Mit Freude Geld ausgeben

für Nick Hornbys neues Buch – Juliet, naked – kommt im September raus. Freu mich aufs lesen. Pearl Jam spielt am 20. November in Melbourne, wir werden uns Karten kaufen, Jaime kommt auch mit. Noch eine Freude, so kurz vor Weihnachten. Manchmal macht es wirklich Spaß Geld auszugeben. Zur Kosmetikerin und zur Massage komme ich leider viel zu selten. Könnte ich – wenn es nicht so teuer wäre – monatlich hingehen. Geht aber nicht. Dafür genießt man es um so mehr, wenn man doch mal wieder massiert und gepflegt wird. Zum Friseur könnte ich einmal pro Woche gehen. Nur zum washen und stylen. Scheitert leider auch an den Preisen.

Was gönnt ihr euch ab und zu, ohne euch über den Preis allzusehr zu grämen? Irgendwelche Hobbys? Heimliche Laster? Regelmäßige Freuden, die wenig, kaum oder gar kein Geld kosten? Meine Freude bis vor zwei oder drei Jahren, die absolut nichts kostete, war meinen Hund blitzschnell über die Wiesen rennen zu sehen. Heute schafft sie es kaum noch vom Haus zum Park und wieder zurück. Wie schnell so ein Tier alt wird stimmt mich traurig. Die Tage hatte sie es nicht geschafft ins Auto zu springen. Deprimierend.

Marco hatte mir vorgestern eine kleine Flasche deutsches Bier mitgebracht. Fand ich nett, dass er mir trotz Wucherpreises eine Freude machen wollte. Mein Mann richtet mir den gebrauchten Schreibtisch her. Hätte ich auch selbst machen können, hatte ich aber überhaupt keine Lust zu. Irgendwie bin ich durch mit abschleifen und streichen und so. Und Jaime sagte mir, ich sei die beste Mutter auf der ganzen Welt. Gut, hat er nur gesagt, weil ich ihm etwas erlaubt habe, um was er gebeten hatte, aber das muss ja niemand erfahren.

13 Gedanken zu “Mit Freude Geld ausgeben

  1. Hobbies und Laster: BÜCHER, aber nie unter 350 Seiten.

    Wie alt ist denn Dein Hund? Hat sie vielleicht HD?

  2. Sie ist 12. Ich vermute eher Arthrose, muss mal mit ihr zum Tierarzt. Doof ist nur, dass sie sediert werden muss, sonst beißt sie neuerdings und wie ich sie in dem Zustand ins Auto kriegen soll, ist mir ein Rätsel. Vielleicht konnte sie auch nicht mehr springen, weil sie vorher ja ne Runde gelaufen war. Mal sehen …

    Bücher … ja dafür kann ich auch immer Geld ausgeben, obwohl ich es sehr eingeschränkt habe.
    Och mönsch, dann kommt mein Buch mit 230 Seiten für dich ja nicht in Frage …

  3. Dann muß die Arme ja wohl Schmerzen haben, wenn sie erst neuerdings beißt. Vielleicht komt der Tierarzt in einem solchen Fall ins Haus? Drück ich doch mal die Daumen.

    230 Seiten? Das ist doch erst eine Einleitung!
    Aber vielleicht mache ich bei Dir mal eine Ausnahme?

  4. Nein, sie flippt nur beim Tierarzt aus, beißen tut sie sonst nie.

    Alles was über 300 Seiten hinausgeht ist künstlich aufgebläht ;-)

  5. Ich nicht. Die wenigsten dicken Bücher reißen mich noch vom Hocker. Du glaubst gar nicht wie oft ich nur noch querlese.
    Die letzten drei Bücher in der nahen Vergangenheit, die ich Wort für Wort gelesen habe, waren zwei von Jeffery Deaver und gerade eben ein ganz altes von Hakan Nesser – sehr amüsant geschrieben und Deaver kann Spannung aufbauen, da gibts ja nix.

  6. Passiert mir auch – das mit dem Querlesen – liegt aber in meinen Augen nicht am Umfang sondern am Inhalt. Deaver – gerade mal nachgesehen. Stücker vier, haben mich nicht soo begeistert, aber doch immerhin weitergekauft. Seltsam., aber mein Mann schleppt auch immer Unmengen an Büchern an.

