wäre das Leben herrlich. Vor einigen Jahren haben wir alle Türen im Haus plus Türknaufe ausgetauscht. Mit diesen Türknaufen konnte ich mich nie so richtig anfreunden und schön sehen sie auch nicht aus. Jetzt haben wir Türklinken, die von meinem Mann beim Öffnen einer Tür dermaßen runtergeramscht werden – grad so als wollte er Armwrestling machen – dass mindestens drei der Klinken grundsätzlich auf “Halbmast” stehen. Mich regt das auf. Dieses Geramsche. Wieso ist der Mann nicht in der Lage eine Türklinke normal zu bedienen? Und wer mir jetzt mit dem Unterschied zum Türknauf kommt, der irrt. Das hat er mit den Dingern auch schon so gemacht. Das Nervigste – sofern es da überhaupt noch einen Unterschied gibt – ist, dass auch Jaime sich das angewöhnt hat. Ist die Tür meines Arbeitszimmers geschlossen, ramscht er die Türklinke herunter, dass ich bald vor Schreck vom Stuhl falle. Beide reißen die Türen auf, als gelte es einem Massenmörder zu entkommen, dass ich mir jedes Mal denke – meine Herren, es geht hier nicht um Leben oder Tod - und je nach Hormonspiegel nix sage oder ausraste.
Muss das sein?
Es gibt bestimmt einige – wenige – kaum der redenswerten Eigenschaften meinerseits, die meine Familienmitglieder in den Wahnsinn treiben. Und das sage ich jetzt auch nur, um eine Art Ausgewogenheit aufkommen zu lassen. Perfekt wie ich bin, gibts so eigentlich nichts zu meckern. Dass ich häufig die Bettdecke klaue, meine ich, muss ein Mann einfach abkönnen. Was haben die auch eine riesige Bettdecke für zwei Personen? Dumme Sitte!