scheinen ja der Knaller in Amerika zu sein. Unter meinen Links hab ich noch diese dramtische Fotoserie vom letzten Buchstabierwettbewerb gefunden. Ich muss ja sagen – Hut ab vor den Kindern – aber wenn ich ein Kind hätte, das buchstabieren als Hobby hat – würd ich entweder die Sesamstraße verklagen oder mir ein Loch graben.
Wie spannend kann denn so eine Rundreise durchs Land sein, in dem Kinder auf der Bühne stehen und beinahe einen Herzkasper kriegen, wenn sie was falsch buchstabiert haben? Da muss man sich als Eltern doch fragen, was man falsch gemacht hat, dass man jetzt in öden Hallen herumhocken muss? Das ist so spannend wie Farbe beim trocknen zuzusehen.
Och, so was ist in Europa ein alter Hut, zumindest bei den Franzosen. Dort findet jährlich ein Diktat-Wettbewerb statt, der im Fernsehen übertragen wird. Soll angeblich der Renner sein.
(Gewundert habe ich mich über das Wort “Machtpolitik”.)
Auf der Seite entdeckte ich auch einen Beitrag, daß Kinder mit den Namen Walter oder Ivan leicht auf der falschen Seite landen könnten. Nun, von einem Ivan würde ich auch nicht gerade ein Auto kaufen. Na ja, und dann… “Mein Gott, Walter”…
Beliebte Babynamen würden auch erwähnt, der Name Lachlan war mir bisher nicht geläufig. Irisch? Klingt wie ein Single Malt, vielleicht wurden die Jungs im Suff gezeugt?
Echt, die Franzosen sind auch besessen von Buchstaben?
Lachlan ist ein wieder in Mode gekommender alter Name. Weiß jetzt aber nicht, ob er irisch ist oder schottisch oder schlicht britisch. Manche nennen ihre Söhne dann in Kurzform liebevoll Locki, was ich als olle Deutsche natürlich voll doof finde.
http://www.focus.de/politik/ausland/frankreich-zum-diktat-bitte_aid_160538.html
Guck mal hier!
Hammer! Und so was im Fernsehen. Sach noch einer TV macht dumm.
Bei uns scheint es gar keine Diktate zu geben. Die Kids üben hier immer nur einzelne Wörter. Wir mussten auch noch Diktate schreiben. Früher war sowieso alles besser
denn da musste man auch noch einen Text laut vorlesen. Und alle Kinder hatten das eine Lesebuch. Hier lesen alle Kinder für sich und suchen sich je nach Leselevel ein Buch aus dem Vorrat aus.
Bekloppt.
Aber echt bekloppt, fnde ich auch. (Auf welchem Niveau schreiben denn dann die Erwachsenen?) Früher war wirklich alles besser
, mein erster Satz im Lesebuch haftet noch heute:
WILLI UND DORA FAHREN NACH FISCHBACH
Weiß jemand, wo Fischbach liegt?
VATER GEHT ARBEITEN. MUTTER WINKT. PETER SPIELT BALL. FLOCKI BELLT. PETER RUFT FLOCKI. FLOCKI KOMMT NICHT. IGEL LÄUFT WEG. MUSCHI KOMMT.
Das war unser Lesebuch hehe. Wobei ich nie nicht vergesse, wie eine Freundin und Schulkollegin von mir zu Hause lesen üben musste und ich grad dabei war. Las sie anstatt läuft äuft und ich hab mich schlapp gelacht. Vermutlich hasst sie mich immer noch dafür. Aber es gibt so Momente im Leben, in dem ich, wenn was witzig ist, einfach nicht aufhören kann zu lachen. Wobei ich mich ja nicht über sie lustig gemacht habe, aber ich kann schon verstehen, dass so was schmerzhaft sein kann höhö.
Fällt mir doch glatt noch ein anderes Mädel ein – auch aus der Grundschule. Haben wir zu viert Monopoly gespielt und sie hatte zum Schluss nur noch 5 Mark. Ich habe auch hier Tränen gelacht, ein anderes Mädel hatte sie getröstet und ich wurde gemein angeguckt. Konnte trotzdem nicht aufhören zu lachen. Die hasst mich heute auch. Schätze deshalb grüsst sie mich nicht mehr.
Man könnte meinen, ich wär besonders fies, aber wie Janet Evanovich mal so schön in einem Interview gesagt hat … sie muss immer in den unpassenden Momenten lachen, besonders dann, wenn andere Menschen eher betroffen traurig sind. Sympathisch die Frau.
Fischbach? Fischbach? Immerhin haben deine Lesebuchcharaktere wo gewohnt. Ich glaube meine existierten im Irgendwo.
Vater geht arbeiten, Mutter winkt. Ha, da war die Welt noch in Ordnung.
Na ja, solange Du nicht auf einer Beerdigung lachen mußt… (Bist Du deshalb ausgewandert?)
Musste ich auswandern, weil ich immer im unpassenden Moment gelacht habe? Nein. Das ist nur selten passiert. Passiert heute aber auch noch hin und wieder. Weil ich Details sehe, die andere Leute in dem Moment eben nicht sehen.
Mir fällt immer dieser Khomeni (spelling?) ein, den sie tot im offenen Sarg durch die Straßen geschleppt haben und er beinahe rausgekullert wäre, weil der Anhängerandrang so groß war. Jetzt sag noch einer, dass das nicht lustig ist!
Und ja, ich hab mal auf einer Beerdigung gelacht. Im Vorraum der Kapelle. Hat auch daran gelegen, dass mir der Tote so egal gewesen war, wie ich ihm zu Lebzeiten. Ich habe aber nicht gelacht, weil er tot war, sondern wegen irgendwas anderem, was nix mit Trauer, Tod, Beerdigung zu tun hatte. Meiner Mutter sind beinahe die Augen aus dem Kopf gekullert, aber naja… ein jeder hat so seine “Leichen im Keller”.