Hitzerekord in Melbourne

und ich durfte dieses  historische  Ereignis  miterleben – 46.4 Grad. Damals, als die Mauer gefallen ist und meine Klassenkameraden gerade zufällig in Berlin auf Klassenfahrt waren, war ich leider nicht dabei gewesen. Da bin ich jetzt froh, dass ich auch mal Geschichte miterleben darf.

Ich war heute Mittag nur kurz unterwegs, da waren es erst Mitte Dreißig Grad.  Den Rest des Tages habe ich auf dem Bett unterm Ventilator zugebracht. Halb nackig – war nämlich alleine. Geschwitzt habe ich trotzdem, das Einzige, was mich wirklich aufrecht gehalten und getröstet hatte, war die Tatsache, dass es am frühen Abend gleich um 16 Grad und das innerhalb von einer Stunde, abkühlen sollte. Hat es auch getan, ist aber dennoch warm im Haus.

Außerdem riecht es nach Feuer, am Himmel sind viele Rauchwolken – um uns herum brennts. Für uns besteht so keine Gefahr. Öhm – bis jetzt – so wie ich das sehe. Den ganzen Tag über war es extrem windig, was natürlich die Bushfeuer angetrieben hat. Das gefährlich daran ist dann immer, wenn sich der Wind dreht. Dann hat man plötzlich eine zig Meter hohe Feuerwand.

Hier kann man sehen, wie so ein Feuer aussieht.

Falls überhaupt noch möglich, ist unser Garten noch trockener geworden. Ich weiß, ich habs schon erwähnt, aber es sieht aus wie im Herbst. Überall braune Blätter und auch meine Magnolie, die sich bislang reichlich tapfer ohne Wasser geschlagen hatte, hat heute verbrannte Blätter.