im Skript ist soeben fertig geschrieben worden und hat mir jetzt verspannte Schultern und Nackenmuskeln eingebracht. Jetzt mal ein paar Tage das Geschriebene sacken lassen und schauen, ob ich nicht zu dick aufgetragen habe. Aber kann man das eigentlich selbst beurteilen? Seine eigenen Texte kann man schließlich nicht mit fremden Augen lesen…
Tagesarchiv: 12 März, 2008
Unheimlich
sind mir einige Suchbegriffe in der Blogstatistik, sodass ich mich dafür entschieden habe vor einigen Tagen den “Eff dich gesund” Text zu löschen.
Dies und das
Marco schaut sich öfter mal nach einem Volleyballclub in Deutschland um. Am liebsten würde er ein Jahr in Amerika studieren und zusätzlich Volleyball spielen. Leider benötigt man ca. 20000 $ für den Aufenthalt dort, dass ist Geld, das wir nicht haben. Das Studium selbst würde zwar weiterhin über ein Studentendarlehen finanziert werden, aber die Unterkunft usw. müssen extra bezahlt werden.
In Deutschland gibt es einige Unis, die mit der Monash Uni, die er besucht, zusammen arbeiten. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Hamburg, Berlin, Heidelberg, Ulm, Passau und noch ein oder zwei im Kohlenpott. Ihm gehts aber nicht ums studieren dort, ihm gehts darum professionell Volleyball zu spielen. Ach ja, wir haben alle unsere Träume – vielleicht klappt es ja.
Jaime kam gestern mit drei Ribbons – Schleifen – nach Hause. Erster Platz im 100-Meter-Lauf, zweiter im Weitsprung, dritter im Hürdenlauf - oder die letzten beiden umgekehrt, weiß auch nicht mehr so genau. Stolz wie Oskar und ich hab mich auch gefreut. Rennen kann er wirklich sehr schnell, außerdem ist er extrem competitive (wettbewerbsorientiert), genau wie sein Vater. Denn der zieht ein etwas langes Gesicht, wenn er beim Squash verliert. Alles nur ein Spiel pflegt er auch zu Jaime zu sagen, aber tief im Innern wurmt es ihn dann hehe.
Ich sehe gerade die Rechnung für die Autosteuer. Ich will die nicht bezahlen. Hab keine Lust mehr Rechnungen zu begleichen. Gestern habe ich einen Haufen Geld ans Reisebüro überwiesen. Am 5. April komme ich in Düsseldorf an und fliege Ende Juni wieder zurück. In der Zeit bin ich auch nur über meine Hotmailadresse erreichbar.
Unser Nachbar Bill hatte die Tage einen massiven Herzinfarkt. Als ich mit Jaime im Auto an seinem Haus vorbeifuhr, hatte ich den Krankenwagen vor der Tür stehen sehen. Ich hatte es mir fast gedacht, dass es ihn erwischt hat. Ich schätze die beiden, Bill und Helga – beide Deutsche – sind Mitte 70. Er macht immer alles im Garten, auch bei seiner Tochter, ist immer noch sehr agil gewesen, ich hab ihn auch regelmäßig mit dem Fahrrad fahren sehen. Helga erzählte John gestern, dass er reanimiert werden musste und tatsächlich noch einmal im Krankenwagen, auf dem Weg ins Krankenhaus noch einen Infarkt hatte.
Ebenso erzählte sie, dass er etliche Stunden im Krankenhaus auf Behandlung gewartet hatte. Und das ist nix Neues, erschreckt mich aber immer wieder. John hat Hilfe angeboten, sagte Helga, die Nachbarn rundherum wären wirklich sehr gut, jeder hat sich angeboten. Sie hat keinen Führerschein. Heute Morgen hab ich kurz geklingelt und wollte schauen, wie es ihr geht, aber sie war nicht da. Muss ich es später noch einmal versuchen.
John erzählte ihr, dass ich bald rüber fliege. Sagte sie, richtig so, so oft wie möglich nach Hause fliegen – für sie beide wäre es ja in ihrem Alter zu spät. Und ich erinnerte mich wieder daran, dass sie mir einmal vor einigen Jahren erzählte, könnte sie die Zeit noch einmal zurückdrehen, sie würde sich nicht noch einmal für Australien entscheiden. Was mich damals ein wenig traurig stimmte und jetzt, wo es mir wieder einfällt, auch.
Ich hab’s getan
Nach Wochen langem hin und her überlegen habe ich heute meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio nach einem Jahr gekündigt. Das ging völlig problemlos, ich musste nur einen Zettel ausfüllen, fertig. Da ist man hier recht verbraucherfreundlich. Einerseits fühlt es sich gut an, eine Entscheidung getroffen zu haben, andererseits bin ich ein wenig traurig, dass ich es nicht geschafft habe, das Trainieren zum Hobby zu machen.
Ich denke, wenn ich aus dem Urlaub wieder komme werde ich mich nach einem Segelclub umsehen. Das heißt, wenn ich im Juni nach Hause fliege, ist hier Winter, muss ich halt bis zum Frühling warten. Und vielleicht sollten wir uns auch mal einen langweiligen Kombi kaufen, damit ich endlich ein Kanu kaufen kann. Auf das hohe Dach meines jetzigen Autos kann ich alleine kein Kanu hieven.