ist eine Herausforderung, der ich mich im Moment stelle. Ganz schön tricky nicht zu kitschig oder pornografisch zu schreiben. Einen Mittelweg zu finden, der sich flüssig und glaubwürdig liest.
Beiträge vom Mai 2009
Kids im Nebel
31 Mai, 2009 · Kommentare sind deaktiviert
Footballsaison – ich fange an Sonntage zu hassen. Treffen 9.15 Uhr, John arbeiten und ich hätt gerne noch vier Tage weiter geschlafen. Stattdessen fahre ich durch Nebel zum Platz, an dem es noch nebeliger ist und stehe dumm herum, bis endlich um 10 Uhr Anstoß ist. Ich bin die Einzige, die alleine gekommen ist und niemanden kennt – sehr unterhaltsam. Wie gut, dass ich einen mp3 mitgenommen habe, Bob Dylan und Robert Smith nölen mir in die Ohren, der Nebel lichtet sich und endlich kommt die Sonne raus.
Bald geht sie wieder unter. Heute muss ich unbedingt früher ins Bett, die letzten beiden Nächte habe ich mal wieder zum Tag gemacht. Tüchtig was geschrieben – tagsüber wäre mir lieber.
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Klobürstengespräche
28 Mai, 2009 · 6 Kommentare
liegen mir nicht unbedingt, empfinde ich als unappetitlich und müssen in meiner Familie eigentlich nicht mehr erörtert werden. Die Zeiten der eindeutigen Spuren in Toiletten und der gequirlten Sch…. in Klobürsten liegt seit der Kleinkinderzeit meiner Kinder hinter mir. Nun bin ich zwar einigermaßen abgehärtet – wer nicht, wenn er Kinder hat? – aber ich erwarte von meinen Besuchern entweder zu Hause zu kacken oder die Bürste zu benutzen. Ja, soll ich da noch hinterher schrubben? Eine echte Zumutung so was.
So baute ich mich gestern vor zwei knapp 10-Jährigen auf und fragte wer die Toilette schmutzig hinterlassen hatte. Ich wusste ganz genau, wer das gewesen war, wollte aber dem Täter Gelegenheit geben zu seinem mess zu stehen. Nä stimmt gar nicht, ich wollte dem Täter eine nette Lektion erteilen, denn 1x hatte ich ihm das schon durchgehen lassen. Der Freund meines Sohnes sagte dann auch wahrheitsgemäß, dass er das gewesen sei und ich zeigte mit einem Tramperdaumen Richtung Badezimmer. Die Geste scheint universal zu sein. Klo wurde gereinigt, sich entschuldigt und nun darf ich gespannt sein, ob der Junge sich das in meinem Haus noch einmal erlaubt. Ich würde nämlich wirklich sehr sehr ungern das Thema bei seinen Eltern anschneiden – so gerne rede ich nicht über Klobürsten – und ich bin really really nicht scharf darauf Toiletten kontrollieren zu müssen.
