Kostümparties kennt man in Deutschland

eher nur zur Karnevalszeit – oder so war es zumindest, als ich noch dort lebte. Hier bei uns sind sie nichts ungewöhnliches und nächsten Monat findet mal wieder eine solche Party statt. Marcos Freundin, Jess, wird 21. und das feiern die meisten jungen Leute riesig. In den letzten Monaten sind beide recht häufig zu fancy-dress-parties eingeladen gewesen und dürften allmählich Übung im improvisieren haben.  Jess will als Gingerbread-Frau (Lebkuchen) gehen hat Marco mir gerade verraten.

Ich will nicht improvisieren und komme gerade aus dem kürzlich erst eröffneten Kostümverleih in unserem Ort. Mmmh das Thema ist – Fantasy – aber damit kann ich nicht viel anfangen. Ich habe mein Augenmerk auf  Morticia von der Adams Family gerichtet. Morgen werde ich noch mal hinfahren und die Kostüme anprobieren, heut war es mir zu voll im Laden. Eigentlich möchte ich Burgfräulein sein, aber so ein Kostüm gibt’s dort leider nicht. Jaime, den ich mitgeschleppt hatte, meinte, ich könnte doch als Servant (Diener) gehen, aber das reizt mich so gar nicht. Und ich frag mich, wie er da bloß drauf kommt.

Vor Jahren war ich schon mal ein Engel. Ich fand das Kostüm damals affengeil wegen der riesigen Flügel und der tollen weißen Perücke.

Australien – Land der fairen Chancen

solange man kein Ausländer aus einem nicht englischsprachigem Land ist. Endlich wacht auch einmal die Presse (engl. Artikel) aus La-La-Land auf und berichtet über die Schwierigkeiten, die solche Einwanderer hier haben. Bislang wollte niemand es so richtig wahrhaben, dass es in Australien den blanken Rassismus gibt und Diskriminierungen an der Tagesordnung sind – och wir haben doch schon seit ewigen Zeiten Antidiskriminierungsgesetze und unsere multikulti Gesellschaft – ehrlich wir lieben sie doch so. Und dienen wir etwa nicht immer als Vorbild für andere Länder?

Während die Zeiten des offenen racism tatsächlich mehr oder weniger vorbei sind, gibt es immer noch die sehr subtile Art, die viel schwieriger zu entdecken ist. Da gibt es Menschen, deren Qualifikationen aus ihren Heimatländern überhaupt nicht anerkannt werden oder sie müssten erst noch mal hier einige Semester studieren, was eine schier unüberwindbare finanzielle Hürde – gerade auch für Flüchtlinge – darstellt. Sie bekommen gar nicht erst ein Vorstellungsgespräch, wenn sie sich auf Jobs bewerben, denn an ihren nichtangelsächsischen Namen lässt sich leicht ablesen, aus welcher Ecke des Globuses sie kommen. Aber auch australische Qualifikationen helfen nicht, wenn man einen “komischen” Namen trägt – Fachkräftemangel hin oder her. Selbst Jobagenturen empfehlen inzwischen den Bewerbern ihren Namen schlicht und einfach zu ändern.

Die  psychologischen Schäden, die diese Erfahrungen mit sich bringen können, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Nachteilen, die die Industrie hier für sich selbst verursacht, können nur erahnt werden.

Everybody gets a fair chance – yo und die Erde ist ne Scheibe.

Dexter – sympathischer Serienkiller?

Seit 2006 (glaube ich) läuft in den USA die neue Serie Dexter Morgan – Serienkiller und Spurensicherungsexperte (blood spatter). Adaptierte Fernsehserie nach den Romanen von Jeff Lindsay. Selbstverständlich läuft die Sendung jetzt auch hier und ich habe einmal reingeguckt.

Ich habe meine Probleme damit einen Serienkiller sympathisch zu finden. Auch wenn er “nur” Mörder um die Ecke bringt, die aus welchen Gründen auch immer vom Gesetz her nicht belangt werden konnten. Ist das jetzt ein psychopathischer Robin Hood? Eher nicht, wenn er seinen eigenen Mordtrieb auslebt und nichts anderes tut er. Es gibt immer wieder flashbacks in denen man Dexter als Kind oder Jugendlichen sieht und sich mit seinem Papa-Polizisten über die Welt der Bösen unterhält. Papa lammentiert darüber, dass es einfach zu viele Böse nicht erwischt. Papa weiß, dass Dexter ein Soziopath ist. Was ist also einfacher, dem Sohn einzutrichter, so lange du nur die Bösen umme Ecke bringst, mein Sohn, ist alles gut. Und wäre es nicht wirklich genial, wenn du dann noch als Experte bei der Polizei arbeiten würdest?

