Um 14 Uhr ist Mitternacht

zu Hause und das mit momentaner Hitze von Mitte 30 Grad. John sagt, die Vögel lauern schon immer im Garten, dass er die Trinkschale vom Hund auffüllt, um sofort darin baden zu können.

Dann nervt es ihn, wenn er alte Bekannte trifft, die sagen: Boh ey, bist du grau geworden – selbst aber nur noch einen Haarkranz oder keine Haare mehr besitzen. Ich meine, die Höflichkeit gebietet es doch dann lauter als sein Gegenüber zu trompeten: Und seit wann trägst du Glatze? Aber nein, mein Mann ärgert sich im Stillen.

Ich habe gestern den neuen Schneefall genossen und eine Schneemännin gebaut, die mit etwas gutem Willen als Lisa Simpson zu erkennen ist. Mit zwei zunächst in der Schneekugel eingerollten und mit spitzen behandschuhten Fingern herausgepulten Hasenkötteln, die als Pupillen fungieren. Die Handschuhe werfe ich dann wech. Oder lasse sie hier bis zum nächsten Winterurlaub in D.-Land – bis dahin habe ich eh vergessen, was ich damit angefasst habe.

Mein Blog führe ich in diesem Monat seit zwei Jahren und es macht immer noch Spaß. Obwohl ich sehr wenig dafür werbe und in keinem social network vertreten bin, ist die Besucherzahl nach einem Jahr bei über eintausend Besuchern im Monat angekommen, hat sich im Laufe des zweiten Jahres zwischen Mitte eintausend und über zweitausend Besuchern pro Monat eingependelt. Vierundzwanzig – mir doch hoffentlich wohlgesinnte Menschen – haben meine gepixelten Gedanken abonniert und an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass man mein Blog nicht aufrufen muss, indem man in einer Suchmaschine meine URL sucht. Das ist ja so, als würde man nach zwanzig gemeinsamen Jahren mit seinem Partner fragen: Wie heißt du noch mal?

Jede Webseite lässt sich unter Favoriten oder für Mozillabenutzer unter Bookmarks speichern. Noch interessanter sind die rss feeds – einfach mal in der Adressleiste auf dieses schöne orangefarbene Zeichen klicken und schauen was passiert. Hinweis: Explodieren tut nix.

Am 6. Januar fliege ich nach Melbourne und komme schon am 8. Januar an. Auch immer komisch Zeit zu verlieren. Ich freue mich in Deutschland gewesen zu sein und auch ganz allgemein darüber, dass dieses Land landschaftsmäßig so vielseitig ist. Gut, geb ja zu, habe ich dieses Mal nur im Fernsehen gesehen – gereist bin ich nicht. Aber beim nächsten Besuch.

Alles Gute fürs kommende Jahr und denkt dran zu tun: whatever makes you happy und nicht die Anderen.

Angus schmeckt suggestiv besser

Hat McDonald (und jetzt auch ne andere Fastfood Kette) herausgefunden und wirbt fleißig mit Angus Rindfleisch. Steht man bei denen und glotzt missmutig aufs Menü, fragt man sich zwangsläufig – what the fuck is Angus beef? – und geht entweder auf die Manipulation der Marketing Abteilung (fettes Kompliment an dieser Stelle von mir) ein und bestellt so ein Stück Angus oder geht manipulationsresistent gefliessentlich drüber weg und bestellt einen ordinären Burger, weil man nicht essen will, was man nicht kennt.

Oder wie bei mir im umgekehrten Fall. Jaimes bester Freund heißt Angus. Kann man Freunde essen? Eben!

Licht in mein Dunkel hat dieser witzige australische Artikel gebracht – allein die Bildunterschrift ist ein echter Brüller – wie ich finde.

Blick in die Vergangenheit

via Heimvideos von vor sieben Jahren, als wir Besuch in Australien hatten, hat uns zwei Dinge offenbart: Wir waren alle schlanker und schöner. Jaime hatte eine dritte Offenbarung für mich ganz persönlich parat. Du siehst aus wie Ozzy Osbourne. Naja, jeder soll ja einen Doppelgänger irgendwo auf der Welt haben und Ozzy und ich sehen uns wirklich sehr ähnlich.