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Vergesslichkeits- und Stammelphase
28 Mai, 2009 · 2 Kommentare
geht jetzt in die „Ich kann mich nicht entscheiden Phase“ über. Böse Männer behaupten ja, Frauen könnten sich ohnehin nicht gut oder nicht schnell genug für was auch immer entscheiden – alles Käse – wie ich meine. Meinte, müssste es heißen. War ich bislang recht entscheidungsfreudig, weiß ich im Moment nicht, was ich lieber tun möchte. Oder als erstes tun möchte. Ob ich was kaufen möchte oder nicht. Aus dem Haus gehen möchte oder nicht…usw. Komme mir vor wie ein kleines Kind, dass alles gleichzeitig angrabbelt, alles anfängt und nichts wirklich zu Ende bringt. Super. Gaaanz klasse. Vor allem war gestern richtig doof, dass ich mich entschieden hatte mit zum Football Training zu fahren, obwohl John zu Hause war und dann mit Jaime hinfährt. Dachte ich mir, nimm doch mal die Kamera mit, gibt ja häufig einen tollen Sonnenuntergang während des Trainings. Yep. Betonung liegt hier auf häufig. Es wurde einfach so langweilig dunkel. Unerhört.Und wieso der Verkehr weniger stark war, als an den Tagen, an denen ich fahren muss, kann ich mir auch nicht erklären. Ab Bahnübergang ist es immer besonders nervig. Die ganzen Schilder und die zwei neuen Ampeln, die zwei anderen Ampel, auf den nächsten 200 Metern – es leuchtet und blinkt, ständig gibt es einen Rückstau, dass ich mich fürchterlich konzentrieren muss, nicht eine rote Ampel zu übersehen oder dem Vordermann in die Karre zu fahren, weil der plötzlich stoppen muss, da die Rechtsabbiegerspur verstopft ist. Irgendwie sieht alles so rödelig aus. Auch im Dorf – wobei man auf dem Foto nur die Hälfte der Straße sieht.
Nachdem ich mit dem Hund meine Runde gelaufen war und mich auf einer Bank niedergelassen hatte, kamen drei kleine Mädchen zu mir. Die redeten alle gleichzeitig auf mich ein und fummelten ganz hektisch am Hund herum. Die Kleinste von ihnen hatte ich nach ihrem Alter gefragt. Hielt sie einen Moment in ihrem Redeschwall inne, guckte mich an, zuckte mit den Schultern, sagte: I don’t know mit einer Betonung, die mir sagte…es gibt wichtigeres im Leben, als das zu wissen und redete weiter. Sehr animiert übrigens. Beneidenswert nicht zu wissen, wie alt man ist. Ich kenne jetzt auch die halbe Familiengeschichte mir gänzlich fremder Menschen. Nach gefühlten drei Tagen haben sie dann doch das Interesse an mir und dem Hund verloren und rannten die Stufen zum Trainingsplatz hinunter.
Ach nee, war schon niedlich, wie freundlich und aufgeschlossen die Kinder waren. Auch wenn ich ständig aufpassen musste, dass Sharny, die Jüngste von ihnen, dem Hund nicht unbeabsichtigt vor lauter Streichelbegeisterung die Ohren vom Kopf drehte oder den Schwanz als Kurbel benutzte.
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Deutschland besteht nur aus einem Bundesland
26 Mai, 2009 · 5 Kommentare
und das ist Bayern. Hatte ich glaube ich, schon mindestens einmal erwähnt. Deshalb sind deutsche Restaurants im Ausland grundsätzlich bayrisch angehaucht. Der gebildete ausländische Tourist weiß das natürlich und darf deshalb nicht das Oktoberfest verpassen. Persönlich könnt ich mir ja nix Schlimmeres vorstellen, als in zugigen Zelten zu sitzen, zu saufen und Touristen dabei zuzusehen, wie sie sich zu Deppen machen. Dass aber der Lonely Planet – Ausgabe: Europe on a shoestring am Anfang des Reiseführers aus sämtlichen europäischen Ländern, die in der Ausgabe besprochen werden, für Deutschland ein Foto von Menschen im Zelt beim Oktoberfest ausgesucht hat – statt was wirklich Schönes – was meine Heimat eher repräsentiert – nehme ich denen echt übel. Gradezu empörend finde ich das. Denen schreibe ich einen bitterbösen Brief. So!
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Australier sind rassistisch und hinterwäldlerisch
26 Mai, 2009 · 4 Kommentare
sagte der ausscheidende Telstra big boss (Amerikaner) nach vier Jahren in Australien zum Abschied. Flugs gibt es auf der Age Webseite eine Umfrage und mittlerweile beinahe 300 Kommentare zum Artikel. Ich habe weder Lust, noch die Zeit mir Hunderte von Kommentaren durchzulesen, also habe ich mich mit den ersten beiden Seiten begnügt und die Mehrheit der Kommentatoren geben ihm Recht. Bei der Umfrage stehts im Moment tatsächlich fifty fifty, ob Australier rassistisch und rückständig sind, oder nicht. Nach elf Jahren Australien kann ich dem Mann nur Recht geben. Man braucht hier nicht allzu tief an der Oberfläche zu kratzen und weiß was Sache ist. Da nützt dem Land die einzigartige Natur auch nix.
