Kostümparties kennt man in Deutschland

eher nur zur Karnevalszeit – oder so war es zumindest, als ich noch dort lebte. Hier bei uns sind sie nichts ungewöhnliches und nächsten Monat findet mal wieder eine solche Party statt. Marcos Freundin, Jess, wird 21. und das feiern die meisten jungen Leute riesig. In den letzten Monaten sind beide recht häufig zu fancy-dress-parties eingeladen gewesen und dürften allmählich Übung im improvisieren haben.  Jess will als Gingerbread-Frau (Lebkuchen) gehen hat Marco mir gerade verraten.

Ich will nicht improvisieren und komme gerade aus dem kürzlich erst eröffneten Kostümverleih in unserem Ort. Mmmh das Thema ist – Fantasy – aber damit kann ich nicht viel anfangen. Ich habe mein Augenmerk auf  Morticia von der Adams Family gerichtet. Morgen werde ich noch mal hinfahren und die Kostüme anprobieren, heut war es mir zu voll im Laden. Eigentlich möchte ich Burgfräulein sein, aber so ein Kostüm gibt’s dort leider nicht. Jaime, den ich mitgeschleppt hatte, meinte, ich könnte doch als Servant (Diener) gehen, aber das reizt mich so gar nicht. Und ich frag mich, wie er da bloß drauf kommt.

Vor Jahren war ich schon mal ein Engel. Ich fand das Kostüm damals affengeil wegen der riesigen Flügel und der tollen weißen Perücke.