Urrrlaub

Düse jetzt zum Flughafen. Bis zum 26. Juni bin ich im Urlaub. Wollt ich nur schnell sagen, damit nicht wieder Schimpfe kommt, ich hätt nix gesagt. Der Laptop bleibt zu Hause. Acht Tage ohne Computer und Internet. Wie früher. Nach vier Tagen fühle ich mich bestimmt irgendwie amputiert ;-)

Euch ein paar schöne Sommertage. Und dir Mama, alles Gute zum Geburtstag – big hugs & kisses.

Die Vermessung der Körper

lässt auf sich warten. Seit Jahren lese ich immer mal wieder einen Artikel – hier und dort – darüber, dass die Konfektionsgrößen eher nicht mehr stimmen und die breite Masse doch neu vermessen werden sollte bzw. wird. Ich glaube die lügen alle, denn ich habe seit Jahren Probleme was Passendes zu finden. Meist ist mein Hintern zwischen zwei Größen. Ja, sowas gibts.

Nun mögen lästerliche Zungen behaupten, das läge an meiner Figur, dem möchte ich jedoch entgegenhalten – ich bin nicht gewachsen. Gut, ein bisschen in die Breite, was ich nach zwei Schwangerschaften und meinem Alter durchaus für normal halte – ich schwitz doch so ungern im Fitnessstudio.  Aber wenn man doch eine Größe in der Umkleide anprobiert und sich hinterher die Hosegröße von der Stange nimmt – weil die anprobierte hinten am Hosenbein entweder einen Fleck oder einen Materialfehler hat – und nicht passt – dann krieg ich echt zu viel. Besonders, wenn ich schon mit der Ware zu Hause bin.

Nun hatte ich Glück und man fand beim Umtausch im Lager noch die gleiche Größe. Cargojeans – mokkafarben übrigens – ganz entzückend. Die Verkäuferin hielt beide Hosen aneinander und siehe da, obwohl die Größenangabe übereinstimmte, war eine Hose ca. 1 cm schmaler. Das war genau der Zentimeter, den ich brauchte. Lächerlich, aber wahr. Mich regt so was auf. Ist es so schwer nach Schnittmuster zu schnippeln?

Irgendwo habe ich gesehen oder gelesen, dass von Marke zu Marke die Größenangaben nicht stimmen. Die eine Marke zieht es vor Frauen zu beschummeln, die andere eben nicht. Also, wo 40 drin steht, muss noch lange nicht 40 drin sein. Ich finde das ja völlig hirnrissig. Ich will nicht betuckt werden, mir ist es beinahe piep, welche Größe ich trage, Hauptsache sie PASST.

Und dann wollte ich noch mal sagen, diese eingenähten Schilder der Marke und Größe oberhalb des Steißbeines nerven. Die scheuern mir die Haut wund, wenn ich mich bücke. So was beknacktes. Da stehe ich heute und schneide diese dämlichen Schilder (mit Doppelnaht – das sind die Übeltäter) aus meiner Hose heraus. Ja, muss das sein? Und wieso rutschen die Hosen ständig? Das hats früher nicht gegeben – verdammt noch mal!

Brandstifter brennt

Zeugen haben gesehen wie ein Mann Benzin an einem Haus in Melbourne gegossen, es  entzündet hat und anschließend mit brennenden Socken geflohen ist. Die Polizei fand ein qualmendes Paar Socken im Rinnstein.

Die Hoffnung, den Täter zu fassen stützt sich jetzt auf Ärzte, bei denen der Mann evtl. Hilfe in Anspruch nehmen muss. Bislang hat sich jedoch noch kein Arzt gemeldet. Das Haus ist übrigens nicht abgebrannt.

Ich wisch mir gerade die Lachtränen von den Wangen :-)

Kiemen und Füße

sind etwas, was ich unschön finde. Man kann Menschen zu ihren körperlichen Attributen Komplimente machen und wer hört nicht hin und wieder gerne ein Kompliment? Aber hat schon mal jemand gesagt (bekommen): Du hast ganz zauberhafte Füße? Wenn ich deine Füße sehe, denke ich an den Sonnenuntergang auf den Malediven 1993? Ich könnte in den Anblick deiner Füße versinken?

