Zwiebelfisch bittet zur Abstimmung

über das schönste norddeutsche Wort. 10 der Wörter hab ich noch nie gehört. Liegt daran, dass ich nicht aus dem “hohen Norden” bin. Mein Favorit ist bräsig. Zwar eher selten bis nie benutzt von mir, dennoch wohl bekannt. Und irgendwie sagt bräsig doch so viel aus und das nur mit einem Wort.

Übrigens ist mir heut schon den ganzen Tag über richtig kodderig. Zuhause weiß da jeder, was ich meine, hier muss ich umständlich sagen…I feel sick…wobei ich mich nicht krank fühle, sondern nur kodderig.

12 Antworten zu Zwiebelfisch bittet zur Abstimmung

  1. Ach ja, bräsig, von mir vor Monaten mal benutzt und auf Unverständnis gestoßen. Googeln half auch nicht weiter. Ich kenne das Wort nur in der Verbindung “bräsig sitzen”, in der Bedeutung sich dumm-dreist und selbstgefällig (!) breit machen. Obwohl das Wort bei Google kaum Treffer hat, liest man es in letzter Zeit häufiger in den Medien (na ja, Spiegel und Stern sind eben norddeutsch), aber auch im Fernsehen wird es jetzt vereinzelt verwendet. Scheint in Mode zu kommen, wie auch neuerdings der Ausdruck “Chapeau”, den ich bisher nur von Fontane kannte.

    Das einzige Wort, das ich nicht kenne, ist luschern.

  2. Ja, “tüdelig” kenne ich auch als “leicht verwirrt”, Tüdelkram aber mehr als nutzloses Zeug. Wie benutzt ihr die Begriffe?

  3. Nachtrag:
    Wenn ich so in mich hineinhorche, ist mir als hätten wir “Tüterkram” gesagt, nicht nur für nutzloses sondern auch für sinnloses Zeug.

    Mein Man kommt gerade an mit dem Wort “Tünkram” als Variante.

  4. Ich genauso wie du sie auch benutzt. Mir fällt noch tineff ein für Kitsch/Kram, weiß aber nicht, wie sich das richtig schreibt.

  5. Tineff ist wohl Gesamtdeutsch, kommt aus dem Jiddischen, wie viele Ausdrücke. Im Moment fällt mir nur noch Mischpoche ein.

  6. Chutzpe fällt mir aus dem jüdischen ein. Ach so wg. Tineff. Weiß es manchmal wirklich nicht mehr, wo was benutzt wird. So wie einige von Bastians Wörtern doch so alltäglich im Gebrauch waren, so weniger habe ich drüber nachgedacht, dass man in anderen Bundesländern eher nix versteht. Aber geht mir ja auch so. Wenn jemand so richtig losbayert, versteht ich nicht viel.

  7. Wie wahr, wie wahr. Kenne ich, denn ich muß in der Diaspora leben. Beim Schlachter (hier: Metzger) habe ich zu Anfang Wurst nur gekauft, indem ich mit dem Finger drauf zeigte, nachdem man mir (ich guckte nicht hin) statt des viertels Mettwurst (kannte ich nur als Hartwurst, wie Cervelat- oder Plockwurst) so was weiches in die Hand drückte, was wir als Kinder mit Bohrwurst bezeichneten.

  8. “So ein Fazke!” Wenn man eine Person beschreibt die man nicht leiden kann. Bedeutet so viel wie “jemand, der eitel / arrogant / eingebildet / selbstverliebt ist”