Karo, arbeitslose Lehrerin, per Fernkurs auf Privatdetektivin umgesattelt und weil die Auftragslage nicht immer den finanziellen Anforderungen des Lebens entspricht, begehrte Putzfrau in Villenvierteln – schwarzarbeitend – versteht sich, muss man einfach mögen. Während sie als Privatdetektivin eher nicht sehr wählerisch bei der Auftragsannahme sein kann, ist sie als Putzfrau in der glücklichen Position auch schon mal potenzielle Arbeitgeberinnen zu Bewerbungsgesprächen einzuladen.
Eine gute Putzfrau hat ihre Arbeitgeber eben voll im Griff, wie die Autorin weiß.
Manchmal springt Freundin Moni, Bibliothekarin auf halber Stelle mit befristetem Arbeitsvertrag als Putzhilfe ein, wenn Karo ermittelt. Wozu sonst sind Freundinnen oder befristete halbe Arbeitsstellen gut? Eben.
Die Mischung aus skurrilen und lebendigen Charakteren, Humor und Ironie hat mich bestens unterhalten. Viel während des Lesens gegrinst, manches Mal laut gelacht – besonders in der Geschichte, als Karo beinahe als Praktikantin einer Nacktputzfrau (!) auf Pumps, aber mit einem obligatorischen Staubwedel bewaffnet endet, und sich „unauffällig“ in ein Zimmer wedeln soll, um dort zu ermitteln.
Für alle Krimiliebhaber die gerne zwischendurch weniger blutrünstige Krimis lesen unbedingt empfehlenswert.
Der Beuys von Borbeck: 13 saubere Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky (Broschiert) von Gesine Schulz.