Ins Feuer gestiert

ohne ein schlechtes Umweltgewissen zu haben. Sehr befreiend. Ins Feuer zu starren und die Gedanken mit jedem Funken, der sich von den brennenden Holzscheiten löste, in die Nacht zu schicken. An Menschen zu denken, die mal meinen Weg gekreuzt haben – positiv wie negativ. Drüber nachdenken, ob auch sie irgendwann – vielleicht gerade in diesem Augenblick – an mich denken. Eindrücke, die man hinterlassen hat, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Die auch nicht mehr wichtig sind. Nicht für mich, nicht für diese Menschen. Klarer Sternenhimmel, Funkenflug, Wärme vorne, hinten Kälte, Helikopter, der zu niedrig über unser Grundstück fliegt und die Stimmung versaut. Holz nachlegen, den Flammen zusehen, wie sie verbrennen, was einmal gelebt, mich wärmen, mich beruhigen, bis ich endlich nicht mehr denke, sondern nur noch entspannt zusehe, wie Flammen lodern und Holz in Glut, in Asche verwandeln.

Zufrieden sein mit dem was ich habe, was ich für andere bin, an diesem Montagabend.