Man frisst sich durch

sämtliche Weihnachtssüßigkeiten – leichte Übelkeit großzügig ignorierend – das Spannen der Hose auch schon nicht mehr wahrnehmend. Schön ist es in Deutschland zur Vorweihnachtszeit – arschkalt – aber schöner als zu Hause. Sonnenschein und Wärme passen für mich eben nicht zur Weihnachtszeit. Ist so.

Das Radio schalte ich eher selten ein, denn wenn ich ein Weihnachtslied nicht mehr hören kann, ist das dieses nervige Band Aid Lied aus den 80ern … do they know it’s christmas time at all … nänänäänäänäää … sag ich mal so: Wären die Missionare nicht in Afrika rumgekrochen, wär den Afrikanern Weihnachten so was von piep, aber echt. Naja mmh … auf der anderen Seite würden dann vielleicht noch mehr Albinos getötet und zu Pülverchen verarbeitet, um vor bösen Geistern zu schützen, gegen Impotenz soll ja auch alles helfen, was nur schräg genug klingt und grad in Afrika ist die Potenz wichtiger, als anderswo. Und deshalb ist so ein olles Band Aid Gesinge doch ganz wichtig, weil jetzt wissen wir, die wollen da auch feiern und was zu essen haben und dank der Missionare und den Entwicklungshelfern und vielen Milliarden harten Dollarn ist ja die Aufklärung gekommen: Albinos sind nicht zum Essen da!!! und so schließt sich glaub ich der Kreis.

Okay, sollen sie halt doch weiter singen. Mein Radio bleibt trotzdem ausgeschaltet. Frankie Boy und Bing (wat ist das überhaupt für ein Name?) Crosby mögen bitte auch ihren Mund halten.

Gestern kindlich gefreut über den vielen Schnee und Schneeballschlacht gemacht. Seit sechs Jahren keinen Schnee mehr erlebt. War ein bisschen mühselig Schneebälle zu formen, weil der Schnee zu pulverig war. Aber wo ein Wille, ist auch ein Weg. Gar nicht schön war der Schneeball, den ich in den Nacken bekommen habe – brrr war das kalt. Alexander hat mit unkonventionellen Mitteln gekämpft und gleich ne Schaufel zur Hilfe genommen.

Meine großen Kinder sind gestern mit Mühe und Not noch mit dem Zug nach Hause gekommen. Eigentlich hatte es nach Amsterdam gehen sollen, aber der gesamte Zugverkehr nach Holland war eingestellt worden. Wir werden mit alle Mann Weihnachten feiern, alle köcheln was, bringen was mit, ich freu mich. Yeepee wir haben schon einen riesigen echten Tannenbaum gekauft – mein erster echter Baum seit Jahrzehnten!

Für Februar ist wieder Outbackurlaub gebucht – puh … das wird heiß. Ich seh mich schon mit roter Birne völlig erschöpft und übellaunig durch Alice schleichen.

So, konnte ich wieder nicht meinen Mund halten, ich alte Plaudertasche. Von wegen letztes Posting für dieses Jahr. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern sach ich mal und schick gleich mal einen fetten Weihnachtsgruß an Burkhard in Neuseeland.

Haarige Angelegenheiten

Manchen Weibsen wachsen  Haare auf den Zähnen, dass sich im Handumdrehen ne schicke Perücke daraus herstellen lässt, mir wachsen zwei sehr blonde Haare an Schläfe und Ohrläppchen, die eigentlich immer unter Beobachtung stehen. Eigentlich. Irgendwie hatte ich die letzten Wochen nicht aufgepasst oder Gesichtscreme hat bei meiner akribischen täglichen Untersuchung jedes Mal das Haar an die Haut gepappt – tsetse -  ich weiß es nicht. Noch ein paar Tage länger unentdeckt und ich hätte mir ne Dreadlock Perle dranhängen können.