Jawoll. Ich. Die sich ungern von Büchern trennt. Zum Schluss hatte ich auf einem Regal sogar doppelte Reihen haben müssen und auf dem anderen Regal lagen Bücher oben auf den anderen Büchern. Ich schätze es sind mindestens 40, wenn nicht mehr. Und das sind nur die englischen Ausgaben. Jetzt will ich den größten Teil meiner deutschen Bücher loswerden und das wird sich schwieriger gestalten. Werde mich mal umhören. Verkaufen kommt nicht in Frage, ich habe Null Bock ein einzelnes Buch einzupacken, zur Post damit zu gehen und das Ganze noch etliche Male zu wiederholen. Meine deutsche Buchsammlung ist ohnehin schon so alt, die meisten davon habe ich schon 2x gelesen. Die Bücher, die ich mir im letzten Urlaub gekauft habe, habe ich bis auf eins oder zwei alle in Deutschland gelassen, weil ohnehin schon in Windeseile gelesen.
Die englischen Bücher werde ich evtl. an jemandem auf dem Markt verkaufen können. Eine Bekannte wird mir noch Name bzw. Telefonnummer des Mannes geben. Bei uns hier gibt es auf dem Markt einen großen Bücherstand, aber der Mann gibt kein Bargeld, sondern nur einen Gutschein für seinen Laden. Wie in der Regel die meisten second hand book shops. Ich habe das auch früher häufiger in Anspruch genommen, aber ich kaufe kaum noch gebrauchte Bücher, gehe viel zur Bücherei und die, die ich unbedingt haben will, kaufe ich ohnehin neu.
Es ist ein befreiendes Gefühl sich von einigen Dingen, in diesem Fall Bücher zu trennen. Es sind ohnehin Autorinnen darunter, die ich nicht mehr lese – aus gutem Grund – oder die ich trotz regelmäßigen Erscheinen auf den Bestsellerlisten irgendwie alle ähnlich gestrickt fand oder schier dämlich vom Plot her. Mir hatte z. B. jemand ein Buch mit zwei Büchern von Tess Gerritsen geschenkt. Die Geschichten ähnelten sich so sehr, dass ich seitdem nie wieder ein Buch von ihr gelesen habe. Nicci French hatte einmal einen so dämlichen Plot – nie wieder gelesen. Patricia Cornwells letzten drei Bücher (obwohl ich glaube, sie hat mittlerweile doch schon wieder eins für 08 produziert) waren einfach nur noch peinlich und doof.
P. D. James, Ruth Rendell/Barbara Vine, Minette Walters (Fox Evil, das dämlichste Buch, was ich von ihr gelesen habe), Grishams Strickmuster Buch, Kellerman – Senior u. Junior, Mankell in beiden Sprachen (Schweden hat sich verändert – Gott wie mich der Satz nervt), Sue Grafton, Val McDermid, Mary Higgins-Clark und wie sie noch alles heißen…sie fliegen raus. Rendell/Vine habe ich ohnehin häufiger in englischer und gleich auch in deutscher Ausgabe. Etliche davon sind Hardcover-Ausgaben. Ach wie konnte ich nur die Bücher von Elizabeth George – die sich zäh wie Kaugummi hinziehen – vergessen. Naja, wenn man jeden einzelnen Knopf an einem Kleidungsstück beschreibt kommen schon mal 500 Manuskriptseiten zusammen. Nö, bei mir werden jetzt weniger bekannte Autoren im entstaubten Regal stehen.
Bleiben werden John Irving, Nick Hornby und ein paar einzelne Autoren zu denen ich mal zufällig gegriffen habe.
Ich hoffe ich werde meine deutschen Bücher auch los – hab kein Problem sie zu verschenken – mmh aber falls nicht…was mach ich dann damit?