Wie viele Situationen wir als gegeben hinnehmen und gar nicht wirklich drüber nachdenken, dass es vielleicht auch anders gehen würde, ist mir bei einer Stern Fotoserie aufgefallen. Zwar finde ich den Titel: Kurioseste Flughäfen oder so ähnlich mehr als doof, weil wirklich kurios ist an den vorgestellten Flughäfen nix, bin aber dennoch dankbar fürs Augenöffnen. Oder ich habe eine andere Auffassung von dem Ausdruck Kurios.
Sprang mir doch der Amsterdammer Flughafen ins Auge mit seinem kleinen Spielwald für Kinder. Ich war schon an vielen Flughäfen und nirgends habe ich ein kleines Spielparadies für Kinder gesehen. Da sitzt man als Mutter mit einem Kleinkind oder mittlerweile Viertklässler und langweilt sich zu Tode andere Passagiere zu beglotzen oder den geparkten Jumbojet anzustieren.
In Dubai am Flughafen liegen auch gerne Menschen aus aller Welt direkt vor den Sitzbänken auf dem Fußboden und versuchen eine Mütze voll Schlaf zu bekommen. Ärgerlich nur, dass man dann den Sitzplatz nicht benutzen kann und irgendwo auf dem Fußboden gegenüber hockt, weil alle Liegen in den Ruheräumen grundsätzlich – und das ist ein Naturgesetz! – besetzt sind. Terminal 3 ist endlich fertig gebaut – wann immer ich in Dubai war – war der Flughafen eine riesige Baustelle – nu weiß ich aber nicht, wozu Terminal 3 benutzt wird. Vielleicht für Leute wie mich - in transit – und man kann sich jetzt hoffentlich die Busfahrerei quer über den letzten asphaltierten Meter des Flughafens sparen. Man gewinnt ja sehr schnell den Eindruck, dass man ewig im Bus steht, um von einem Terminal zum anderen zu kommen. Beinahe könnte man in der Zeit direkt die halbe Flugstrecke von Dubai nach Singapur hinter sich haben.
Warum gibt es auf jeden großen Flughafen ein fastfood outlet des goldenen Bogens, aber keine kleine Spielecke für Kinder? Vorzugsweise mit einem hohen Zaun umgeben und diese Tore, die nur Erwachsene öffnen können? Kann doch so schwer nicht sein. Und wann werde ich endlich mit so einem Golfcart von A nach B transportiert? Ich habe auch keinen Bock Kilometer in einer stickigen Atmospähre und mit Handgepäck bewaffnet durch Flughäfen zu laufen, mir einen Wolf zu schwitzen und gleichzeitig drauf zu achten, dass ich meinen Ableger auch nicht verliere.