten könnte.

Lernen

In meiner Familie lernen wir alle gerne etwas dazu. John ist leider mit einem enorm schlechten Gedächtnis gesegnet. Das er mich überhaupt wiedererkennt ist eher der Tatsache zu verdanken, dass er mich täglich sieht.

Als er heute Nacht von der Arbeit kam, erzählte ich ihm, dass ich mir ein paar Pink Floyd Videos auf deine Glotze angeguckt hatte. Ach zeig mal und lass mal hören und dann suchte er den 99 Luftballon Song in der Techno-Englisch-Version und wir hörten uns den auch noch an. Da singt der Typ erst englisch und dann deutsch. Ziemlich gut Deutsch, nur bei zwei Wörtern so far, habe ich einen Akzent heraushören können. Sagt John, ja wie spricht man das denn aus? Sag ich so und so. Sagt er, ja das hört sich aber genauso an, wie der das jetzt ausgesprochen hat. Sag ich nä, tut’s nicht. Jawohl sagt er. Nee sage ich, jetzt weißte mal, wie ich mich immer fühle, wenn Leute nachfragen…Ach meintest du ice? Ja Leute ice, ist ja nicht so schwer auszusprechen, oder? Also die Aussies scheinen die Lippen beim Aussprechen des Wortes Ice eher zu spitzen, was dann einen typischen Aussie-Akzent hervorbringt. Ihr kennt das engl. Wort knife? Versucht mal knoif, dann habt ihr’s richtig.

Aber egal, davon wollte ich gar nicht erzählen…wo war ich …schlechtes Gedächtnis und Musik hören. Frage ich, sag mal, wie ist’n das mit dem Copyright bei Songs? Es gibt so viele Coverversionen und was nicht, aber die Lyrik ist original. Müssen die jetzt Royalties an die Originalband zahlen? Funny you should ask that, sagt er, genau darüber ist die Tage bei Triple J (Radiosender) gesprochen worden. Und das war ganz interessant. Es gibt ein Schlupfloch im Copyrightlaw, das es ermöglicht die Songs zu covern ohne das Einverständnis einzuholen oder Royalties zu zahlen. Leider habe ich vergessen wie die genaue Begründung ist.

Aha…nix Neues hier. Was uns dann zu der spannenden Kindersendung Totally Wild gebracht hat. Da wird halt die australische Flora und Fauna erklärt. Und eines Tages, das ist schon Jahre her, hat John die Sendung gesehen und es wurde über Strände und Muscheln an Stränden gesprochen. Nun musste er aber dringend pinkeln und als er wieder kam, hörte er nur noch den Moderator sagen…Das war wirklich sehr interessant und nun wissen wir, warum es an einigen Stränden Muscheln gibt und an anderen wiederum nicht. Darüber ärgert er sich heute noch. Besonders kann er sich darüber aufregen, wenn er sich vorstellt, es wäre eine Quizfrage und er kann sie nicht beantworten, obwohl er die Anwort hätte wissen können. Das ist immer der Moment, in dem wir uns halb blöd lachen. Und so ist das Strand-Muschel-Beispiel immer unser Stichwort, wenn er mal wieder eine Erklärung vergessen hat, die er eigentlich abspeichern wollte.

Genauso so wie das And this is what we prepared earlier – Und das hier haben wir vor der Sendung schon vorbereitet…wenn es ums kochen geht oder da wir uns eigentlich keine Kochshows ansehen bei den Hausrenovierungsshows. Die machen das in 48 Stunden und unsereiner braucht Jahre. Wenn wir also mal wieder streichen, Küchen rausreißen und so einen Scheiß, dann sagt spätestens einer von uns nach einem halben Tag schuften…and this is what we prepared earlier :-)

So jetzt ist aber Schluss für heute – gute Nacht.

Burkhard du Schlingel

Ich hab mich so über deine Post gefreut – juhu – jemand schickt mir ein Päckchen aus Neuseeland. Und dann auch noch ein Buch, das ich mir beim nächsten Urlaub in Deutschland besorgen wollte. Das war so gewesen, dass Burkhard und ich ein paar Autorentipps ausgetauscht hatten und ich erwähnt hatte, dass ich Susannes Buch auf jeden Fall lesen möchte. Die Portokosten – Amazon-Australien -  sind einfach unverschämt und deshalb bestelle ich mir dort keine Bücher nach hier. Burkhard, im Gegensatz zu mir, bekommt regelmäßig von seiner Schwester aus Deutschland Post. Geil! Und dann hat er sich Susannes Buch (sie hat auch viel mehr geschrieben, als nur das Eine, das mal nur am Rande erwähnt) auf meine Empfehlung hin gekauft. Und weil ich so ein lieber Mensch bin (das hatte er jetzt nicht gesagt, aber ich sach das mal so)  hat er es mir einfach ohne mein Wissen geschickt. Tausend Dank für Susanne Mischkes Mordskind!! Es ist sogar in dem Monat erschienen, in dem ich ausgewandert bin – ein Zeichen – ein Zeichen – nur welches?  Ist es nicht schön Solidarität unter Auswanderern zu erfahren, die zwar aus der gleichen Heimatstadt kommen, sich aber nie im richtigen Leben über den Weg gelaufen sind?

Nachrichten

gucke ich seit Wochen gar nicht so richtig im TV. Meist lese ich online, manchmal auch nur die Schlagzeilen.

