Melbourne Writers Festival

Programm liegt mir vor. Nur wenige Namen sind mir ein Begriff. Bernhard Schlink kommt übrigens auch. Nur hat er seinen Auftritt abends und außerdem will ich sowieso nichts mehr von der Schuld der Deutschen hören.

Es ist ganz schön mühsam sich durch das Programm zu wursteln. So wie es bis jetzt aussieht, werde ich am Freitag, 21. August schon morgens in der Stadt aufschlagen müssen. Die gute Nachricht dabei ist nur, dass das Festival am Federation Square stattfindet und das ist gleich gegenüber vom Bahnhof. Gerry Disher, Philip McLaren und Lisa Lutz werden um 10 Uhr auftreten und ich hoffe sehr, dass ich nicht zu träge bin auch hinzufahren. McLarens Bücher kenne ich nicht, Garry Disher habe ich gelesen und Lisa Lutz hab ich in die Tonne gekloppt. Ihre Serie hat mich nicht vom Hocker gerissen, im Gegenteil, ich hab mich fürchterlich gelangweilt. Offensichtlich gibt es aber Leser und das ist gut so. Mich heute noch vom Hocker mit einem Buch zu reißen, ist ohnehin sehr schwierig, deshalb kann man auf meine Meinung nur bedingt etwas geben. Disher interessiert mich halt.

Und man muss auch mal Glück haben, 1.5 Stunden später findet eine Veranstaltung statt, die mich auch interessiert. Auf meiner reading list steht Christos Tsiolkas Buch The Slap (der Mann hat erst kürzlich einen Preis gewonnen). Er liest und bekakelt halt mit anderen Autoren Writing the City. Gut.

Max Barry ist Writer in Residence am 22. August und zum Glück zu einer zivilen Zeit – ab 11 Uhr. Da kann man ihm beim Schreiben an seinem aktuellen Projekt tatsächlich begaffen. Vielleicht fahre ich dann noch mal hin, vielleicht nicht.

Das Festival geht bis zum 29. August und ich weiß jetzt schon, dass ich am Ende irgendwelche Berichte darüber lesen werde und mich ärgere, dass ich dies und jenes nicht doch “mitgenommen” habe. Geht aber nicht. Habe keine Lust dauernd in die Stadt zu fahren und viele der Autorennamen sagen mir eben überhaupt nichts.