Sinnfreie Nachricht in eigener Sache

Wer aufmerksam war, dieses Blog liest und seit gestern mal in die Browserzeile gesehen hat, wird gesehen haben, dass dort jetzt ein Minifoto neben der URL erscheint, wenn meine Webadresse aufgerufen wird. Hach ist dieser technische Schnickschnack nicht süß? Eigentlich sollte mein Avatar angepasst werden – das Foto also ausgetauscht werden – das ist noch nicht passiert. Komischerweise dauert das bei wordpress manchmal Stunden bis Tage.

Und da eine sinnfreie Nachricht in der Regel die andere ablöst, schicke ich noch eine hinterher:

Mein Ellenbogen schmerzt wie doof, ich habe eine blöde Haltung, wenn ich zu viel mit der Maus arbeite (Silikonkissen fürs Handgelenk ist vorhanden) nützt aber meinem Ellenbogen nichts, wenn ich meine Haltung nicht entsprechend anpasse. Und weil ich wahnsinnig viel in den letzten Tagen geschrieben habe – lauter sinnfreie Sachen – muss ich meinem Arm dringend eine Pause gönnen.

Ich schicke deshalb ein Schönes Wochenende euch allen in die Runde und ziehe den Stecker meines virtuellen Lebens für ein paar Tage.

Gregory Peck, Ava Gardner, Fred Astaire und Anthony Perkins

haben vor 50 Jahren einen Film in Australien gedreht. Teile davon sind auch in Berwick – meinem Wohnort und in Frankston (ab und zu fahren wir mal dorthin zum Strand) gedreht worden. Und zwar ist das Drehbuch nach einem Bestseller von Nevile Shute aus Langwarrin (auch nicht so weit weg von uns) geschrieben worden. Und da ich gerade den wiki Artikel überflogen habe, sprang mir natürlich A Town like Alice  ins Auge. Kommt mir so bekannt vor, ich weiß, es ist irgendwann mal verfilmt worden, aber ich habe keine Ahnung, ob man sich da ans Buch gehalten hat. Da Alice sich auf Alice Springs bezieht und ich grad erst dort war, besorge ich mir doch flugs das Buch.

So was erfährt man, wenn man mal lokales Käseblatt liest. Der Film heißt übrigens On the Beach und ich habe nicht the faintest idea, ob der any good ist. Bei wiki – der ich nicht unbedingt vertraue – steht, der Autor war nicht wirklich happy mit der Umsetzung einiger Szenen. Alles egal. Mönsch – wusste doch immer, dass ich in einer tollen Gegend wohne.

Anfang Mai wird der Film irgendwo hier gezeigt mit rare location footage. Das würd mich schon interessieren!

Die Abartigkeit der Berichterstattung

trifft mich heute Morgen mal wieder mit voller Wucht. Meine homepage ist eine Nachrichtenseite und was sehe ich? Ein Röntgenbild von einem Schädel eines ermordeten jungen Asiaten mit 27 nailgun Schüssen kreuz und quer im Kopf. Muss so ein Foto auf der Starseite stehen? Genügt nicht ein Artikel? Vielleicht hätte ich auf den Link zum Artikel geklickt und wäre dann mit so einem Foto konfrontiert worden, was auch nicht schöner  gewesen wäre. Will das wirklich jemand sehen?

Und bin ich jetzt nicht genauso ekelig, dass ich darüber schreibe? Sollte man solche Nachrichten nicht einfach ignorieren? Sollte ich mir nicht abgewöhnen hin und wieder solche Artikel aufzugreifen? Bin ich abgestumpfter, als mir lieb ist? Damit muss ich mich tatsächlich intensiver beschäftigen. Nun ist das Leben nicht ein einziger schöner Sommertag, aber diesen Blog führe ich doch im Grunde, um auch hin und wieder tatsächlich über Gepflogenheiten und das Leben hier zu berichten. Nachrichten dieser Art kann der Leser ja überall sonst lesen.

Was mich zu einem Bild im Stern vor ein paar Tagen bringt. Über einen Zeitraum von ein paar Tagen habe ich dieses Foto zur Bildergalerie auf deren Startseite gesehen. Zwei junge Männer – im Augenblick ihres Todes? – die an die Absperrung vor Jahren bei einem Fussballspiel, in England, von einer Menschenmasse gequetscht wurden. Auch hier wieder die Frage: muss das sein? Haben Verletzte, Tote, Hinterbliebene keine Privatspähre? Mich hat das Foto total aufgeregt.

Sollte ich mir schlicht abgwöhnen überhaupt noch Nachrichtenseiten zu lesen? Fernsehen schaue ich ja ohnehin sehr wenig, Nachrichten äußerst selten. Da kann ich doch gut und gerne auch aufs Lesen verzichten. Ich muss nicht alles wissen und vor allem nicht sehen.

Ein 11-jähriges Mädchen, ganz in der Nähe von uns, das auch in Jaimes Schule ging ist gestern bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Als mein Mann mit Jaime ins Klassenzimmer kam, saßen alle Mädchen dort und weinten. Sie hatten schon gehört..

Niemand sollte so jung sterben, niemand sollte ermordet werden.

Es wird Zeit, dass ich mal wieder Abstand gewinne und meine Zeit sinnvoller nutze, als mit Nachrichten lesen.