“Pumpkins” Vater ist immer noch auf der Flucht in den Vereinigten Staaten. Nai Yin Xue, ein Chinese, sesshaft in Neuseeland, hatte im vergangenen September seine Frau getötet, sie in den Kofferraum ihres Autos gestopft, dann ist er nach Melbourne mit seiner 3-jährigen Tochter geflogen und hat sie an der Rolltreppe der Southern Cross Station (Hauptbahnhof) stehen lassen, um zum Flughafen zu fahren und sich zu verpissen. Das Kind irrte eine Weile herum, bis Security auf sie aufmerksam wurde. Pumpkin hatte man sie vorerst genannt, weil sie Kleidung von Pumpkin Patch trug. Kurze Zeit später wurde sie dann von ihrer Oma nach China geholt. Und so sieht ein Mörder aus.

Irgendein britischer Ex-Sportsfuzzi ist in England in Gewahrsam genommen worden, ähm vermutlich ist er augetickt und wird jetzt auf seinen Geisteszustand untersucht. Leider kann ich den Artikel nicht mehr finden, aber es hieß, er hätte seine Memoiren geschrieben und darin auch zugegeben, dass er seine Frau geschlagen hat. Rot in hell – Ex-Fussballfuzzi!!

12 Männer Fucker arabischer (surprise!) Herkunft stehen jetzt wegen der Plannung von Terroranschlägen in Australien vor Gericht. Wenn euch der westliche Stil hier nicht passt, fucked einfach off. Selbst Sheikh Taj Din al Hilali hat sich, Allah sei Dank, endlich aus diesem Land verpisst, nachdem er ständig dummes Zeugs in Australiens Moscheen gepredigt hat. Den Vogel schoss er ab, als er Ende 06 Frauen mit unbedecktem Fleisch verglich, dass die Katze sich hole – auf gut Deutsch – sexuelle Angriffe auf Frauen sind dann gerechtfertigt, wenn sie sich nicht verschleiern und Zuhause hocken. Das wurde dann auch den Muslims zu viel – vielleicht hat es auch an der Medienpräsenz gelegen und selbst us Ex-Johnny hatte gewarnt, al Hilali, sollte einen Maulkorb verpasst bekommen…sonst…ja was sonst? Der Fucker hat die australische Staatsangehörigkeit. Auch hier sei gesagt, Allah sei nochmals Dank, er hat sich vor einigen Monaten in irgendein arabischen Paradies verpisst.

Kürzlich stand ein Mann vor Gericht, der 27 Jahre lang die Leiche seiner Frau in einer riesigen versiegelten Tonne auf seinem Grundstück aufbewahrte. Der Ex-Schwiegersohn hatte besagte Tonne im Jahr 06 gewaltsam geöffnet und darin Kleider und Gegenstände gefunden, sie aber dann wieder versiegelt. Der Ehemann hatte den damals noch kleinen Töchtern und allen Leuten gesagt, seine Frau hätte ihn für einen Trucker namens blabla verlassen. Vor Gericht sagte er aus, dass er betrunken gewesen wäre, nachts neben seiner erschossenen Frau oder war sie erwürgt worden oder beides? aufgewacht und hat Panik geschoben, dass er dafür zur Verantwortung gezogen werden würde. Da man es vor fast 30 Jahren noch nicht so mit DNS hatte, mag er durchaus einen Grund zur Panik gehabt haben. Vielleicht hat er auch einfach nur seine Frau im besoffenen Kopp umgebracht, weil er eine Affäre mit einer anderen Frau hatte. Das Gericht hat ihm wohl kein Wort geglaubt – nu isser wech vom Fenster.

Ein Physiotherapeut ist heute zu 9 Jahren Knast verurteilt worden, weil er über Jahre Patientinnen sexuell belästigt hat. Das ging so weit, dass er einer Vierzehnjährigen die Brustwarzen lang zog und gekniffen hat, Muttermilch einer frischgebackenen Mutter (abgepumpte Muttermilch?) zum Ekel der Mutter getrunken hat und dann noch locker gefragt hatte, ob er nicht an ihrer Brust trinken dürfte. Ferner hat er diversen Frauen Brustmassagen (whatever that is) verabreicht – hilft gegen Schlackestoffe und so – und jetzt kommt der Hammer – eine hochschwangeren Frau, deren Entbindungstermin schon längst fällig war eine interne “Untersuchung” angedeihen lassen – das würde endlich die Geburt einleiten.

Ich frage euch, wie ein solcher Sicko überhaupt über Jahre hinweg seine Lizenz behalten konnte. Ferner frage ich mich, wie doof sind Frauen eigentlich? Die Vierzehnjährige nehme ich jetzt mal in Schutz – in dem Alter weiß man noch nicht, dass Mein Körper gehört mir! auch so gemeint ist. Aber alle anderen? Hallo? Gehts noch sich befummeln zu lassen an Körperstellen für die ein Physiotherapeut überhaupt nicht zuständig ist?

Warum passieren Frauen immer wieder solche Dinge? Warum? Warum? Warum? Weil uns nicht zugestanden wird unser Maul aufzureißen, wenn uns was komisch vorkommt. Weil das komische Gefühl, das wir haben, unter uns Mädels auch Intuition genannt, nicht ernst genommen wird. Noch nicht mal von uns selbst. Aber man kann doch nicht, man darf doch nicht und vor allem was sollen bloß die Leute denken?…Plötzlich sind wir zickig, haben unsere Tage und wenn die nicht dann mit Sicherheit PMS, wenn wir nicht Opfer spielen wollen. Klar, dann haben wir jemanden missverstanden, was wir uns nur immer einbilden.

FUCKER ROT IN HELL