Wenn doch alle nur so perfekt wären wie ich

wäre das Leben herrlich. Vor einigen Jahren haben wir alle Türen im Haus plus Türknaufe ausgetauscht. Mit diesen Türknaufen konnte ich mich nie so richtig anfreunden und schön sehen sie auch nicht aus. Jetzt haben wir Türklinken, die von meinem Mann beim Öffnen einer Tür dermaßen runtergeramscht werden – grad so als wollte er Armwrestling machen – dass mindestens drei der Klinken grundsätzlich auf “Halbmast” stehen. Mich regt das auf. Dieses Geramsche. Wieso ist der Mann nicht in der Lage eine Türklinke normal zu bedienen? Und wer mir jetzt mit dem Unterschied zum Türknauf kommt, der irrt. Das hat er mit den Dingern auch schon so gemacht. Das Nervigste – sofern es da überhaupt noch einen Unterschied gibt – ist, dass auch Jaime sich das angewöhnt hat. Ist die Tür meines Arbeitszimmers geschlossen, ramscht er die Türklinke herunter, dass ich bald vor Schreck vom Stuhl falle. Beide reißen die Türen  auf, als gelte es einem Massenmörder zu entkommen, dass ich mir jedes Mal denke – meine Herren, es geht hier nicht um Leben oder Tod  - und je nach Hormonspiegel nix sage oder ausraste.

Muss das sein?

Es gibt bestimmt einige – wenige – kaum der redenswerten Eigenschaften meinerseits, die meine Familienmitglieder in den Wahnsinn treiben. Und das sage ich jetzt auch nur, um eine Art Ausgewogenheit aufkommen zu lassen. Perfekt wie ich bin, gibts so eigentlich nichts zu meckern. Dass ich häufig die Bettdecke klaue, meine ich, muss ein Mann einfach abkönnen. Was haben die auch eine riesige Bettdecke für zwei Personen? Dumme Sitte!

Arbeitgeber spähen Profile ihrer Mitarbeiter

in irgendwelchen social websites wie Facebook, myspace, twitter, youtube, blogs und wie sie alle heißen aus. Zumindest gibt es hier seit einigen Monaten eine Firma, die sich direkt darauf spezialisiert hat. Toller Job, das ganze Gesülze analysieren zu müssen, das online verbreitet wird. Möcht ich nicht geschenkt haben so einen Job. Schätze die Firma wird tüchtig verdienen und womöglich zügig expandieren.

Argumentiert wird, wer seine Profile nicht für die Öffentlichkeit sperrt, kann von Hinz und Kunz eingesehen und gelesen werden, folglich auch von Arbeitgebern. Was ja im Prinzip richtig ist. Nur das schon so mancher Mitarbeiter entlassen wurde - grad kürzlich noch – weil er einfach nur gesagt hatte, er sei müde arbeiten zu gehen, dürfte so nicht sein. Ich hoffe jedenfalls, dass einige sich wehren und vors Arbeitsgericht ziehen. Wer natürlich die Firma, für die er tätig ist,  durch den Kakao zieht usw. schädigt den Ruf der Firma und muss meiner Ansicht nach zurecht gehen.

In Amerika sind zwei Domino Pizza Franchise Mitarbeiter gefeuert worden, weil sie auf youtube Filmchen abgeladen haben, indem sie mit dem Essen rumschmieren und angeblich an Kunden verkauft haben. Vom Ekelfaktor einmal abgesehen – sie behaupten es wäre ein Gag gewesen und sie hätten nicht wirklich das Essen an Kunden verkauft – muss die Dummheit dieser Teenies bestraft werden. Dominos Pizza will sie jedenfalls wegen Rufschädigung verklagen. Vorher nachdenken sach ich nur und habe null Mitleid mit solchen Spinnern.

Dass man nicht hungrig einkaufen

gehen sollte, wissen wir ja schon seit Jahren. Ich auch. Nur manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden. So haben wir heute einen persönlichen Rekord im Supermarkt an der Kasse erlangt. 270 $ – schlappe 100 $ mehr, als beim vorletzten Einkauf. Die Vorräte müssen jetzt bis Weihnachten vorhalten. Mindestens!