Interessiert es jemanden

dass Katie Holms heute per Privatjet in Melbourne aufgeschlagen ist, um einen Film hier zu drehen? Mich nur deshalb, weil die letzten Jahre einige Filme in Melbourne  gedreht wurden, was die Aussies natürlich mega stolz macht.  Und irgendwie bin ich ja auch ein Aussie. Wenn auch nur auf dem Papier.  Katie finde ich ja ganz niedlich – aber ihr Tom kommt immer leicht debil rüber finde ich. Rein subjektiv natürlich :-)

Da ist es doch viel spannender, wie es bei Sonne und bei Regen im Urlaubsresort aussah. Und wenn man jetzt gnädigst davon absieht, dass ich weder knackig, noch schön bin und dann auch diese grässliche Whirlpoolfrisur zur Schau stelle – könnte man sich auf die Tatsache konzentrieren, dass es hier ganz tolle Ferienanlagen gibt und es viel Spaß gemacht hat in einem Höhlenwhirlpool zu whirlen.

Delfine im Yarra River

Immer wenn ich grad nicht da bin. Vier Delfine sind heute stundenlang im Fluss geschwommen. Schöner Schnappschuss hier. Ich habe noch nie welche in der freien Natur gesehen. Auch nicht damals auf unserer Dolphinwatching-Tour. Aber da fällt mir gerade ein, dafür habe ich mal einen Wal mit Jungem vom Ufer aus gesehen. Allerdings muss ich zugeben, das war auf der anderen Seite der City, gut eine Stunde von Melbourne entfernt und an einem typischen Strand, an den die Wale immer kommen. Und das ich nur dunkle huckelige Haut und mal ein Stück von der Schwanzflosse gesehen habe und nie den gesamten Wal, bleibt unter uns.

Muskelkater vom festkrallen

an der Eisenstange vor mir im Jet Boat. Ich bin ja eher nicht so der Adrenalinjunkie und fand mich ja selbst schon so was von langweilig, dass es beinahe peinlich wurde. Während Horden von Touristen eine super Gaudi haben, schlendere ich normalerweise schon schwindelig vom zugucken leicht belämmert durch die Gegend.

Das hat jetzt ein Ende. Die Liste meiner Urlaubsabenteuer, die ich noch unbedingt erleben möchte, wird mittlerweile länger. Im Movie World Park hab ich mich doch glatt getraut gleich 2x die Wildwasserbahnfahrt zu machen. Hinterher sah ich voll bekloppt aus, weil Frisur vom Wasser ruiniert, aber der Spaß war es einfach wert gewesen. Wäre auch noch ein drittes Mal gefahren, aber der Park stand kurz vor Feierabend und es fing an – na, was wohl? – zu regnen. Der Beginn einer mittleren Sinnflut. Tja…

Das 4D Kino – Shrek – war einsame Spitze. Auf die Gefahr hin mich als Hinterwäldler-Trottel zu outen…ich war bislang noch nicht einmal in einem 3 D-Film. Huch! Wie auch immer. Donkey, Shrek und die gesamte Mischpoke waren tatsächlich ziemlich dicht vor meiner Nase – schwebten im Raum – was allein schon scharf war, zusätzlich saßen wir auf motion seats. Auf Sitze, die sich bewegten. So war auch ich diejenige, die begeistert kicherte, als Shrek und die anderen in einer Kutsche durch die Landschaft rasten, weil wir auf unseren Sitzen tatsächlich mitritten, was ein umklammern derArmlehnen zur Folge hatte. Es gab noch einige andere Motions und ich fände es ganz lustig, wenn Kino immer so wäre. Als eine Horde Spinnen auf uns zulief, gab es einen Luftzug, der einem suggerierte, die Spinnen würden über einen hinwegkrabbeln. Falls jemand von euch dort war – ich war nicht diejenige die erschrocken halblaut kreisch-kicherte!

Dann bin ich noch im  Batmobil gefahren, davon wurd mir tatsächlich übel. Auch hier sitzt man auf motions seats, muss sich allerdings anschnallen und dann wird ein Batman Movie Ausschnitt gezeigt und man hat das Gefühl man würde direkt mitfliegen.

Aber jetzt zum Muskelkater und dem Nervenkitzel. Vorgestern sind wir Jetboat gefahren. Irre! Der Preis auch, aber der war es wirklich wert. 45 Minuten high speed übers Wasser. In Schlangenlinien, manchmal furchterregend dicht am Ufer entlang, manchmal hart über die Wellen eines vor uns fahrenden Bootes gehüpft und hart auf dem Hintern aufgeschlagen, einige 360 Grad Umdrehungen überstanden. Festgeklammert – schätze meine Handabdrücke sind jetzt noch an der Eisenstange zu sehen. Volle Ladung Wasser ins Gesicht bekommen, irre gelacht, um Angst zu überspielen, hinterher Surferhaare gehabt. Geschlagene halbe Stunde nach diesem irren Trip so was von dösig im Kopf gewesen, dass ich schon dachte, ich könnt nie wieder was essen. War jedoch dankbar dafür, dass mir während der Tour nicht schlecht geworden war. Und würde es jederzeit wieder machen!