Ich mag meine Füße nicht und auch nicht die anderer Leute. Manchmal, wenn ich im Sommer an der Supermarktkasse stehe, gucke ich mir die Füße von Fremden an und erschaudere  innerlich. Ungepflegte rissige Haut, aber Zehnägel lackiert – möglichst noch ein Ring auf dem zweiten Zeh. Macht ihn nicht schöner, den Zeh, den Fuß. Über alte Leute Füße schweige ich besser.

Ich muss ja nicht hingucken, kann man jetzt sagen. Das muss man sich so vorstellen, wie das Vorbeifahren an einer Unfallstelle. Man will gar nicht hingucken, tuts aber trotzdem. Hinterher regt man sich über all die Gaffer auf, die einen Stau auf der Gegenfahrbahn verursacht haben und fühlt sich besser. Weil man versucht hat den Hals zu recken, ohne vom Gas zu gehen. Hat ja niemand bemerkt.

Was hat das mit Kiemen zu tun? Nicht viel, außer, dass ich gestern im Aquarium in Melbourne war. Zwei Erwachsene, zwei Kinder, 85 $ thanks. Kein Wunder bei den Preisen, dass die Bevölkerung mit geringerem Einkommen und mehr Kindern nicht weiß, wie ein Pinguin aus der Nähe aussieht! Erzwungender Maßen dumm zu bleiben ist schon starker Tobak.

So. Ich habe jetzt mal so einen Königspinguin aus der Nähe sehen können. Leid taten sie mir. Standen herum und guckten blöd. Genauso wie wir Menschen. Die sind ja ziemlich groß, diese Pinguine und ich hatte große Lust mal einen hochzuheben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie viel sie wohl wiegen mögen. Gelblichbraune Ausscheidungen auf dem Eis haben aber dann ein wenig meine Begeisterung für Pinguine gedämpft.

Weiter gings, das Gestarre durch dickes Glas und wenn ich mal näher an so ein Aquarium herangetreten war, wurde mir prompt dösig und schwindelig. Fragt man sich, wie die Meerestiere ihre Umwelt hinter Glas wahrnehmen. Es gibt schon funny looking creatures und obwohl ich den Eintrittspreis geradezu obszön finde, war ich doch froh, endlich mal dort gewesen zu sein.

Und jetzt sage ich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. In Wirklichkeit wollte ich nur eins sehen und zwar das Tunnelaquarium. Und das befand sich ganz am Ende. Weil wir zwei Kinder dabei hatten, konnte ich mich zurückhalten – man soll, ja man wird geradezu genötigt, als Erwachsene mit gutem Beispiel voranzugehen. Wäre ich alleine gewesen, wäre ich schnurstracks bis zum Ende geeilt. Psst! Nicht weitersagen.

Ja und wie ich so stehe und staune und gucke und mich auch ein wenig ekle, schwimmt elegant ein Riesenrochen durchs Wasser. Gleitet scheinbar mühelos dahin – im Tunnel über mir. Und ich sehe seine weiße Unterseite, etwas, was aussieht wie ein Mund – irgendwie freundlich grinsend – und darunter in zwei Reihen Kiemen, die sich öffnen und schließen und mir wurd beinahe schlecht. Und trotzdem habe ich immer wieder hingucken müssen. Ich schätze, wenn ich meine Arme vollständig ausbreite, kommt es ungefähr mit der Länge dieser Kreatur hin – ohne den langen Stachel zu berücksichtigen.

Ich weiß nicht, warum ich mich vor Kiemen enorm ekel und Füße auch nicht wirklich sexy finde. Denk mir mal jeder hat so seine Abneigungen.

