per Internetrecherche werden auch immer komplizierter. Nachdem ich zunächst dachte, ich wäre eine Kandidatin für einen Herzinfarkt, evtl. sogar Schlaganfall, habe ich zwar immer noch keine passende Diagnose zu meinen Symptomen gefunden, tendiere jetzt jedoch eher zu Halswirbelprobleme. Oder Nervenentzündung. Könnte aber auch schnöde Durchblutungsstörung sein, obwohl ich glaub eher nicht. Sicher bin ich mir, dass es keine Sehnenscheidenentzündung ist und auch nicht so ein Ka..irgendwastunnel Syndrom.
Hoffe mir sterben meine Finger, meine Hand oder gar der gesamte Arm nicht über Nacht ab. Schön wäre auch nicht, wenn noch mehr Finger, als der kleine und der Ringfinger plus die Seite der Hand betoffen wären. Morgen. Oder über Nacht. Dieses komische kribbeln zieht sich im Moment bis in den Oberarm. Dabei beschränkte es sich gestern und heute Morgen auf den Unterarm. So vom Ellenbogen ausgehend.
So. Und was ist das nun? Muss ich mein Testament machen? Werde ich noch ausreichend Zeit haben bitterböse Briefe an meine Feinde zu schreiben? Werde ich von Pontius nach Pilatus laufen müssen, um eine Diagnose zu bekommen? Werden mich evtl. Medikamente oder gar eine OP in den finanziellen Ruin stürzen? Wie lebt es sich mit einer Armprothese? Fragen über Fragen …
Klingt mir verdächtig nach dem, was ich über ein Jahr lang mitgemacht habe (Mausarm).
Ist aber mein linker Arm und ich bin Rechtshänderin. Könnte allerdings trotzdem von Schreibtischarbeit kommen. Fürs Handgelenk habe ich, wenn ich mit der Maus arbeite ein kleines Gelkissen, das macht einen großen Unterschied, wenn man länger am PC hockt.
Und wie bist du es losgeworden?
Ach, lange Geschichte. Zum Schluß war mein Arm fast bewegungsunfähig, Haarewaschen, Zähneputzen, Anziehen… meine Güte, nur mit Hilfe.
Fünf Orthopäden habe ich verschlissen, incl. fünf Diagnosen, unzählige elektrische, magnetische und sonstige Wellen und Ströme, was auch immer so der Maschinenpark der Ärzte hergab, wurde eingesetzt. Das ist eben auch ein Problem, wenn man Privatpatient ist, die Augen der Ärzte flackern wie eine kaputte Neonröhre begehrlich und sind auch ein einer Heilung der “Weihnachtsgans” gar nicht recht interessiert.
Hilfe brachte ein Neuimport aus der Ex-DDR bei der Krankengymnastik. (Leider hielt sie sich nur zwei Behandlungen und war dann verschwunden). Ganz simple Dehnübungen…
Nachdem sie weg war, habe ich die Krankengymnasik abgebrochen. Statt 2 – 3 mal die Woche 20 min dort hinzugehen, habe ich 3 bis 5 mal täglich, aber nie länger als vielleicht 2 bis 3 min gedehnt, d. h. Arm strecken in alle Richtungen, dabei Muskeln anspannen, Spannung ein paar Sekunden halten und die Hände “hochklappen”, so daß Hand und Arm einen 90 Grad -Winkel bilden.
Zum Schluß wurde bei mir eine sog. “Frozen shoulder” diagnostiziert, was es ganz am Ende wohl auch war, Behandlungsdauer 1 Jahr, unbehandelt 2 Jahre, dann löst sich der ganze Spuk von selbst. – Bei mir war der Arm dann nach 4 bis 6 Wochen VOLL beweglich.
Wenn ich jetzt etwas merke, beim geringsten Zwicken von Hand, Ellenbogen oder Oberarm, mache ich ein paar Übungen – geht auch prima am PC, z. B. wenn man im Blog liest
– und schwupps – alles wieder okay.
Keine Ahnung, was es bei Dir ist, die HWS ist sicher auch beteiligt( typisch kl. Finger,
Handrücken), also ein büschen auch dafür tun, Kopf kreisen etc.
Ferntherapien sind ja sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber mit Gymnastik kannst Du nichts falsch machen. Gute Besserung!
Meine Herren was langwierig. Ich überlege, ob ich mal zum Chiro gehe …
Chiro? Nannte man bei uns früher Knochenbrecher und der war ein schmuddeliger Schäfer. Der kranke Flunken mußte nach der Behandlung Zuhause 3 Tage lang dick mit Schmalz eingerieben werden. Half prima!
Bei uns haben die studiert