Wenn ich mit John Gassi gehe

dann machen wir das so unauffällig wie möglich. Halsband und Leine sollten auf keinen Fall mit Stacheln oder Nieten besetzt sein. Springt doch jedem zufällig vorbeikommenden Passanten sofort ins Auge. Beim ersten Mal wollte er  seinen Borat-String-Tanga anziehen, als  ich vorhatte mit ihm tagsüber über die Wiesen zu  tollen  und Stöckchen zu werfen.  “Schon mal einen Hund im Tanga gesehen?”, fragte ich ihn und hab ihn richtig – und ich meine – richtig streng angesehen. Hat gleich den Schwanz eingezogen. Er weiß mittlerweile, nur eine gewisse Strenge bringt schnelle Erfolge. Ich habe das ja immer schon gewusst.  Anfangs wollte er vor der Haustür auf dem Grünstreifen sein Geschäft erledigen. Das habe ich ihm  ganz flott abgewöhnt. Was sollen denn die Nachbarn denken? Einmal den Stock, den ich gerne benutze, um ihn zu trainieren, übers Hinterteil gezischt. Zack! Was glaubt ihr, wie schnell der jetzt bei Fuß krabbelt, wenn ich ihn rufe. Es gibt wirklich nichts ärgerlicheres, als unerzogene Johns.