solange man kein Ausländer aus einem nicht englischsprachigem Land ist. Endlich wacht auch einmal die Presse (engl. Artikel) aus La-La-Land auf und berichtet über die Schwierigkeiten, die solche Einwanderer hier haben. Bislang wollte niemand es so richtig wahrhaben, dass es in Australien den blanken Rassismus gibt und Diskriminierungen an der Tagesordnung sind – och wir haben doch schon seit ewigen Zeiten Antidiskriminierungsgesetze und unsere multikulti Gesellschaft – ehrlich wir lieben sie doch so. Und dienen wir etwa nicht immer als Vorbild für andere Länder?
Während die Zeiten des offenen racism tatsächlich mehr oder weniger vorbei sind, gibt es immer noch die sehr subtile Art, die viel schwieriger zu entdecken ist. Da gibt es Menschen, deren Qualifikationen aus ihren Heimatländern überhaupt nicht anerkannt werden oder sie müssten erst noch mal hier einige Semester studieren, was eine schier unüberwindbare finanzielle Hürde – gerade auch für Flüchtlinge – darstellt. Sie bekommen gar nicht erst ein Vorstellungsgespräch, wenn sie sich auf Jobs bewerben, denn an ihren nichtangelsächsischen Namen lässt sich leicht ablesen, aus welcher Ecke des Globuses sie kommen. Aber auch australische Qualifikationen helfen nicht, wenn man einen “komischen” Namen trägt – Fachkräftemangel hin oder her. Selbst Jobagenturen empfehlen inzwischen den Bewerbern ihren Namen schlicht und einfach zu ändern.
Die psychologischen Schäden, die diese Erfahrungen mit sich bringen können, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Nachteilen, die die Industrie hier für sich selbst verursacht, können nur erahnt werden.
Everybody gets a fair chance – yo und die Erde ist ne Scheibe.