Die Tage las ich ein Interview mit dem Autor. Da hieß es hin und wieder würde er mit einem Bodyguard an seiner Seite auftauchen. Meinte er, ein guter Freund von ihm wäre Bodyguard und einmal wäre er bei einer Signierstunde sehr dankbar dafür gewesen, dass der Freund anwesend war. Ein sehr großer und kräftiger Mann trat nämlich ganz dicht an ihn heran und meinte:”Du hast keine Ahnung, wie viele großartige Autoren es in der Klapse gibt.” Das hätte ihm dann doch Angst gemacht und überhaupt würden die Leute viel zu viel in seine Bücher hineinlesen.

Ich könnte mir vorstellen, dass mir die Bücher eher gefallen würden, als die Verfilmung als Serie. Beim Lesen kann ich mir aussuchen, wieviel Fantasie ich einsetzen möchte, um mir bestimmte Szenen vorzustellen. Beim reinen Zuschauen geht das leider nicht. Da kommt geballte Grausamkeit, kommen blutrünstige Ekelszenen, die für meine zarte Seele einfach nicht geeignet sind.

Hier gibts Infos über Dexter auf Deutsch. Klickt man oben auf den Link Story kann man was über Dexter erfahren. Irgendwo dort steht auch…und wer kann schon die Fragen, die Dexter sich stellt: “Bin ich gut? Bin ich böse?”, klar für sich beantworten? Mit Verlaub, ich kann die Frage klar beantworten. Ich bin nicht böse, niemals gewesen und werd’s auch nicht werden. Und Dexter ist und bleibt ein Mörder.

 

Koala steckt im Kühlergrill fest

Kopf und ein Arm steckten über eine Strecke von 12 km im Kühlergrill eines Autos fest. Die Autofahrerin hatte noch nicht einmal bemerkt, dass sie das Tier nördlich von Brisbane (Queensland) angefahren hatte. Nachdem ein Auotfahrer sie zum Anhalten bewegen konnte und sie fragte: “Do you know you’ve got a koala dangling from your car?”, war die Frau sehr schockiert. Dachte der Kopf des Koals wäre durch den Aufprall abgetrennt worden.

Aber nein, die gute Frau rief die Caboolture Koala Care and Rescue Gruppe, die den besinnungslosen Koala herausschnitt und ins Krankenhaus brachte. Keine nennenswerten Verletzungen hat er davon getragen – stand nur ein bisschen unter Schock.

War bestimmt kein schöner Anblick – armer Koala.

Gestern habe ich einen toten Fuchs gesehen, als ich mit meinem Hund lief. Lag einfach da, völlig intakt. Mag gar nicht die nächsten Tage dort laufen, schätze er sieht bald nicht mehr so schön aus.

Kaufen macht so viel Spaß

Mal wieder enorm Geld ausgegeben für all die tollen Dinge, die der Computeranwender dringend benötigt. Neues super Keyboard und Laserdrucker mit ein bisschen Pie-pa-po nenne ich mein Eigen. Gartenmöbel folgen hoffentlich im August und ich glaube dann habe ich alles gekauft, was auf meiner Dringlichkeitsliste stand.

Geile Geschäftsidee – Drive-Thru Coffee

Kaum ist man mal ein paar Wochen weg, schießen die Drive-Thru Coffee Shops wie Pilze aus dem Boden. Das ist doch mal eine Franchise, mit der auch ich etwas anfangen kann. Heute morgen bin ich nämlich zufällig bei uns im Ort an so einem Drive-Thru Coffee vorbei gefahren. Das “schräge” Gebäude zog ja schon automatisch meinen Blick auf sich.

Ausprobiert habe ich den Shop noch nicht, aber das wird ganz sicher in den nächsten Tagen nachgeholt. Ich habe jetzt nicht viel recherchiert – heute ist schließlich Sonntag – aber es sieht ganz so aus, als käme der Trend mal wieder aus Amerika. In UK lese ich, gibts auch schon welche, na und jetzt eben auch in Australien.

Und wann eröffnet ihr euren ersten Drive-Thru Coffee in Deutschland?