dessen letzte Worte waren: Mama take this badge off of me. I can’t use it anymore … und der an die Himmelspforte klopft?
Tagesarchiv: 3 Juni, 2009
Michelangelos Eltern wär das nicht passiert
Wenn die Lehrerin die Zeichnungen meines Sohnes sieht, sind wir unser Kind los. Das war mein erster Gedanke, als ich Jaimes Präsentation seiner Bildergeschichte gesehen habe. Und das lag nicht – das möchte ich in aller Deutlichkeit hier sagen – etwa daran, dass er mein Skript hätte lesen können – sondern eher daran, dass mein Kind genauso gut zeichnen kann wie ich.
Vor vielen vielen Jahren, als Jaime aus seinem Gitterbett herausgewachsen war – schlug ich meinem Mann vor ein Bett zu bauen, das auch Schubladen hat, für den ganzen Spielzeugskrams und was. Gute Idee, hatte er gesagt, ich weiß aber nicht wirklich, wie du dir das vorstellst. Mach doch mal ne Skizze. Er lacht heute noch in der Erinnerung an meine Zeichenbemühungen. Tränen.
Jaime musste sich eine Bildergeschichte ausdenken und war mit Feuereifer (und das heißt schon was bei dem Jungen) bei der Sache. In der Geschichte kommt ein Goldfisch, eine Katze, eine Stehlampe und noch ein paar Kleinigkeiten vor. Jetzt muss ich dem Kind unbedingt vorschlagen dem Goldfisch noch ein paar Goldfischlippen und eine Flosse zu malen und der Stehlampe noch ein Kabel, das in die Steckdose führt, sonst könnte eine übereifrige schnösel Lehrerin glatt annehmen, mein Kind würde nur deshalb penisartige Goldfische und Stehlampen zeichnen, weil es traumatisiert wurde.