aber mehr Infos zum Trip. Ich habe am Mittwoch den Lonely Planet (hier mal die deutsche Webseite und Firmengeschichte. Interessant!) geliefert bekommen und bin hellauf begeistert davon, wie viele wertvolle Infos da drin stehen. Es gibt verschiedene Routen. Wir könnten z. B. statt von Beijing von Vladivostok aus starten. Will ich aber nicht, weil ich ein Stückchen durch die Mongolei fahren möchte. Das wird ein Lifetime-Trip und da wir für 3 Personen zahlen müssen, wirds wohl noch ein paar Jahre dauern. Ich will auf jeden Fall - wenn ich schon da bin – auch was von China sehen. Damit fängts schon an. Auch die deutsche Bahn gibt keine Info im Internet darüber, wie teuer ein Zugticket von Moskau nach Köln ist. Macht aber nix. Ich denke, die Kosten sind im Moment zweitrangig, da ich erstmal tatsächlich genau planen – sprich lesen und entscheiden muss – wo wir unterwegs Station machen wollen. Was wollen wir sehen und erleben?
Ich weiß wirklich nicht, woher mein plötzliches Interesse an China und Russland kommt. Hat ja auch so einen schalen Beigeschmack…Kommunismus – bäh. Fällt mir eh immer nur Orwell zu ein…”all animals are equal, some animals are more equal than others..” Wenn ich mir aber die Karte im Reiseführer ansehe und realisiere, wie groß allein Russland ist, dann denk ich mir, ich will das mal sehen.
Und sagte ich überhaupt schon, dass der Lonely Planet von einem britischem Ehepaar, das als Hochzeitsreise von Europa durch Asien nach Australien über Land und so billig wie möglich gereist ist, vor 30 Jahren gegründet worden ist? Daraus resultierte der erste Reisebericht dieser Art. Als ich die Woche davor das Buch Flightless – Incredible Journeys without leaving the ground – geliefert bekommen hatte, hatte ich – wirklich wahr, ich schwöre – am späten Nachmittag zufällig einen TV-Bericht gesehen. Wusste gar nicht, dass hier so was wie Lonely Planet als Reisebericht läuft. Gucke ja kaum. Ich glaube, das ist so, wie wenn man sich eine bestimmte Automarke kauft. Vorher hat man die nie im Straßenverkehr wahrgenommen, sobald man aber selbst diese Marke besitzt, wimmelt es nur so davon in den Straßen.
Schade eigentlich, dass ich keinen Kontakt mehr zu meiner russischen Freundin habe. Damals wars ja entweder die Gehirnwäsche-Religion ihrerseits zu ertragen oder Abstand zu nehmen und geistig gesund zu bleiben. Wir hätten so schön russisch miteinander üben können…