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Hab ich Arschloch auf der Stirn stehen?
25 Mai, 2009 · 5 Kommentare
Hatte ich John heute gefragt, weil ich mich fürchterlich über etwas aufgeregt hatte, was mit ihm allerdings rein gar nichts zu tun hatte. Wie das so ist, erwartet man auf eine rhetorische Frage keine Antwort. Ich habe aber eine bekommen…Ja, meinte er, ist ein bisschen verwischt, aber man kann’s noch lesen. Was ich ziemlich lustig fand und mein Ärger war verflogen. Ich liebe Schlagfertigkeit.
Seit einigen Tagen ist mit mir nichts los. Ich habe das Gefühl ich habe die Hälfte meines Gedächtnisses verloren. Ich vergesse die einfachsten Dinge – mag auch oft daran liegen, dass sie mich so gar nicht interessieren – stammel blödsinnig herum, dass es mir schon selbst auf den Nerv geht. Wer auch immer in den letzten 7 oder mehr Tagen zum ersten Mal Kontakt mit mir hatte, muss denken, ich hätt ne Macke. Peinlich.
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Siehste was? Wirste gesehen?
24 Mai, 2009 · 2 Kommentare
Mit meinem shinyshiny brand new super Laptop hocke ich schon seit Stunden aufm Soffa und lese gepixelte Nachrichten aus der Blogwelt. Während John und Marco arbeiten und Jaime sich dem Kindsein bei Freunden hingibt. Es gibt noch entspannte Sonntage! Diesen Beitrag – wenngleich alt – finde ich äußerst amüsant. Jetzt weiß ich auch, warum manche Leute im Fernsehstudio so beknackt gucken. Oder man dort kaum bis gar nicht hässliche Menschen zu Gesicht bekommt. Es sei denn man geht zu Hausbesichtigungen und guckt sich Fotos an, die an den Wänden hängen. Von Babys mit sehr großen Augen, die sie erstaunt aufreißen, wenn sie in die Kamera gucken und der Fotograf über ihnen steht. Das gibt dann Froschaugen, die weder – und das möchte ich ausdrücklich betonen – schön, noch niedlich sind. Vielleicht sollte der Fotograf das nächste Mal eine andere Perspektive wählen, ihm jemand die Kamera über den Schädel schlagen oder verbieten die Bilder im Wohnzimmer auszustellen. Man kriegt ja nen Totschreck, wenn man so was sieht. Kennt ihr diese Grußkarten mit den Tieren, die photogeshopte Glotzaugen haben? Will man so was an der Wand haben?
Grad gut kann ich mir vorstellen, wie Besucher so was doofes sagen (Besucher meinen ja immer über Kinder kommentieren zu müssen) wie: Look at you…(Stimme dazu passend etliche Oktaven höher) haven’t you beautiful big eyes, now have you? Wenn ich so was höre, dreht sich mir der Magen um. Ich halt ja meinen Mund, wenn ich ein Baby nicht schön finde, aber manche können das einfach nicht und lügen, dass sich die Balken biegen. Das Interessante daran ist ja, sie tun das tatsächlich völlig unaufgefordert.
Was man auch völlig unaufgefordert macht ist dieser Eiertanz auf dem Gehweg oder im Supermarkt oder wo auch immer einem Menschen entgegenlaufen. Beide Personen weichen gleichzeitig in dieselbe Richtung aus und weil das Tanzen so schön ist und man damit herrlich seine Reflexe trainieren kann, macht man’s gleich nochmal. Manchmal kann man ja gemeinsam drüber lachen, manchmal nicht. Ich geb zu, man kommt sich schon extrem idiotisch vor dabei, aber wenn ich merke, dass mein Gegenüber die Mundwinkel total angenervt nach unten gezogen hat, dann mache ich das noch einmal absichtlich. Das bleibt aber unter uns!
