Weiche nie nicht

von deinen Gewohnheiten ab morgens Toast im Stehen mit dem Rücken zum Herd/Backofen zu essen!

Man, man lege ich mir ein Brötchen in den Backofen und erblinde beinahe beim Anblick der schmutzigen Glastür von innen und dem ganzen anderen Fettkram, der sich häuslich niedergelassen hat. Bügelwäsche ignorieren – hat ja die gesamte Woche ganz prima geklappt und schnell noch die Waschmaschine einschalten und in die Zukunft schauen können: Wenn ich wiederkomme tummelt sich die nun saubere Wäsche immer noch in der Maschine und glotzt mich klagend durch die dicke Glastür an.

Ins Auto sprinten, zum Studio düsen und mich beim Einparken halb zum Affen machen – schnell in alle Richtungen schauen, ob mich jemand gesehen hat – nee, glaub nicht, ist ja noch recht früh.  Sonnenbrille tragen macht unsichtbar!  Schäme ich  mich jetzt, dass ich grad gestern noch über ne Einparkerin gelästert habe, als wir aus dem Kino kamen? Pöh – ich doch nicht.

Meine hellseherischen Fähigkeiten haben mich nicht im Stich gelassen. Marco turnt auf dem harten Boden rum, bevor er trainieren geht und John sitzt mit Laptop aufm Sofa (was er äußerst selten tut, deshalb will ich mal nicht so sein). Ich renne mit nasser Wäsche in die Garage und werfe alles, aber auch alles gnadenlos in den Trockner. Mir wirklich piep, ob jetzt was einläuft. Selbstverständlich hab ich zwei meiner Kleidungsstücke heimlich aussortiert, aber das bleibt unter uns.

Wie ich mich so im Bad umsehe, nachdem ich mich ausgiebig gepflegt habe, sehe ich lauter Sachen, die ich gar nicht sehen will. Schnell Tür hinter mir schließen und wichtigere Dinge erledigen … herrje, der Kaffee hätt aber ein bisschen stärker sein können.