Ich habe jetzt auch wirklich genug von der herbstlichen Hitze. Bis 00.30 Uhr waren es noch 31 Grad, heute morgen las ich, dass es erst gegen 7.30 Uhr langsam abgekühlt war. Nun sinds nur noch 24, hoffentlich bleibt es so. Die Nacht war schrecklich, niemand von uns konnte so richtig schlafen. Ich hatte in Jaimes Bett geschlafen, weil es in seinem Zimmer noch zu heiß war, als er ins Bett ging. Da er ein Hochbett hat, können wir keinen Deckenventilator installieren. Es steht aber ein Ventilator auf seiner Kommode, der mir die ganze Nacht über Luft ins Gesicht blies. Und endlich klapperte im Morgengrauen das Bambusrollo, das wir von außen angebracht haben in einer ersten leichten Brise.
Das hieß dann auch für mich, dass ich nicht mehr schlafen konnte und um 6 Uhr früh aus dem Bett geklettert war. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eines Tages falle ich bestimmt die Leiter herunter. Ich steige sie praktisch vorwärts hinunter, weil irgendwie kein Platz für einen Erwachsenen ist, sich zu drehen. Oder sagen wir einmal so – es sähe höchst bescheuert aus, auf allen Vieren im Bett herumzukrabbeln bis man die richtige Position erreicht hätte, Hintern ausgestreckt, mit dem Fuß vorsichtig Halt suchen - ach nee muss ja nicht sein.
Wir spielen bei Hitze immer mal wieder – wer schläft wo – manchmal ist Marco nachts nicht zu Hause, dann wird auch noch sein Bett benutzt – von Jaime. Jedenfalls war es noch dunkel, als ich mir den ersten Kaffee machen wollte und Licht einschaltete. Ein griesgrämiger Marco kam aus dem Wohnzimmer – ob ich ihn nicht gesehen hätte auf dem Sofa? Nö, hatte ich nicht.
Um 10 Uhr war ich so müde, dass ich mich aufs Bett geschmissen habe und zwei Stunden halb geschlafen, halb gedöst hatte. Aber was sollen die Leute in Adelaide (Hauptstadt von Südaustralien) sagen? Die hatten 15 Tage hintereinander Mitte bis Ende 30 Grad.