Ich höre Stimmen

Blaste mir gerade das Trommelfell mithilfe meines schnuckeligen mp3 players wech und höre dauernd jemanden Mama rufen, obwohl ich alleine zu Hause bin – scary. Das Ergebnis meiner 20jährigen Karriere als Mutter.

Man muss ja auch aufpassen, dass man nicht laut und schräg mitsingt, wenn man Kopfhörer trägt – könnte sehr peinlich werden – besonders, wenn man so gut singen kann wie ich :-)

Kennt ihr Jühü?

Nein? Doch kennt ihr, wenn ihr in Deutschland lebt oder aufgewachsen seid. Jühü gibt es jetzt auch in Australien zu kaufen. Jühü – der Alleskleber in der schwarz-gelben Quetsch-Tube – früher mit schnüffelige Lösungsmittel drin und heute ohne.

Ich kann ja wirklich verstehen, dass man hier nicht ahnt, wenn man das Wort liest, wie man es ausspricht. Aber wer zum Henker ist bloß drauf gekommen unser UHU zum Jühü zu machen? Und das bei originaler Schreibweise.

Also ich käm mir saudämlich vor dieses Wort so seltsam auszusprechen. Ach was rede ich, ich bin mir saudämlich vorgekommen. Natürlich musste ich, als ich die Fernsehwerbung für Jühü sah, gleich ausprobieren, wie das Wort aus meinem Munde klingt. Blöd kann ich euch sagen. Anschließend habe ich UHU ein paar Mal hintereinander laut gesprochen. Klang auch irgendwie fremd und blöd.

Kann’s gar nicht abwarten Marco davon zu erzählen. Der ist übers Wochenende nach Brisbane geflogen. John meinte, weder das eine, noch das andere Wort würde jemals über seine Lippen kommen. Aber da sag ich nur, warts mal ab, bis unsere alte Klebe alle ist und dann lass mich mal Nachschub besorgen :-)

Manche Werbung macht mich so aggressiv

dass ich Fernseher oder in diesem Fall meinen Computerbildschirm am liebsten aus dem Fenster schmeißen würde. Lese ich einen Artikel über das Schulsystem im Netz und an der rechten Seite blinkt und bewegt sich ständig ein riesiges hauptsächlich rotes Werbebanner.

Feel like you’re drowning in the current financial crisis? Und darunter steht ein Mann in einem schicken Anzug und – warte – jetzt kommt’s – Taucherbrille auf und Mundstück im Mund. Hinter ihm “bewegt” sich der Ozean und zu allem Unglück bewegt sich der Mann auch noch – grad so, als würde er in den Wellen auf und nieder hüpfen. Bei so viel Bewegung, die man aus dem Augenwinkel wahrnimmt, während man eigentlich einen Artikel liest, ist es natürlich im Sinne des Erfinders, sich doch mal anzusehen, wofür die überhaupt werben.

Haben die jetzt DIE Lösung für eine globale Finanzkrise? Nein, selbstverständlich nicht. Die werben für Buchhaltungssoftware. Mit einem Mann, der in diesem Aufzug nicht nur saubescheuert aussieht, sondern auch das normale Augenblinken so was von doof aussieht, dass ich den Drang verspüre ihm eins auf die Rübe zu geben.

Sowieso nerven diesen aufdringlichen Werbefilmchen im Internet. Ich will den Scheiß nicht hören und nicht sehen.

Aber um die Frage zu beantworten. Nein, wir haben nicht das Gefühl, wir würden in der momentanen Finanzkrise ertrinken. Uns geht’s gut. Liegt daran, dass wir weder besonders gierig sind, noch unseren Verstand im Arsch haben.

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Jahrelanges fernsehen macht doch doof

jetzt ist es zwar nicht amtlich, aber ich hab’s schwarz auf weiß von Janina B. per Leserzuschrift an die Popelfernsehbeilage der Tageszeitung.

“My friends and I have been watching The Young and the Restless (unter dem Namen Schatten der Leidenschaft im deutschen TV) for more than 40 years. We were devastated when our favourite show moved to Foxtel (pay-tv). Not every pensioner can afford Foxtel, so could you please reverse your decision and put the Young and the Restless back on Channel 9?”

Liebe Janina

get a fucking life. Während andere Menschen ihre wertvolle Lebenszeit mit sinnvollen, lustigen, schönen Dingen verbringen oder schlicht arbeiten gehen (um sich später als Rentner auch noch Foxtel leisten zu können?), hast du allein an dieser Sendung 8190 Stunden verplempert. In der Zeit, Janina, hättest du ca. 56 Mal zum Mond und zurück fliegen können oder 1x zum Mars und leider auch zurück. Oder ein bisschen rechnen gelernt. Wie man eine Sendung über 40 Jahre lang gucken kann, die seit 35 gezeigt wird, ist mir ein Rätsel. Beinahe sehe ich dich und deine Freundinnen vor mir – wie ihr Jahr ein, Jahr aus die fiktiven Leben fiktiver Personen diskutiert und die nächste Folge nicht abwarten könnt. Euch wie Kinder gefreut habt, dass nach 7 Jahren nur halbstündige Serie euch über die nächsten Jahrzehnte eine volle Stunde gegönnt wurde. Wie Jahr ein, Jahr aus eurer Leben an euch vorbei plätschert, plötzlich eure Kinder schon Kinder haben und ihr eines Tages mit Minus 8190 Stunden gelebtes Leben in die Kiste steigt.

But who am I to judge?

Ich kille mit Vergnügen und völlig skrupellos

Kakerlaken-Buster

Kakerlaken-Buster

32 Jahre lang in Deutschland gelebt, nie eine Kakerlake zu Gesicht bekommen, dafür bin ich hier mittlerweile beinahe per Du mit diesen grottenekeligen Kreaturen. Sitze ich kürzlich abends im Dunkeln draußen auf der Veranda. Will einen Schluck von meinem Drink nehmen – zum Glück nicht blind – sehe, dass sich die Flüssigkeit im Glas bewegt, verkneife mir ein schrilles quieken und schleudere meinen Drink in den Garten.

Gucke ich am gleichen Abend ahnungslos Richtung rotes Lamellenrollo in meinem Arbeitszimmer, sehe ich schwarze Fühler zwischen den Ritzen. Eile ich in die Waschküche, greife mir diese wunderbare Erfindung – siehe Bild – und sprühe mit grimmiger Entschlossenheit und unsäglicher Genugtuung, beobachte den Todeskampf mitleidslos und denk mir go to hell.

Im Badelatschen-Land Oz

wundert es einen nicht, dass man auch USB-Sticks, als Badelatsche verkleidet bekommt, oder? Dieses schnuckelige Ding habe ich heute entdeckt. Leider gab es die Schlappe nur in schwarz und pink. Mmh schwarz fand ich öde.

funky usb-stick

funky usb-stick

Wer übrigens in Australien Badelatschen kauft, kauft thongs, während man in England einen Stringtanga bekommt, wenn man nach thongs fragt. Die Auswahl an Badelatschen ist hier riesig und garantiert sind sie gesellschaftsfähig. Sandalen sind hoffnungslos überbewertet.