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Erst 24
23 Mai, 2009 · 5 Kommentare
und schon so unsympathisch. Es passiert mir wirklich sehr selten, dass ich Menschen, denen ich zum ersten Mal begegne absolut unsympathisch finde. Wenn es aber passiert, habe ich den Eindruck, es beruht auf Gegenseitigkeit. Interessant, wenn man bedenkt, dass man nur wenige Sekunden hat, um einen ersten Eindruck zu bekommen, der sich oft bestätigt. Was ist es bloß, dass jemanden einen Menschen innerhalb dieser Sekunden ablehnend gegenüber verhalten lässt. In den letzten Jahren ist es mir gleich 2x passiert. Dabei waren die Leute rein äußerlich total angepasst. Nicht ungepflegt oder gar asozial im Verhalten. Einer war ein Freund meines Mannes, der aus Perth gekommen war. Sie hatten sich schon Jahre nicht gesehen und ich mochte ihn nicht und er offensichtlich mich nicht. Ich fand den Typen saublöd. Die zweite Person ist Jaimes Lehrerin. Grade mal zwei Jahre liegt die Uni hinter ihr. Lächeln habe ich sie noch nie gesehen. Ich dachte mir gestern, als ich mit ihr sprechen musste, entweder ist die Trulla total unsicher, full of herself (arrogant hoch zehn) oder hat Null Menschenkenntnis. Oder eine Mischung. Ich bin jedenfalls froh, wenn das Jahr um ist und hatte mit den vier anderen Lehrerinnen nie solche Probleme. Es kann natürlich auch sein, dass die Frau den falschen Beruf gewählt hat – was mir persönlich völlig schnurz wäre – wäre da nicht mein Sohn, auf den sie losgelassen wird.
Jetzt wo ich drüber nachdenke, fällt mir auf, dass dieser Freund von John auch nicht ein einziges Mal gelächelt hatte. Noch nicht einmal bei der Begrüßung. Fucker!
Kategorien: Keine Schublade
Meine Gier kennt kaum Grenzen
23 Mai, 2009 · 5 Kommentare
und deshalb hatte ich mir ja kürzlich 2 deutsche DVDs bestellt. 2x Till Schweiger. Die Stimme, ja wie soll ich sagen, also die Stimme könnte angenehmer maskuliner sein, aber ansonsten find ich den Film, den ich mir gestern angesehen habe – Wo ist Fred? – echt witzig. Ich liebe Situationskomik, ich mag Jürgen Vogel in seinen Rollen, Schweigers Muckis fand ich auch ganz sexy und schön war ja auch, dass er nicht so viel Text hatte. Da bin ich gespannt auf Keinohrhasen. Den spare ich mir aber auf für ganz fürchterlich langweilige einsame heimwehkranke Tage. Bin ja jetzt mit Laptop eh erstmal ausgelastet. Auch Jutta Profijts Buch Kühlfach 4 lese ich nur gaaanz langsam, damit der Spaß nicht so schnell ein Ende hat.
Ansonsten kündige ich schon mal an, dass ich einen Vertrag mit der Literaturagentur angeboten bekommen habe – öhm – nä jetzt hab ich dicke gelogen, dass ich also in vier Wochen in den Urlaub fliege. Und zwar an die Gold Coast, wo wir uns eine schöne Unterkunft für 8 Nächte gemietet haben. Mit lagoonenartigem beheiztem Pool – auch in Queensland ist es bis dahin Winter – 100 m vom Strand entfernt, Schnickschnack und was der Mensch sonst noch so benötigt. Break Free Diamond Beach Resort.
Kategorien: Leben woanders

