Schon wieder einer vom Croc gefretten

langsam wirds langweilig. Da schwimmt ein Einheimischer irgendwo im Northern Territory in der relativen Nähe von Darwin mit seinem Bruder des nachts durch einen Croc infested Fluss. Nu ist er nicht mehr, der eine Bruder. Ob er wirklich überrascht war? Wir werden es nie erfahren.

Was eine echte Sauerei ist, dass man das Krokodil gejagd und getötet hat. Es gibt ja nur eins dort, deshalb konnte man es wohl eindeutig identifizieren.

Irgendwie muss ich jetzt an somalische Piraten denken. PIRATEN! Im Jahre 2009. Ich kenn die ja nur von  Marcos Playmobil Piratenschiff und Schatzinsel. Es fällt mir schwer den Ausdruck überhaupt zu benutzen und nicht an alte Schmöker zu denken. Wie auch immer. Diese dämliche französische Familie, die mit ihrer Jacht trotz Warnungen gerade in diesen Gewässern nicht zu segeln – samt zwei Kindern an Bord – als Piratengeiseln endeten, sind ja jetzt befreit worden. Einer der Erwachsenen an Bord ist allerdings tot. Sie hatten ja noch ein anderes Paar mit an Bord. So. Jetzt frag ich mich, muss das sein, dass man Kinder einem solchen Trauma aussetzt? Was Erwachsene machen ist mir – solange niemand sonst zu Schaden kommt – relativ schnurz. Verdammt noch mal, drückt doch nicht auf biegen und brechen eure Wünsche durch. Mich regt das total auf. Ehrlich!

Oster-Bilby

Die meisten Kinder wachsen auch in Oz mit dem Osternhasen – Easter-Bunny auf – der Oster-Bilby hat sich nicht wirklich durchgesetzt, wird aber durchaus im Shop als Schokoladen-Bilby zu Ostern verkauft. Übrigens habe ich die ersten Ostersachen – nicht gelogen – bereits irgendwann Mitte oder Ende Januar (ich sach nur Hochsommer! auch wenn die Supermärkte gut gekühlt sind – gesehen. Was einen ja gleich wieder völlig abturned (freie typisch deutsche Übersetzung – korrekt müsste es heißen – turns me off oder puts me off – also bitte kein Englisch über meine Blogbeiträge lernen wollen!)überhaupt, wenn es dann soweit ist, Osternaschereien zu kaufen. Hier werden riesige Ostereier – mal gefüllt mit irgendwelchen Bonbons, mal ungefüllt, in riesigen Verpackungen verkauft. Überdimensionale Dinger, an denen man bis Weihnachten knabbern kann. Aber natürlich auch normale Größen, eigentlich für jeden Geschmack und Geldbeutel verschiedene Größen. Mich würd interessieren, wie viel Umsatz an Schokolade gemacht wurde. Lächerlich.

Das ordinäre Kaninchen wird hier gehasst. In der freien Natur. Die bekloppten Engländer haben ja seinerzeit Hasen eingeführt, die sich – wie das die Natur der Hasen ist – im Rammel-Hasen-Style ratzfatz vermehrt haben und seither eine Plage sind. So hat man halt den Bilby als Ersatzosterhasen genommen, denn der ist nicht nur native to Australia, der ist auch beinahe ausgestorben. Ein kleines rattenähnliches Tier mit langer Schnauze.

Ostereier werden auch hier gesucht, meist jedoch Schokoladeneier. Im letzten Jahr habe ich noch brav ein paar Ostereier gefärbt – die Farbe dafür bekomme ich nur im Continental Shop (alles importierte Ware zum 3fachen Preis wie im Ursprungsland), da aber wirklich kaum jemand in unserer Familie Eier isst, habe ich dieses Jahr drauf verzichtet. Gibt es halt nur Schokoladeneier zum Suchen im Garten – auch gut. Bei uns gegenüber ist der botanische Garten unseres Ortes und die veranstalten grundsätzlich Ostereiersuchen für Kinder. Findet man auch woanders hier, vielleicht werden die Suchen auch hier und da von Vereinen organisiert. Im Grunde also wird hier nicht anders gefeiert, als in Deutschland.

Wir haben zwar auch den Ostermontag als Feiertag, aber das ist ein typischer australischer Feiertag, an dem die meisten Geschäft und Supermärkte geöffnet haben und diejenigen die arbeiten müssen, bekommen doppelt oder 2.5 fachen Stundenlohn – so genau weiß ich das jetzt nicht, wie Feiertage bezahlt werden.

Ich habe in meinem Haus null Osterdekoration. Zum einen habe ich kein Talent zum Basteln und zum anderen keinen Platz, um was abzustellen. Fensterbänke besitzen wir nicht wirklich. Bis auf drei Räume gehen die Fenster bis zum Boden und das, was in deutschen Häusern als Fensterbank durchgeht, ist hier schnöder Fensterrahmen – also viel zu schmal. In den Räumen, in denen die Fenster nur “halb” sind, dito. Meine Schwester in D. hat ja früher immer tolle Dekos gehabt und auch viel mit den Kindern gebastelt. Hab sie immer heiß drum beneidet, aber ich habe keine Geduld für Fummelkram. Mittlerweile sind ihre Kinder älter, es hat nachgelassen und Zeit hat sie eh keine mehr. Dennoch würds mich nicht wundern, wenn sie hier und dort doch was österliches stehen hätte. Bei mir siehts aus wie immer. Andererseits bin ich auch nicht religiös. Da Ostern nach wie vor was mit Religon zu tun hat, kann ich auf die übliche Deko gerne verzichten.

Morgen fahren wir mit dem Zug nach Melbourne, auf den Queen Victoria Markt, der tatsächlich am Ostersonntag geöffnet ist. Freu mich drauf, war schon lange nicht mehr da und da mein Mann ohnehin arbeitet, hab ich auch keine Lust zu Hause herumzuhängen.