Weiche nie nicht

von deinen Gewohnheiten ab morgens Toast im Stehen mit dem Rücken zum Herd/Backofen zu essen!

Man, man lege ich mir ein Brötchen in den Backofen und erblinde beinahe beim Anblick der schmutzigen Glastür von innen und dem ganzen anderen Fettkram, der sich häuslich niedergelassen hat. Bügelwäsche ignorieren – hat ja die gesamte Woche ganz prima geklappt und schnell noch die Waschmaschine einschalten und in die Zukunft schauen können: Wenn ich wiederkomme tummelt sich die nun saubere Wäsche immer noch in der Maschine und glotzt mich klagend durch die dicke Glastür an.

Ins Auto sprinten, zum Studio düsen und mich beim Einparken halb zum Affen machen – schnell in alle Richtungen schauen, ob mich jemand gesehen hat – nee, glaub nicht, ist ja noch recht früh.  Sonnenbrille tragen macht unsichtbar!  Schäme ich  mich jetzt, dass ich grad gestern noch über ne Einparkerin gelästert habe, als wir aus dem Kino kamen? Pöh – ich doch nicht.

Meine hellseherischen Fähigkeiten haben mich nicht im Stich gelassen. Marco turnt auf dem harten Boden rum, bevor er trainieren geht und John sitzt mit Laptop aufm Sofa (was er äußerst selten tut, deshalb will ich mal nicht so sein). Ich renne mit nasser Wäsche in die Garage und werfe alles, aber auch alles gnadenlos in den Trockner. Mir wirklich piep, ob jetzt was einläuft. Selbstverständlich hab ich zwei meiner Kleidungsstücke heimlich aussortiert, aber das bleibt unter uns.

Wie ich mich so im Bad umsehe, nachdem ich mich ausgiebig gepflegt habe, sehe ich lauter Sachen, die ich gar nicht sehen will. Schnell Tür hinter mir schließen und wichtigere Dinge erledigen … herrje, der Kaffee hätt aber ein bisschen stärker sein können.

13 Antworten zu Weiche nie nicht

  1. Endlich habe ich den einzigen Vorteil entdeckt 42 Jahre alt zu sein.

    It doesn’t matter anymore :-)

  2. Das ist aber eine billige Ausrede für das sich Einmischen in das Leben erwachsener Menschen.

  3. Nun , irgendjemand muß den Psychiatern ja “Material” liefern und den Krimiautoren ihre Plots (heißt doch so, oder?) – Sichert doch jede Menge Arbeitsplätze – was wären wir ohne Mütter ;-)

  4. Fällt mir doch gleich Paul Cleave – neuseeländischer Autor und sein Erstlingswerk – The Cleaner ein. Deutscher Titel Der siebte Tod.

  5. Ja, kenne ich, hat aber keinen besonderen Eindruck hinterlassen. Fand es – trotz der vielen Leichen – etwas handlungsarm. Weiß auch nicht warum. Aber wenigstens habe ich daraufhin Christchurch gegoogelt und mir die vielen Bilder angesehen. Nützlicher Nebeneffekt.

  6. Vielleicht lag es auch ein bisschen mit an der Übersetzung. Ich fand den Humor drin amüsant. Besonders die Stellen mit seiner Mutter. Guck dir mal den Autor an – einpacken bitte :-)
    Der Mauszeiger auf seiner Webseite ist auch witzig.

  7. Ich stehe mal wieder auf dem Schlauch – was meinst Du mit “einpacken bitte”? – Mauszeiger, ja, witzig. Ich wußte gar nicht, daß es schon einen zweiten Roman von ihm gibt. Vielleicht bemühe ich mal heute Amazon; habe gerade eine Biografie von Cosima Wagner in Arbeit und die wird wohl heute ausgelesen sein.

  8. Den Paul würd ich mir gern einpacken und zuschicken lassen – was für ein Süßer.