5x Pommes weiß und Currywurst

Es gibt nichts leckeres für mich, als Pommes mit Mayo und Currywurst. Gibt es bei uns in Oz nicht, die Currywurst. Und falls doch irgendwo mal (ich habe noch keine Quelle gefunden), dann hundertprozentig nicht so lecker wie in der Heimat. Da auch die Pommes in Oz grundsätzlich ohne was kommt, ist es ein wahrer Genuß leicht angewärmte Mayo gleich mitgeliefert zu bekommen. Man kann sich nicht vorstellen, dass man auf so eine Art Junkfood Appetit hat, wenn man nicht dran kommt. Ich glaube jetzt muss ich etwas kürzer treten mit der Kalorienzufuhr. Leider verbrauche ich kaum welche, als fette Kugel will ich auch nicht den Heimathafen anlaufen.

Jaime ist schwer beschäftigter Fußballspieler geworden. Mit den anderen “Ausländerkindern” – die sind etwas weltoffener :-)

Unsere paar Tage im Harz sind jetzt auch gebucht, ich hoffe es bleibt jetzt etwas wärmer, von Kälte habe ich genug. Die Tage sah ich in dem Wald, in dem wir als Kinder schon gespielt haben, einen Specht ganz oben an einem Baumstamm, der die Späne fliegen lies. Auch mal wieder schön so ein einheimisches Tier zu sehen, statt immer nur platt gefahrene Wombats, Füchse oder Katzen am Straßenrand.

Ich mags ja kaum sagen, aber ich genieße sogar mal die eine oder andere deutsche Fernsehproduktion. Wenn ich mir das TV Programm in der Zeitung anschaue, dann sehe ich sehr viele Sendungen, die es bei uns auch gibt. Na, die gucke ich mir dann doch lieber zu Hause an, man will ja auch mal wieder etwas anderes sehen. Dass alleine schon das Aussuchen bei der enormen Auswahl an Programmen einige Zeit in Anspruch nimmt, ist auch irgendwie nervig. Da kann man sich ja kaum entscheiden…was bei unseren fünf staatlichen Programmen in Australien ja nun wirklich kein Thema ist. Besonders, wenn auf dreien im Sommer Sportübertragungen laufen. Klar könnten wir uns auch Privatfernsehen anmelden, aber irgendwie haben wir beide nie wirklich die Lust dazu, dafür auch noch Geld auszugeben. Was dem Marco jetzt wegen der Europameisterschaft bitter aufstößt. Wesentlich teurer als in Deutschland ist es ohnehin, aber ich will auch nicht dauernd auf fernsehglotzende Männer in meinem Haushalt starren müssen. Finde ich öde.

PS Die Frisur kriege ich langsam in den Griff :-)

 

Von Bauerntölpeln und Sensibelchen

Jaime ist ein aufgeschlossenes Kind und findet immer und überall sofort Anschluss. Der hat kein Problem damit sich einer Gruppe Kindern zu nähern und mit ihnen zu spielen. Gestern kam er weinend nach Hause. Gegenüber des Hauses meiner Schwester gibt es noch drei freie Grundstücke. Da spielten die Nachbarblagen Fussball. Er muss wohl hingegangen sein, wurde gefragt, wie er heißt und dann wegen seines Namens ausgelacht. Mein Herz hat geblutet. Das ist bislang noch nie vorgekommen. Ich habe versucht ihn zu trösten…die Bauernlümmel wissen vermutlich gar nicht, dass es hinter den Grenzen dieses Dorfes noch Leben gibt, habe ich ihm gesagt. Und das Ralf, Derk, Jan oder wie sie hier auch alle heißen mögen, ganz doofe Namen sind. Du mein Kind hast einen wunderschönen Namen (der übrigens keine Abkürzung von James, wie manche Leute annehmen, ist).

Natürlich kann man seine Kinder nicht vor seelischen Grausamkeiten anderer Kinder schützen, wenn man nicht dabei ist. Interessant finde ich nur, dass so etwas bei uns nicht vorkommen würde. Da gibt es so viele “fremde” Namen, kein Mensch schert sich darum. Warum geht das hier nicht?

Dieses entzückende Wesen

wird in drei Wochen von uns vom Züchter abgeholt. Enzo ist ein Altdeutscher Schäferhund und wird leider nicht mir, sondern meinem Schwager gehören. Ich werde jedoch alle Leute hier gnadenlos zur Seite schubsen, um als Erste und am ausgiebigsten knuddeln zu können. Für eine größere Ansicht ungeniert aufs Bild klicken.

Urlaub woanders

“Zwei halbe Welten sind immer noch keine ganze Welt”, lese ich in Tommy Jauds Buch Resturlaub. Stimmt. Ich fühle mich halb. Was mich dazu veranlasst mich zu fragen Wann habe ich aufgehört mich Ganz zu fühlen? Ich erinnere mich nicht, fühle mich lost – zwar nicht in translation – aber irgendwie zwischen zwei Leben, zwei Kontinenten. Wann komme ich endlich an? Was aber noch viel wichtiger ist…wie stelle ich es an anzukommen?

Null Disziplin

habe ich. Null! Mich auf Seite 66 wieder in die Geschichte einzufinden, fällt mir schwer. In die Tonne kloppen? Andere Perspektive wählen? Schreiben anderen Leuten überlassen? Gestern fiel mir eine Charaktereigenschaft ein, die ich für eine Figur benutzen könnte. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären da nicht rein zufällig ;-)

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