Leben woanders is doing my head in. Meine schlimmsten Befürchtungen, die ich all die Jahre so gut es ging verdrängt habe, sind wahr geworden. Den Reisestress werde ich überstehen, wie immer habe ich Angst vor dem Abschied in D.-Land, wenn es wieder zurück geht. Nach Hause. Ich hab zwei Zuhause. Und nirgends bin ich so richtig da. Und irgendwie fällt es mir immer schwerer entspannt zu leben. Aber das ist jetzt nicht wichtig.
Ein Segen, dass es online Buchungen gibt, dass ich das Geld grad habe und auch unsere Pässe gültig sind. Heute gebucht, am Montagabend schon in Deutschland. Den wichtigsten Kram heute erledigt, jetzt bleiben nur noch hundert Kleinigkeiten. Dass ausgerechnet jetzt mein Arm bzw. meine Finger verrückt spielen müssen ist extrem nervig, aber nicht zu ändern. Hauptsache der Nerv wird durch die verzögerte Op nicht irreparabel beschädigt.
Und wenn, dann mache ich dafür die Deutsche Bundesbahn verantwortlich. Stundenlang am Computer sitzen und mal wieder den Arm zu überlasten, macht sich unangenehm bemerkbar. Ich konnte nicht glauben, was die Spielerei mit verschiedenen Bahnhöfen auf meine Retina transportierte. Eine stinknormale Bahnfahrt für die ich sonst 2 Stunden benötige – mit dem Auto gehts übrigens auch nicht schneller – ohne umzusteigen – aber das scheint ein Luxus geworden zu sein – von D.-Dorf-Flughafen nach X 7 Stunden und 58 Minuten mit 7 x umsteigen.
Say the fuck what?
Wenn ich über 30 Stunden auf den Beinen bin, steige ich mit Gepäck nirgends mehr um – da falle ich höchstens um. Bahnhofshotel in D.-Dorf für eine Nacht – paar Euro fuffzig unter 100 Schleifen ohne Frühstück.
Say the fuck what?
Einziges highlight, ich darf jetzt 30 kg Gepäck mitnehmen, wo es sonst immer nur 20 kg waren und ich ohnehin immer drüber war – aber großzügigerweise nie extra bezahlen musste. Der Stress beim einchecken fällt weg – hallelujah. Eigentliches highlight – meine Schwester wird mich abholen, was sie sonst ohnehin immer getan hat, nur dieses Mal hatte ich allen Leuten Stress ersparen wollen.
Da sich die DB ihre Kunden vergrault und ich nicht sicher sein kann, dass jemand mit mir mit dem Auto zur Ladies Crime Night nach Düsseldorf fährt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass D.Dorf mich nur bei Ankunft und Abflug zu Gesicht bekommt.
Ab Sonntag – meine Zeit – bin ich nur noch per hotmail zu erreichen. Zur Erinnerung: nochnuser