Alle rasen zum Ayers Rock

steht sinngemäss im Spiegel Artikel, dabei gibt es so viel mehr im Outback zu sehen. Ja, stimmt. Dafür benötigt man schon mehr Tage, als die üblichen 4 oder so. Der Artikel liest sich sehr wohlgefällig, in der Tat so wohlgefällig, dass man durchaus auf Seite 1 die wahre Bedeutung der Aussage überlesen könnte, die mir natürlich – als Rächerin der ungerecht behandelten Menschen – sofort ins Auge springt.

Schreibt der Autor, dass ein bestimmter Ort in der Nähe von Alice Springs nach der Lehrerin Ida Standley benannt wurde, die Kinder aus der Beziehung zwischen Weißen und Aborigines unterrichtete und wirklich sehr nett zu ihnen war. Viel netter, als manch ein Einheimischer.

Wem an dieser Stelle nicht einfällt, das Kind beim Namen zu nennen, sollte wirklich einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen. Diese Kinder, sind die von der Regierung seinerzeit sogenannten halfcast children – hier und im Rest der Welt besser bekannt als die Stolen Generation. Die Kinder, die ihren Eltern weggenommen wurden und in Heimen großwurden oder als billige Arbeitskräfte missbraucht wurden.

Aber vielleicht wollte der lokale Gästeführer auch nur eine Geschichte beschönigen, die so hässlich war, dass man sich heut noch dafür schämen muss. Wäre schön gewesen, wenn es dem Spiegel Autor aufgefallen wäre.

Monsta-BH

Im Gegensatz zum Gangsta-Rapper  bei dem sich der mit Goldkitsch-Ketten bekleidete – in der Regel farbige (neuamerikanisch und politisch korrekt Afro-American) Rapper in  Mützen, Caps oder Hüten präsentiert – selbstverständlich farblich passend zum weißen Anzug – kommt so ein Monsta-BH eher bescheiden im Design daher.

Die Trägerin kann ohne größere Unannehmlichkeiten in eine Zentrifuge klettern (alternativ in einem Kampfjet fliegen) und sicher sein, dass er die Schwestern fest im Griff hält – eben dort, wo sie gestern noch waren. Dass das Atmen jetzt etwas schwerer fällt, sollte nur wenig bis gar keinem Gewicht beigemessen werden, wiegt doch die jetzt formvollendete Brust diesen winzigen Nachteil wieder auf.

Spätestens wenn frau ihre Lippen kunstvoll mit super lustrous Lipstick von Revlon – Raisin Rage 630 – schminkt – und festgestellt hat, das genau dieser Farbton bei einer anderen Marke schnöde Nr. 05 heißt – was im Grunde völlig bedeutungslos ist, weil diese Frau seit Jahren den gleichen Farbton nimmt – hat sie den korsettartigen BH vergessen.

Warnung! Der Kauf eines Monsta-BHs kann eine bis dahin glückliche Beziehung zum Partner zerstören, sofern es sich nicht um eine mindestens fünfjährige Beziehung handelt.

Tipp! Wer weder in Zentrifugen schleudert, noch in Kampfjets fliegt kann sich die Anschaffung eines Monsta-BHs  sparen,  stattdessen lecker Essen gehen, die gesamte Verwandtschaft dazu einladen und immer noch preisgünstiger dabei wegkommen.

Munter bleiben! Atmen ist überbewertet.

Pity für Kasino-Verlierer

Dem ehemaligen Blackjack Dealer (Croupier) Wai Pen Hei (53) tat es leid, wenn einige Leute beim Kartenspielen an seinem Tisch im Crown Casino – Southbank – zu viel Geld verloren haben oder dabei waren zu verlieren. Da hat er mal eben ein bisschen zu Gunsten der Spieler geschummelt. Sei es, dass er zu viel Jetons zurückgegeben hat, sei es das er Bemerkungen machte, die darauf schließen ließen, dass er als Dealer die besseren Karten hatte. Wenige Wochen im Januar 08.

Ich bedanke mich bei Wai Pen Hei für sein großes Herz. Das Gericht hat ihn, da er sich nie zuvor etwas hat zu Schulden kommen lassen und sich nicht selbst bereichert hat, zu einem Jahr auf  Bewährung verurteilt. Zusätzlich muss er 1200 $ Strafe zahlen. Den finanziellen “Schaden” fürs Kasino, der sich auf über 2300 $ beläuft, muss er nicht bezahlen. Wai Pen Hei ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet wieder in seinem Beruf als Elektroingenieur.

Wir wünschen Wei Pen Hei alles Gute für die Zukunft :-)

Ohne dies nicht das und ohne das nicht dies

Willkommen beim Notruf in Sydney. Bitte rufen Sie nur an, wenn sie eine Straße und Hausnummer nennen können, zu der wir Hilfe schicken können.

Der 17-jährige David aus Sydney hat sich – trotzdem er ein sehr erfahrener Bushwalker war – in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney verirrt. Nachdem er einige Telefongespräche mit der Notrufzentrale getätigt hat – und darum gebeten hatte, dass man ihm Hilfe schickt, fragte die Telefonsusi ständig nach einer Adresse. Der Junge konnte zwar ungefähr angeben, wo er sich befand – und normalerweise werden dann auch Suchtrupps logeschickt – aber nicht in diesem Fall. Denn Telefonsusi hatte sich nicht die Mühe gemacht sich Notizen über den Aufenthalt von David zu machen. Ferner hat sie es versäumt ihren Supervisor von den Notrufen in Kenntnis zu setzen.

Das tut ihr jetzt wirklich wirklich leid. Davon hat David wirklich wirklich nichts mehr, denn der konnte nach drei Tagen nur noch tot geborgen werden.