werden uns an arm and a leg kosten. Jetzt weiß ich auch wieder, warum wir noch nicht Uluru-gucken waren. Die letzten Jahre hatte ich mir wohl eher eingeredet, weil Jaime noch zu klein war. Aber nee, weil es sauteuer ist und die Unterkünfte im Uluru-Resort – wenn man jetzt nicht gerade als Backpacker in einem Schlafsaal schläft – über 300 Schleifen pro Nacht kosten. Die Unterkünfte dort gehören alle zu derselben Firma – Lizenz zum Geld drucken fällt mir dazu ein – und deshalb habe ich gestern nur eine Nacht dort gebucht. Die restlichen Nächte werden wir zu einem Drittel des Preises pro Nacht in einem Hotel in Alice Springs verbringen.
Gerne hätte ich mir einen dicken fetten 4×4 gemietet, aber die Preise sind ja empörend. Wenn jemand einen viertürigen Kleinwagen Ende März dort sieht, dann könnten wir das sein. Hoffentlich passt unser Gepäck in den Kofferraum. Männer klemmen sich ja nur eine Kulturtasche unter den Arm und gehen auf Weltreise, aber bei Frauen – zumindest bei mir – verhält es sich etwas anders. Ich muss immer für alle Eventualitäten gewappnet sein. Obwohl ich denke, dass auch ich mich dieses Mal einschränken kann und muss. Vor allem kann ich nur 15 kg Gepäck mitnehmen und Billigairlines sind nicht dafür bekannt, dass sie bei Übergewicht großzügig sind. Die lassen sich jedes Kilogramm drüber tüchtig bezahlen.
Mich erinnert das jetzt daran, dass ich wie immer tierisch Übergewicht (Übergepäck?) hatte, als ich von Deutschland nach Hause fliegen wollte. Der ältere Herr beim Check-in in Düsseldorf rollte dann auch nur mit den Augen (Frauen! – sollte das heißen), als ich fragte, ob er mein Handgepäck nicht auch noch wiegen wollte. Er konnte sich gerade so das Grinsen verkneifen und meinte: “Als ob Sie nicht schon genug dabei hätten.” Ich habe dann ganz schnell drei Bücklinge gemacht und mich super schnell vom Schalter verkrümmelt. Sylvia und ich lachen da heute noch drüber, denn der Gesichtsausdruck des Mannes sprach wirklich Bände. Außerdem fand ich das richtig nett und großzügig von ihm und wenn er wüsste, dass ich heute noch manches Mal an ihn denken muss, würde er sich vielleicht freuen. Vielleicht erzählt er auch in einem Weblog oder beim Stammtisch von seinen “unmöglichen” Kunden und wie einmal diese Frau mit enorm vielen Gepäckstücken ankam und dann auch noch doof fragte…
Diese Nebenkosten fürs Auto mieten ärgern mich. Zum Beispiel die Premium Location Fee – klar, weil’s Outback ist, aber wenn keiner hinfahren würde, hätten sie auch kein Geschäft zu machen. Dann noch die Verwaltungsgebühr. Hallo? Jetzt muss man schon dafür bezahlen, dass man einen Auftrag erteilt. Und selbstverständlich werden auch die Vehicle Licence Fees auf den Kunden umgelegt und auch eine Versicherung sollte man abschließen. Dennoch bekommen wir 400 km frei und für jeden weiteren km müssen wir 0.25 Cents bezahlen. Da die Entfernungen recht groß sind, die wir abgrasen werden, könnten wir das Autochen doch am besten gleich kaufen. Naja, wir werdens überstehen, denn ganz ehrlich, die Streck von hier aus zu fahren – mit einem 9-jährigen (are we there yet?) ist der Albtraum jeder Mutter.
Entfernung Melbourne – Alice Springs 2262 km, Alice – Uluru ca. 452 km. Wie ich es drehe und wende, würden wir mit dem eigenen Auto fahren, müssten wir unterwegs noch einige Unterkünfte buchen, demnach würde es nun auch nicht billiger werden. Ist gut so wie es ist.
Wir freuen uns riesig, auch wenn es noch so lange dauert, bis es losgeht. Bis dahin hat die Kreditkarte aufgehört zu qualmen
Spritkosten, Essen und Eintrittsgelder bzw. evtl. geführte Touren, die wir buchen werden, werden sie dann wieder zum qualmen bringen. Übrigens muss man, da es Aboriginal Land ist, sich die Erlaubnis “erkaufen” überhaupt dorthin bzw. dort durchzufahren. Ich habe kein Problem damit, wird so pro Person um die 25 $ kosten, Jaime noch frei. Da John unbedingt den Ayers Rock hochklettern will, wird er dafür noch mal extra in die Tasche greifen müssen.
Und nein, wir machen nicht “auf Kredit” diesen Urlaub, aber solche Sachen im Internet oder per Telefon zu buchen, erfordert nun mal eine Kreditkarte. Man kann in diesem Land an jeder popeligen Ecke mit Karte bezahlen und das ist gut so. Schleppt man weniger Bargeld mit sich rum.
Also, Anfang April (drei A’s auf einmal – das geht nun wirklich nicht) – doch das geht sogar ohne überteuerte Schokolade – mein Gott, man merkt ich bin werbungsgeschädigt…wo war ich…? Ach ja, ich wollte sagen, im Frühling gibt’s dann hier die Millionsten Fotos von Uluru und Outback und so im Internet zu gucken. Als Frau braucht man schließlich was Eigenes.