So lautet meine imaginäre Schlagzeile, nachdem sich das wütende Pochen meiner Halsschlagader wieder auf ein Normalherzschlagniveau heruntergepocht hat - nach gefühlten 2 Tagen.
Jaime geht gerne bei uns ums Eck mit den Spielkameraden in den kleinen überschaubaren öffentlichen Wald. Und dann rennen und toben sie, mal auf dem Spielplatz, mal auf den Wegen, prökeln mit Stöckchen, Stöckern und dicken Knüppeln (er hat da schon eine tüchtige Sammlung bei Omma deponiert) im Unterholz herum. Eben so, wie Kinder aufwachsen sollten, wenn sie später nicht zur Ergotherapeutin gehen möchten oder zum Psychologen, um nach 50 Therapiestunden gesagt zu bekommen – Mutti ist an allem Schuld, weil die so klammeraffig war.
Gestern hat er den Schreck seines Lebens bekommen. Ein fieser alter Opa mit hässlichen gelben dicken Zehnägeln schlich sich an ihn und seinen Freund von hinten heran, griff beiden Kindern absichtlich fest und schmerzhaft ans Handgelenk, hielt sie fest und pöbelte sie an. Wegen des Schlagens im Unterholz und weil ihm vermutlich 1933 jemand ins Gehirn geschissen hat. Auch schön, wenn Erwachsene so schwach sind, sich an Kinder zu vergreifen. Das hätte ich sehen müsssen, dem Opa hätten die Ohren noch Stunden später geklingelt. Wenn ich den erwische…
Ich halte nicht grundsätzlich zu meinen Kindern und wenn sie Mist bauen, müssen sie sich auch etwas sagen lassen – aber dass fremde Menschen meine Kinder anfassen, das geht nicht. Im Übrigen habe ich nie verstanden, warum manche Leute meinen mit Kindern könnte man nicht nur so umgehen, nein sie lernen auch fürs Leben, wenn man ihnen weh tut oder Angst einjagd. Ich weiß, was man dadurch fürs Leben lernt – man kriegt einen Ekel an ältere selbstgefällige und selbstgerechte alte Säcke und dieser Ekel legt sich nie, egal wie alt man inzwischen geworden ist.