Schulter- und Nackenmuskulatur hoffnungslos verspannt. Drei Tage lang von morgens bis abends geschrieben – Seite 114 erreicht – und brauche dringend eine Pause. Struktur für den zweiten Teil ausarbeiten, neues Programm dafür ausprobieren, Gags ausdenken (was mir am meisten Spaß macht – aber leider auch viel Arbeit ist), wünschte mir die Story würde sich durch reine Gedankenkraft niederschreiben lassen, aber nein, man muss mühselig jeden Buchstaben und jedes Zeichen tippen. Aber eigentlich habe ich gar nichts zu jammern, wenn ich dran denke, dass man früher mit Federkiel oder später dann mit Schreibmaschinen, in denen bestimmt der eine oder andere sich öfter mal die Finger zwischen den Tasten eingeklemmt hatte, schreiben musste. Ich erinne mich, dass ich mal im Charles Dickens Haus in England war. Der hatte sein Schreibpult am Fenster stehen und konnte hinaus auf die Nordsee schauen.
Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich drei Mülltonnen, ein Trampolin, einen Teil vom Nachbarhaus, wenig Bäume und Büsche an dieser Seite und ab und zu glotzt der Hund mal durchs Fenster. Naja gut, im Sommer sehe ich dann noch Mandarinen und Nektarien, aber jetzt ist leider Winter, nur die Geranie blüht hellrot.