Grade eben Jaimes Schlagzeug gekauft und aufgestellt. Tinnitus – vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis meine Ohren anfangen zu klingeln.
Tagesarchiv: 10 Juli, 2008
Ich wollt’s ja nicht tun…aber
die Tratschtante in mir gibt kund: am Freitag wird mein Kalender bei der Programmsitzung eines großen deutschen renommierten Verlages vorgestellt! Hab vor lauter Nervosität und Hoffnung schon einen Knoten im Bauch.
Mein Projekt, an dem ich soo lange geackert habe, mir Nächte mit um die Ohren geschlagen habe…sollten diese vielen einsamen Arbeitsstunden doch noch Früchte tragen? Wird der Lektor sich mit all seiner Macht für mich einsetzen und kämpfen – in etwa so wie ich um Platz im overhead locker im Flugzeug gekämpft habe, den ein deutscher Familienvater mit dem gesamten Handgepäck seiner Mischpoke vollgestopft hatte?
Bitte nicht die Daumen drücken – schickt einfach nur gute Gedanken – positive Energie halt, am Freitag Richtung München. Uhrzeit weiß ich leider nicht, macht aber nichts – Zeit gibt’s ja sowieso gar nicht.
Gut, ich hab gelogen. Ich musste gar nicht kämpfen. Unwissentlich habe ich dem Typen einen Strich durch sein ordentlich gestapeltes Handgepäck gemacht. Als ich ins Flugzeug kam und endlich an unserem Platz angekommen war, entdeckte ich eine Lücke im Locker und als ich gerade dabei war Jaimes Trolley hineinzuschieben, nörgelte der Mann: “Da habe ich grad Platz gemacht.” Wobei er natürlich meinte, er hätte für den Rest seiner Schrankkoffer Platz gemacht. “Prima”, sagte ich, “dankeschön”, und setzte mich. Also ehrlich, zwei Erwachsene, zwei Kinder, die noch dazu auf der anderen Seite des Ganges saßen, die können doch nicht 2 große Locker für sich alleine in Beschlag nehmen. Schließlich stand unsere Sitznummer auch dort oben dran und überhaupt vedammt noch mal, wir sind doch nicht am Hotelpool, wo manch Deutscher des Nachts sein Badehandtuch über die Liegen legt und sich einbildet sie wäre jetzt für die nächsten 3 Wochen reserviert.
Alles egal, wichtig ist eine Zusage vom Verlag, denn die wäre eine Wertschätzung meiner Kreativität, gäbe mir wieder Auftrieb, Mut zum weiter machen – Sinn darin sehen Buchstabe an Buchstabe zu reihen und letztendlich neue Ideen zu entwickeln.