Am nächsten Tag hatte ich tatsächlich Muskelkater in den Oberarmen und in den Schultern. Peinlich. Meine Bauchmuskulatur hatte 45 Minuten tüchtig gearbeitet, zum Glück jedoch ohne Kater am nächsten Morgen.

Was steht auf meiner Liste der Urlaubserlebnisse fürs nächste Mal? Helikopterrundflug, Quadbike und Crossmaschine fahren, am Strand reiten.

Zankende Koalas

und ein entfleuchtes Roo gab es im Wildlifepark ums Eck. Ab dem 2. Urlaubstag gab es beinahe ununterbrochen 3 Tage Regen. Kein Nieselregen, kein Regen, der mal ne Stunde oder so andauert, nein – es hat gegossen und hörte auch nachts nicht auf. Kurz davor hysterisch zu werden und mittlerweile jedes Staubkorn im Appartement kennend, gab es am 3. Tag morgens für ca. 2 Stunden keinen Regen. Nix wie hin zum Stadtbus, ab in den Wildlife Park für den ich ja große Pläne hatte. Hatte ich nicht angekündigt, dass ich mit dem flying fox übers Krokodilgehege düsen wollte? Yep. Hatte ich. Geschlossen wegen Winter oder wegen des Dauerregens oder was weiß ich. Hatte eh keine Lust mehr dazu, weil schon triefend nass. Die meisten Tiere hatten sich versteckt, nur wir doofen Touristen eierten im Park herum. Klitschnass. Da waren doch die zankenden Koalas eine nette Abwechslung.

Sie hockten auf niedrigen Bäumen im Gehege, frische Eukalyptuszweige mampfend. Niedlich. Ein Koala hatte ein Junges und wenn man diese Tiere so im Baum hocken, hängen, pennen, sieht, möchte man sie am liebsten knuddeln. Ein Koala hing an einem Baum mit absolut kahlen Ästen. Er schwang sich auf einen anderen Baum, in dem schon zwei Koals saßen. Kaum griff er nach einem Eukalyptuszweig, fauchte einer der beiden Koalas gemein und zack – haute ihm auf den Kopf. Ein zweiter Versuch wenig später misslang ebenfalls. Dabei war genug Futter für alle da. Irgendwie wie bei den Menschen. PS: Der Koala heißt nicht Koalabär, weder im englischen, noch im deutschen. Der heißt schlicht und ergreifend Koala, was in der Aboriginalsprache übrigens no drink bedeutet. Was auch nicht ganz korrekt ist, denn er trinkt schon mal, allerdings sehr selten bzw. eher wenig. Flüssigkeitszufuhr kommt aus den Eukalyptusblättern, die das Tier ununterbrochen – außer wenn es in einer Astgabel hängt und schläft – zu sich nimmt.

Wie das Roo entfleucht ist, ist mir schleierhaft, aber es hüpfte unverdrossen und triefend nass – warum soll es ihm auch besser gehen, als uns zahlenden Gästen? – herum.

Wie ich heut so im Flugzeug sitze

denke ich mir:  Das Leben ist schön. Zweiter Gedanke: Warum ist der Flug nach Europa nicht nur 1 Stunde und 55 Minuten? Dritter Gedanke: Fuck ich hab Herzschmerzen. Sofort umkehren und Notarzt bereitstellen! Mentale Notiz: Unbedingt einen Arzttermin machen! Fragt man sich natürlich, was Jacko als letztes gedacht hat. Ich muss sagen, auf seine Musik – bis auf wenige Ausnahmen – stehe ich eher nicht, aber tanzen konnte der Mann. Beinahe fühle ich mich betrogen, dass er gestorben ist. Popstar der 80er in denen ich jung war. Der Mann gehörte einfach dazu. Von den heutigen sogenannten Popstars kenne ich kaum jemanden. Elvis war ja wech, als ich noch Kind war, was ich immer sehr bedauert habe. Ich bin klammheimlicher Elvisfan. Jawohl! So richtig verziehen hab ich ihm auch nicht, dass er nicht nur viel zu früh, sondern auch noch so doof gestorben ist. Da ist so ein massiver Herzinfarkt doch weniger peinlich.

Am Flughafen hab ich dann noch einen dermaßenen modischen Griff ins Klo gesehen, dass ich mir gleich Notizen gemacht habe. Von hinten sah die Frau aus wie ein Teenager – dürr, längere blonde verstrohte Haare, von Vorne verlebt. Knallenge schottenrock-karierte Leggins über Extrem-X-Beine, mittelgroße  Silber-Blink-Kitsch-Handtasche, Halbstiefel. Das mit den Stiefeln kapier ich ohnehin nicht. Die stecken hier alle im Winter ihre Buxen inne Stiefel. Sieht voll scheiße aus.

Und hab ich nichts positiveres zu berichten? Doch. Kommt noch :-)