Paintball

auch Skirmish genannt, so weit ich informiert bin, wollten wir all die Jahre mal machen. Da muss mich erst Katharina anrufen und mich daran erinnern. Denn sie will das unbedingt machen. Flugs habe ich mich ins Internet gesetzt und nachgesehen. Yo – gar nicht weit von hier kann man spielen. George Harrison – der Ex-Beatle-Ex-Mensch – war ein großer Fan davon und hat regelmäßig mit Farbe geballert.

Hier kann man gucken, was das überhaupt ist und wie blöde man dabei aussehen wird. Macht bestimmt Spaß, wenn man erstmal seine Scheu überwunden hat :-)

Intelligenzpause und Nachrichtendiät

ist genau das, was ich jetzt brauche. Marcels Aufforderung ”intelligente Bücher und Zeitungen zu lesen” irritiert mich. Wer definiert “vernünftig und intelligent”? Die Literaturpolizei?

Lieber Marcel, so lange es eine deutsche Tugend zu sein scheint, auf die die “geistige Elite” stolz ist – nämlich komplizierte Sätze gespickt mit ganz tollen Fremdwörter zu bilden – weil man sich ja unbedingt von seinen “dummen” Mitmenschen abgrenzen muss - werden die “Dummen” im Land wenig Interesse an “vernünftige” Bücher und Zeitschriften haben. Wer sich zu schade ist in einfachen verständlichen Worten für jedermann auszudrücken, was er sagen will, wird immer nur einen geringen Kreis von Lesern erreichen. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt. Sonst wäre man ja jederman und müsste sich eingestehen, wie unglaublich unwichtig man doch ist. Es sei denn man wird Sponsor. Das wäre doch mal eine Initiative, die auch das Bildungssystem tüchtig entlasten würde:

Sponsor einen Dummen.  Für umgerechnet einen Euro pro Tag kannst du dazu beitragen einem Dummen die Welt zu erklären. Was du dafür bekommst: ein schönes Foto deines Dummen im Kreise seiner Lieben und einen monatlichen Brief über seine Fortschritte. Sponsor noch heute einen Dummen und dein Leben macht wieder Sinn.

Das bringt mich jetzt zu dem Interview mit John le Carre in einer der “intelligenten” Zeitungen. In der Frankfurter Allgemeinen lese ich folgenden Abschnitt:

Würde Deutschland zu einem wahrscheinlicheren Ziel eines Anschlags werden, wenn Angela Merkel der absehbaren Forderung Barack Obamas nach einem größeren militärischen Engagement in Afghanistan nachkommen sollte?

Ich glaube, wenn Obama, wie wir ja alle hoffen, einen politischen Prozess in Gang setzt, der dem sogenannten „Krieg gegen den Terror“ einen Sinn verleiht, dann wird die Präsenz in Afghanistan nicht so gefährlich sein. Wenn Amerika mit den Taliban vernünftige, konstruktive Gespräche führt, seinen Kreuzzug beendet und sich von der Idee verabschiedet, dass es sich bei diesem Krieg um eine territoriale Angelegenheit handelt, dann können wir endlich aufhören, vom „Krieg gegen den Terror“ zu sprechen, und damit beginnen, über die Eliminierung von Terroristen zu reden und über eine neue Weltordnung. Das ist jedenfalls der Traum, den wir in den gegenwärtigen fünf Minuten der Weltgeschichte träumen dürfen.

Ach so!

Irgendwo in den afghanischen Bergen, 9:03 Uhr lokale Zeit. ”Schon gehört? Die Amis sind hier und wollen vernünftig mit uns reden.” “Ich will nicht mit den Amis reden, die wollen uns nur die Unterdrückung unserer Frauen vermiesen.” “Wir gehen jetzt zur Steinigung einer Ehebrecherin. Kommste mit?” “Leider keine Zeit, ich geh mal Osama suchen. Wenn wir denen Osama geben, geben die bestimmt Ruhe und wir können weiterhin Frauen quälen.” “Keine schlechte Idee. Osaaamaaa, leg mal deine Videokamera weg, wir müssen mit dir reden.”

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