Bescheidenheit ist eine Zier

weiter kommt man ohne ihr.

“You know what I would like for my birthday?” “Birthday? Your birthday is in September.” “So?” “What (suffering voice) do you want?” “I’ve been thinking helicopter scenic flight!” “Gee! You’re gettin cheaper by the year.”

Heute allerdings habe ich einen wunderschönen Ring gesehen … got me thinking …

Augen am anderen Ende der Welt

die Sonne aufs Meer glitzern sehen und FrauD guckt auf Schnee durch ungeputzte Fenster  … tsetsetse … komische Welt in der wir leben.

Fäden raus, Narbe hässlich

Funktion in den Fingern wesentlich besser, aber noch lange nicht perfekt. Noch weitere vier Wochen aufs Fitnessstudio verzichten – achjanu – aufm Soffa ist’s auch ganz gemütlich.

Gestern Abend im Kino Sherlock Holmes gesehen und im letzten Drittel beinahe eingeschlafen. Bin mir nicht wirklich sicher, ob es an den 1.5 Gläsern Rotwein vorab lag oder am Film. Vom Hocker gerissen hat er mich nicht, düsteres, schmuddeliges London gepaart mit zwei guten Schauspielern und einer für meinen Geschmack drögen Story. Tja, war noch nie wirklich ein Holmes Fan und warum ich mir den Film ansehen wollte … keinen Schimmer. Avatar interessiert mich – wenngleich ich 3D Filme ganz toll finde – eher nicht. Zu viel schlumpfiges Blau, wenn ich der Vorschau vertrauen kann. Vielleicht mal als DVD ausleihen.

Die Eintrittspreise hier sind ohnehin obszön – 17 $ finde ich unverschämt. 3.49 $ für eine mickrige Avocado allerdings auch. Können sie behalten, ich bin es wirklich Leid diese Horrorpreise im Supermarkt zu zahlen für einheimisches Obst und Gemüse. Preiserhöhungen bis zu 16 % hat es bei den Lebensmitteln gegeben und die Rede ist schon wieder davon, dass der Leitzins zum vierten Mal hintereinander erhöht werden soll. Der australischen Wirtschaft geht es super und weil das so schön ist, dürfen wir unser Portemonnaie immer weiter öffnen … WTF?

PS Ich habe die Tage eine Bananenpflanze gepflanzt und bin gespannt, ob und wann man mal ein Banänchen ernten kann.

Life is unfaiiiiir

In Dland habe ich morgens Malcolm in the Middle für mich entdeckt. Ist ja schon zig Jahre alt, früher nie wirklich viel davon gesehen, mittlerweile ein Fan. Die Mutter ist so krass, dass ich Jaime hin und wieder androhen muss in Lois zu mutieren, wenn er sich wegen lächerlichen Mist beschwert, die faule Socke.

Hier laufen auch Wiederholungen, nur schafft es der Sender eine 20 Minutenepisode alle 3 Minuten durch Werbung zu unterbrechen. Ich verzichte jetzt auf Malcolm – leider – denn dermaßen auseinander gerissene gags sind einfach keine gags mehr.

Wie ein gewalttätiges Videospiel extrem freundlich im Umgang miteinander machen kann und eine friedliche Fernsehsendung aggressiv, kann man in diesem Clip verfolgen :-)

Schweden haben kurze Füße

Heute bei Ikea gestöbert, Kramiges tolle Sachen gekauft, die man immer gebrauchen kann. Auch eine Personenwaage, die leider so klein ist, dass die Füße drüber hängen, wenn man drauf steht. Ja sach ma … Wenn sie jetzt noch weniger Kilos anzeigen würde, statt – Verdacht, Verdacht – mehr, würd ich ja nicht meckern …

Eine Stehlampe für den Flur gekauft, die jetzt darauf wartet, dass der hauseigene Elektriker eine Steckdose im Flur installiert. Dazu muss er ein Loch in die Gipswand sägen, auf den Dachboden klettern und irgendwas verkabeln, dann mich mit einspannen – die ich dann vor dem Loch hocken muss und das neue Kabel durch den Schacht vom Dachboden aus herunterziehen muss. Zwischendurch darf man sich dann noch im wahrsten Sinne des Wortes anschreien lassen, weil anders die Verständigung über die Entfernung nicht funktioniert. Ich hasse diese popeligen Verkabelungen durch hohle Wände.

Zum Glück für meinen Mann hat sich das Gerenne wegen jeden Glühbirnenwechsel zum Hause seiner Mutter – 1 Autostunde entfernt – ja jetzt erledigt. Der neue Schnasi ist Elektriker. Da kann man nur Allzeit gut Strom wünschen.

Später noch im Ort hier wehmütig an Grundstücke vorbeigefahren, die ich mir nicht leisten kann.  Ein 4000 Quadratmeter Grundstück in Berwicks Hügeln für 750.000 $ – ohne Haus – versteht sich. Ich muss nicht so ein riesiges Grundstück haben, aber die Gegend ist traumhaft. Wie viele Jahre fahre ich immer mal wieder durch diese Straße und gräme mich über unseren Geldbeutel … *seufz

Anders gähnen

Ich sehe seit Jahren hier Menschen, die die Backe dermaßen aufreißen und denen es überhaupt nicht in den Sinn kommt, mal dezent die Hand vor den Mund zu halten, wenn sie gähnen. Wer hat denn Lust in fremde Münder zu glotzen?

Stehe ich heute neben einem Auto mit Fähnchen dran an der Ampel, sehe einen jungen Mann bis zu den Kiemen gähnen, dann bohrt er in der Nase und hört erst auf, als er bemerkt, dass ich zu ihm rüber gucke. Vielleicht war er aber auch nur fertig mit bohren, wer weiß das schon. Kurze Zeit später, als die Ampel auf Grün umschaltet, sehe ich ihn schräg vor uns fahren – Arm lässig aus dem Fenster hängen, Finger gekrümmt und verzweifelt versucht abzuschnippen, was kurz zuvor gefunden wurde. Bäh!

Haben Männer eigentlich überhaupt keine Scham oder sind die nur hier so unmanierlich?

Love it or leave bumper stickers

make me sick every time I see one. Der Autor dieses Artikels spricht mir aus der Seele. Ich kann diesen Extrem-Patriotismus, die Dummheit und Ignoranz, die diese Aufkleber bestätigen, die australische Flagge, die Nationalhymne und neandertalhaft aussehende blokes, denen die Beschränktheit am Gesichtsausdruck abzulesen ist, nicht mehr ab.

Ich bin freidenkend und freilaufend aufgewachsen und mir läuft’s kalt den Rücken runter, wenn Menschen nicht in der Lage sind kritisch zu hinterfragen, wie ein Staat und seine Gesellschaft  sich entwickelt.

Am 26. Januar ist Australia Day und ich werde keine Zeitung lesen und ganz bestimmt den Fernseher nicht einschalten. Keinen Bock auf Aussieflaggen, die auf Gesichter gemalt sind und auf vier Monate alte Babies, die an spiesseligen Plastikstöckchen geklebte Flaggen in ihren Minifäusten halten und aus Kinderwagen heraus wedeln.