Wir wandern auch aus

Zur Not mit öffentlichen Verkehrsmitteln – meine Güte – habe ich gelacht. Ich weiß nicht, warum ich mir das manchmal antue, vermutlich kommt die Voyeurin in mir raus, wenn ich mir die Auswandersendungen im Netz anschaue.

Da zieht eine Familie mit vier Kindern nach Sardinien, war noch nicht einmal in Italien und spricht selbstvertändlich keinen Piep italienisch. Vadder ist mit seinem Schwager in Spee mit einem kleinen Umzugswagen vorgefahren, Mutter, Schwester und die Kinder nehmen den Abendbus außerhalb Hamburgs zum Flughafen, weil öhm am frühen Morgen kein Bus fährt und der Flieger um 6 Uhr morgens geht. Das Gepäck bringt am nächsten Tag ein Freund zum Flughafen. Da übernachten diese Menschen mit ihren kleinen Kindern öffentlich, sind um die 30 Stunden unterwegs, haben aber nur eine Flugzeit von 3.5 Stunden. Und alles nur, weil sie sich kein Taxi leisten wollten.

Scharfe Kandidaten für den Deppen-Preis des Monats :-)

Viel Glück Familie XY aus Hamburg, Sie können es sicher gebrauchen - Hauptsache die Sonne scheint häufiger auf Sardinien, als in Deutschland, der Rest findet sich schon.  

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Arbeitsfreie Tage gibt es in Oz

nur sehr wenige. Heute ist auch hier Karfreitag, einer der wenigen Tage, an denen auch hier bei uns die Geschäfte geschlossen sind. Außerdem noch am Weihnachtsfeiertag und am Ostersonntag. Ich wüsste jetzt nicht, dass an anderen Feiertagen die Geschäfte komplett geschlossen sind. Entweder sind sie an anderen Feiertagen geöffnet oder stundenweise geöffnet. Das mag in anderen Bundesländer anders sein, ich weiß es nicht wirklich.

Tatsächlich macht es sich bemerkbar, ich höre kaum Autoverkehr, weder vom alten Highway an dem wir wohnen, noch vom Bypass her, einen Zug habe ich auch noch nicht gehört. Auch niemanden, der Rasen mäht. Man wundert sich, dass plötzlich alles so leise ist. Aber das wird sich morgen schon wieder ändern. Da rasen dann alle wieder wie blöde herum, die letzten Einkäufe werden getätigt, dabei ist es dann nur noch der Ostersonntag, an dem man nix kaufen kann. Montag wird wieder alles wie gehabt sein. Ich kenne das ja noch von Deutschland her, dass Horden von Einkäufern die Supermärkte belagern, als gelte es sich für die kommenden Wochen auf eine Naturkatastrophe vorzubereiten.

Mir tut die Ruhe gut – wollte ich nur mal gesagt haben.

Aha – Jodie Foster

hatte ihren Film Nim’s World an der Gold Coast in Queensland, Australien gedreht. Wusste ich nicht, kenne den Kinderfilm auch nicht. Aber Jodie Fosters Filme mag ich gerne. Als ich zum ersten Mal in einem Film ihre Stimme gehört habe, war das richtig komisch. Jahrelang an ihre deutsche Synchronstimme gewöhnt, hatte ihre eigene Stimme schon fast gestört. Mittlerweile hat sich das natürlich geändert, die Frau hat tatsächlich eine sehr angenehme Stimme, sehr einprägsam, eine die man sofort erkennt, wenn man sie nur hört.

Jodie gehört für mich zu den wenigen Schauspielern, die gute Filme machen, nicht ständig durch alberne Verhaltensweisen, acht geschiedenen Hollywood Ehen, seltsamen spirituellen Ritualen und Religionen, von denen vorher noch kein Mensch etwas gehört hat, auf sich aufmerksam macht. Die Frau ist so privat, das mag ich so sehr an ihr. Sie ist keine Schönheit, sie ist aber nicht hässlich, sie ist halt Jodie. Eine reine Wohltat eine natürliche Frau in dieser Industrie zu sehen.

Queensland hat ihr auf jeden Fall gefallen – na, das wird den Australiern doch wieder runter gehen wie Butter.

Nehmt die Doofen den Computer wech

My my warum muss ich  mich mit “die Doofen” herumschlagen? Meine Antwort an  Werner  (Maul auf und Dampf ablassen) hatte ich umgehend geschrieben. Sie sollte dieses Mal öffentlich sein. Text an Barbara geschickt, Text wieder zurückgezogen, weil ich mir dachte, ach herrje, ist es einfach nicht wert, mich darauf einzulassen. Jetzt habe ich mich dazu entschieden den Text doch so veröffentlichen zu lassen. Aus einem einfachen Grund. Dummheit muss nicht ohne Manieren durchs Leben gehen. Ich pöbel auch keine fremden Menschen an. Wie lange wollen wir Blogger aus dem Ausland uns eigentlich noch Pöbeltöne, beknackte Kritik von Leuten die nicht nur alles besser wissen, nein, die auch alles besser können (wo bitte darf ich deren Blogs lesen?), Themenvorschläge und was deren Tastaturen in der Anonymität ihres kleingeistigen Lebens noch an geistigem Dünnschiss hergibt, durchlesen?

Gudrun Lahm, die auf der Sternwebseite über Australien berichtete, Cornelia Fuchs, die aus London für den Sternblog berichtet, sind da nur zwei Beispiele von Bloggern, die sich mit solchen Arschgeigen auseinandersetzen müssen. Ich finde es abartig Menschen derart anzugreifen. Man fragt sich, würden diese Luschen sich auch trauen, wenn sie einem gegenüber stehen? Cornelia Fuchs ist zeitweise sogar dazu übergegangen die Kommentarfunktion zu ihrem Blog zu sperren. Persönlich finde ich ihren Blog sehr lesenswert und freue mich immer, wenn ein neuer Artikel erscheint. Aber vielleicht kann man das nur nachvollziehen, wenn man selbst im Ausland lebt. Ich weiß es nicht, aber ich habe keine Lust mein Mund zu halten, wenn die Werners dieser Welt ihre Backen aufreißen.

Hier also ein Teil meiner Antwort an jemanden, der offensichtlich nicht lesen kann:

Das Schöne an geschriebenen Wörtern ist ja, dass man sie sich immer wieder durchlesen kann, bis man sie letztendlich verstanden hat. Hier also eine kleine Anleitung:

Weblog-Lesen für Anfänger

Es ist möglich, dass Menschen über Erlebnisse und Emotionen schreiben, die sie gar nicht erlebt haben. Das nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch „Fiktion“ oder „Belletristik“. Schlichtere Gemüter mögen es auch „Bücher schreiben“ nennen und darin kann man dann lesen, was Tante Trude erlebte, obwohl der Autor gar keine Tante Trude hat.  Wenn aber zu einem Weblog geschrieben steht, dass über Familie berichtet wird, dann ist auch Familie drin. Das ist nicht so wie in der Werbung für Putzmittel – garantiert streifenfrei – und hinterher findet man die Streifen, die angeblich gar nicht drin sind, auf den Badezimmerfliesen.

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