Ich bin ja nun keine Landpomeranze, aber auch niemand, die unbedingt in einer Großstadt leben muss. In der Nähe leben finde ich sehr praktisch. Meist reicht mir das. Natürlich gibt es immer wieder Momente in denen ich mich ärgere, dass ich nicht doch mitten drin lebe. Am Sonntag zum Beispiel habe ich zu spät erfahren, dass genau an dem Tag Melbourne Open House war. Da konnte man sich einige historische Gebäude und andere bestimmte Stätte (ist das ein Wort?) ansehen. Auch das Labor des Krebsforschungsinstitut des Peter McCullum Krankenhauses. Irgendwie ist das ganz berühmt, auch wenn ich von Krebs gar nix wissen will, das Labor hätt ich mir gerne angesehen.
Einige der zu besichtigenden Gebäude, die eine große historische und architektonische Signifikanz haben, sind sonst nämlich nicht für Publikum geöffnet. Schade. Im nächsten Jahr hoffentlich. Und grade fällt mir ein, ich sollte mich mal schlaumachen, wann das Writers Festival stattfindet. So weit ich mich erinnere, meist im August. Mal Programm suchen und schauen, ob eine sagenhaft berühmte Persönlichkeit nach Oz kommt.
Der Freund meines Mannes ist vor vielen Jahren nach Köln gezogen,und er bedauert uns Provinzler ach so sehr . Jede Woche Konzerte von irgentwelchen Künstlern, und mitten drin in irgentwelchen Geschehen.Oh wie langweilig ist doch dagegen die Provinz. Ich fand es auch schön an einem lauen Sommerabend am Rhein zu sitzen und den beleuchteten Dom zu sehen,oder einen Einkaufsbummel dort zu machen. Und wenn Bryan Adams dort ein Konzert gibt,erfahre ich es auch hier in der Provinz rechtzeitig und kann hinfahren. Ansonsten bedauere ich ihn dort,weil er nie zur Ruhe kommt,immer irgentwas anliegt. Hier lebt es sich ruhig und billiger und wenn mir der Sinn nach was anderem steht,kann ich das sehr gut umsetzen.Letzte Woche war Kakteenausstellung im Grugapark in der Orangerie in Essen. Ich habe im Internet nachgesehen,und festgestellt,das der Grugapark sehr schön und gross ist mit einem grossen Hundertwasserhaus.Unsere 7jährige Franka malt sehr gerne und interessiert sich sehr für den Maler Hundertwasser. Sie war total begeistert von dem Haus,was man übrigens auch von innen sehen kann. Wir sind morgens um 9 Uhr losgefahren und waren um 10 Uhr da. Also wo liegt das Problem. Man kann heut zu Tage doch überall hinkommen wo man hin möchte,und das nutze ich auch reichlich.Die Woche davor bin ich in 1Std. an der Küste gewesen .Bin 3Tg.dort geblieben.1 Tag links Richtung Emden(Otto-Leuchtturm u.s.w.).2.Tag rechts alle Siels angesteuert(Bensersiel, Neuharlingersiel u.s.w.) 3,Tg. Insel Norderney.Habeich keine Lust und wills ruhig haben ist Bad Meingarten vor der Haustür und Grillen mit der Familie ist auch ganz schön.Klingt das irgentwie nach langweiligem Provinzleben???
Wir sind manchmal ernsthaft am Überlegen (im Moment mal wieder) in die geschmähte Provinz zu ziehen. Es hat schon was, Natur, saubere Luft und Ruhe und solange man noch Autofahren kann ist heute fast alles an Kultur u. ä. machbar.
Nö, ich hab auch gerne Ruhe. Nur wenn mich was brennend interessiert und ich es zu spät erfahre, ärgere ich mich doch ein wenig. Jaime hatte noch ein Footballspiel und wir wären erst gegen 14 Uhr in der Stadt gewesen. Für das Labor hätte ich mich aber schon morgens anmelden müssen. Doof. Hab es ja auch erst später gelesen.
Ich bin sonst auch mit dem Abstand zur Stadt zufrieden. ABER es ist tatsächlich so, dass immer was los sein kann, wenn man will.