    Nesser, ja den mag ich auch, obwohl es mich zur Verzweiflung bringt, daß ich sein Land nirgends ansiedeln kann. Ich habe mich für ein bergiges Holland entschieden.

    Früher habe ich mich für E. George begeistert. Die letzten Bücher haben mich tödlichst gelangweilt. Mein Mann meinte, die seien immer so gewesen. Aber “Am Ende war die Tat” empfand ich als ein Highlight.

    Im Moment lese ich den neuen Tana French. Ds Erstlingswerk hat mich etwas enttäuscht, aber Potential ist da. Mal abwarten, bin erst auf Seite 150 …

  7. Deaver hat mich besonders in einem Buch begeistert und zwar von der Schreibtechnik her. Die Auflösung fand ich arg unglaubwürdig – aber dann, naja, dafür ist es ja schließlich fiction. Manchmal stört so was, manchmal nicht. Bei ihm hats mich nicht gestört.
    George lese ich schon lange nicht mehr, so was von langweilig, genau wie Donna Leo und noch viele andere.
    Tana French sagt mir nichts.

    Was genau meinst du mit wo du Nessers Buch ansiedeln sollst?

    Und ja, du hast Recht, manchmal ziehts mich nicht rein in eine Geschichte und ich lese deshalb quer.

  8. Tana French – irische Autorin, gerade ist ihr zweites Buch hier erschienen. Aber ich glaube, nichts für Dich: 780 Seiten.

    Ich bin der Meinung, in einem Interview mit H. Nesser gelesen zu haben, daß er das Land der Van -Veeteren-Romane als Nesserland bezeichnet. Vieles erinnert an Holland, aber es sind geografische Unmöglichkeiten und viele slawische Namen dabei. Als letztes habe ich das erste der Barbarotti-Reihe gelesen, welches mir sehr gut gefiel. Mein Mann ist gerade beim zweiten Barbarotti.

    Beim Deaver störte mich dieser geniale Übermensch im Rollstuhl und seine seltsame Assistentin. Das war mir zu klischeebeladen. Ich mag es, wen es menschelt.

  9. The bodies left behind hieß das Buch von Deaver und das war nicht mit diesem völlig Gelähmten Ex-Cop, obwohl ich danach The Twelfth Card gelesen habe und da ging es um dieses Ermittlerteam.

    Von Nesser habe ich nur dieses eine Buch gelesen Mind’s Eye und das ist bereits 1993 erschienen und erst 2005 oder 6 übersetzt worden.
    Ich fand es sehr erholsam, dass nicht endlos irgendwas belangloses beschrieben wurde und die Dialoge waren saugut.

  10. Eins habe ich auch von Deaver ohne besagtes Ermittlerteam, ist von 98 und schon fast quitte-gelb. Papier ist auch nicht mehr das, was es mal war…

    Beim Nesser wird es schwierig. Mein Mann liebt ihn, ich zählte gerade 14 Bände. Meine Güte, die habe ich noch gar nicht alle gelesen, oder doch? Müßte ich eigentlich, wir haben da ein ganz bürokratisches System mit Klebepunkten für ungelesene Bücher. Das von Dir erwähnte Buch kann ich nicht herausfinden, da die ursprünglichen Titel in schwedisch angegeben sind.

    Ich habe lange gebraucht, um Nesser gern zu lesen, die ersten beiden fand ich ziemlich bescheiden, u.a. Kim Novak badete nie im See von Genezareth. Aber im Laufe der Jahre lernte ich ihn schätzen.

    Lange gebe ich der Tana French nicht mehr. Nichts gegen lange “Einleitungen”, aber die Dame übertreibt; sie leidet offensichtlich an verbaler Diarrhö und kommt nicht zu Potte.

  11. Wenn mein schwedisch mich nicht ganz im Stich lässt und der Titel so ins Deutsche übernommen wurde, müsste das Buch heißen: Das grobmaschige Netz.
    Det grovmaskiga nätet

  12. Das hast Du aber fein übersetzt, genauso heißt es, 1999 hier erstmals erschienen, habe aber keine Erinnerung daran. Ist ja auch schon 10 Jahre her und mein Kurzzeitgedächnis….

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