Was nun Melbourne im Winter angeht…tja…muss man nicht haben. Grau, windig, frierende Menschen in dünner Kleidung, Baustellen an jeder Ecke, die mich an Berlin erinnern.

Gegenüber des Aquariums ist Southbank. Im Sommer ganz schön am Yarra River entlangzulaufen. Sitze ich dort im Foodcourt -  mit Sonnenbrille auf, weil die Sonne gerade in dem Moment durch die riesige Fensterfront scheint – und prompt startet ein Helikopter vom Helipad gegenüber. Empörend. Ein Helipad für die Reichen und Unschönen, direkt in der City. Abgesehen vom Lärm, finde ich die Gefahr eines Unfalls in einer so dichtbesiedelten Umgebung zu hoch. War trotzdem interessant – wie die Füße und die Kiemen – irgendwie.

Schnickschnack

für Madam. Huii ich habe heute meinen iPod touch bekommen. Was für ein scharfes Ding. Ich habe Stunden zugebracht, um Songs aufzuspielen, bin noch lange nicht fertig. Wird mich wohl noch die nächsten Wochen immer mal wieder beschäftigen. Muss ja nicht alles auf einmal fertig sein.

Marco ist grün vor Neid. Was er nicht lustig fand war, als ich gesungen habe: Ich hab nen iPod, du hast keinen – nänänänänänääääää

So, ich kann auch Emails damit checken, wenn ich im Urlaub bin. Einfacher gehts doch nicht.

Winter ist eingezogen

Regen, ekeliger Wind, Kälte – pöh – ich habe wie jedes Jahr im Winter nix anzuziehen. Wie oft ich schon die letzten paar Wochen in den Geschäften war, aber alles sieht so langweilig oder hässlich aus. Ich bin gar nicht so anspruchsvoll, wie es manchmal scheinen mag, aber das ich wirklich kaum bis nie was finde, was mir gefällt ist schon sehr auffällig. Ich will keine scheiß Polyesterpullover! Und diese Farben! Und diese Ommasachen!

Lese ich heute einen Artikel über Darmkrebs. Laut einer amerikanischen Studie erkranken immer häufiger jüngere Menschen an Darmkrebs. Gleich wurde wieder eine Verbindung zu Alkoholgenuss und Essgewohnheiten hergestellt. Ganz ehrlich? Mir ist das ziemlich wurscht. Es wird dauernd behauptet dies oder jenes würde das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhen. Wenn es danach geht, darf man überhaupt nix mehr essen. Und leben auch nicht.

Ich habe noch ein fürchterlich langweiliges Buch von Fred Vargas gelesen. Das war so langweilig, dass ich immer dachte, es muss doch mal was passieren. Im letzten Drittel nahm es an Tempo zu, aber das hats dann auch nicht mehr rausgerissen. Das Buch ist in diesem Jahr erschienen, aber bereits 1996 in Frankreich herausgegeben worden – The Chalk Circle Man. Das erste in der Reihe um einen Kommissar, dessen Namen mir schon wieder entfallen ist. Schätze es wird auch in Deutschland in Kürze herausgegeben werden. Ich weiß nicht, das war mein drittes Buch dieser Autorin – die ersten zwei habe ich nur angelesen – aber ich kann der Frau nix abgewinnen. Ich habe noch An Affair to Remember – the remarkable love story of Katharine Hepburn and Spencer Tracy hier liegen. Auch schon ziemlich alt. Nach wenigen Seiten hatte ich aufgehört zu lesen – in dem Moment hat mich einfach gestört, dass da sinngemäß stand … Tracy hätte sich wegen seines katholischen Glaubens nicht von seiner Frau trennen wollen … wobei ich mir dachte …aha und eine 27jährige Affaire geht aber. Widerspricht dem katholischen Glauben überhaupt nicht. Irgendwie kapier ich das nicht. Ich werde trotzdem weiterlesen, nur nicht in den nächsten Tagen. Verstehe einer die Gläubigen.

So, jetzt geh ich schlafen – gute Nacht.