Mit dem Zug von Fiji nach Neuseeland

Gibt es eine Zugverbindung von Fiji nach Neuseeland? Nein, leider nicht. Es wird aber fleißig an der Zugverbindung Southern Cross Station (Hauptbahnhof in Melbourne für diejenigen, die nicht in Victoria leben) nach Berlin gebaut.

Was für ein Auto brauche ich, wenn ich über Nacht vom Great Barrier Reef nach Perth (Ostküste-Westküste)  fahren will? Ach, Autotyp ist eigentlich egal, irgendwann kommen se alle an.

Um welche Uhrzeit schwimmen die Wale vorbei? Grundsätzlich um 15:04 Uhr, selten gegen 15:45 Uhr. Abhängig von der Meeresströmung und ob sie noch Verwandte besuchen.

Wie viele Hotelgäste werden am Karfreitag in Ihrem Swimmingpool sein? Keine. Ein guter Katholik geht an diesem Tag nicht schwimmen, sondern in die Kirche.

Kann ich an einem Geldautomaten in Europa australische Dollar bekommen? Selbstverständlich. In Europa kann man in jeder Währung bezahlen. Am liebsten nehmen sie Alaska Dollar.

Warum haben die in England eigentlich so viele Ruinen gebaut? Um Touristen anzulocken. Warum wohl sonst?

Eine kleine Auswahl an blonde moments Fragen von Touristen die viel Geld, aber wenig Verstand haben. Was mich brennend interessiert ist: Woher wissen diese Leute, dass es Leben ausserhalb ihrer Heimat gibt???

Ich höre

The Brightest Star In The Sky von Marian Keyes. Die Story selbst finde ich jetzt weniger umwerfend, als einige ihrer Bücher, die ich gelesen habe und bin wirklich froh, dass ich nicht jedes Wort lesen muss. However – das Hörbuch in Englisch ist alleine wegen der irischen begnadeten Vorleserin ein Genuss.

Auf ihrer Webseite schreibt sie, dass sie an Depressionen erkrankt ist, was einem mal wieder vor Augen führt, dass auch erfolgreiche Menschen ihre Päckchen zu tragen haben. Wie oft denkt man: Wenn das und das passiert bzw. eintrifft, bin ich glücklich und zufrieden. Wenn es doch nur so einfach wäre. Spielt die Chemie im Körper verrückt, kann es jeden treffen. Ich finde die Ehrlichkeit, mit der diese Frau durchs Leben geht sehr erfrischend.

Wünschen wir Marian, dass es ihr bald besser geht.

Im Urlaub habe ich Kind 44 von Tom Rob Smith gelesen – deprimierender Krimi aus der Stalinära mit einem für mein Empfinden an den Haaren herbeigezogenem Motiv – was zum Glück erst auf den letzten Seiten offenbart wurde und somit das spannende Lesevergnügen nicht wirklich gedämpft hatte. Aber irgendwie ärgere ich mich doch immer über extrem konstruierte Motive, die dem Ende einer Geschichte einen faden Beigeschmack gibt. Dennoch zu recht in mehrere Sprachen übersetzt und so weit ich informiert bin auch auf irgendwelchen Bestsellerlisten zu finden – was nicht unbedingt von Genie zeugen muss, wie wir alle wissen. Interessant, wenn man sich gerne durch das Russland der Stalinära gruseln möchte.

Eine wahre Wohltat dagegen und absolut empfehlenswert ist David Nicholls Zwei an einem Tag.  Ab und zu muss auch ich was lesen, was nix mit Krimi zu tun hat.

Tödlicher Atem

könnte glatt ein Buchtitel sein. Klingt spannend. Spannender, als die Realität, die ich euch nicht vorenthalten will (Jammergelegenheit!). Die gute Nachricht ist, mein Arm ist noch dran, die betrübliche: ich merk noch keinen Unterschied in den Fingern, dafür brennt die Wunde am Ellenbogen, aber was will man so frisch geschnitten erwarten?

Ich habe die Narkose überhaupt nicht vertragen, was ich extrem empörend finde und mich gefragt habe: Wäre Michael Jackson aus seinem Narkoseschlaf wieder aufgewacht, hätte er dann so viel gekotzt wie ich? Mir war so was von fies im Magen, so was von doof im Kopf – als wär ich besoffen und sprechen und denken verlief zeitweilig in slow motion. Mich hat das sehr gewundert, hatte ich vor zwei Jahren plus doch überhaupt keine Probleme. Ob die Krankenschwester mein Gewicht falsch eingetragen hatte? Sie lief nämlich zwischendurch in ein anderes Zimmer,ohne meine Werte einzutragen,  kam wieder und fragte mich: Wieviel wiegen Sie noch mal? Und hatte mir dabei 10 kg mehr angedichtet, was ich superempört von mir gewiesen habe. Muss man sich mal vorstellen … 10 kg … das ist bestimmt ein 2.5 jähriges Kind mehr auf den Rippen.

Gnädigerweise habe ich eine Tablette bekommen, die ich langsam auf der Zunge zergehen lassen sollte, die es allerdings schaffte den Kotzgeschmack im Mund noch zu  übertreffen. Grad so, als hätt man am Hintern einer Kuh geleckt. Und wie hartnäckig sich der Geschmack gehalten hat. Ich mein, da nimmt man was gegen Sauübelkeit und kriegt was verpasst, was einem für immer die Geschmacksknospen verätzt. Man wundert sich …

Zuhause habe ich dann all meine Lieben um mein Bett versammelt und Anweisungen geflüstert. Meinen Kotzeimer habe ich fairerweise jedoch selbst geleert, wofür mein Mann mir ewig dankbar sein wird. Ne Packung von den fiesen Tabletten gegen Übelkeit habe ich jetzt auch hier liegen, die kloppe ich aber heut noch in die Tonne. Meine Jeans ist mit Blut versaut, weil die Krankenschwester keinen Druck auf den Einstich der Kanüle nach dem rausziehen ausgeübt hat – blöde Amateurtusse – aus Rache habe ich auf den Rasen vor dem Krankenhaus gekotzt.

So, hoffe ich hab euch nicht den Appetit versaut, heut gehts mir schon wesentlich besser, der Morgenkaffee ist auf jeden Fall drin geblieben.

Aus Aussage abc wird zyQuadrat

Drei Fakten aufgezählt und als Antwort von jemanden bekommen: Du klagst ja ganz schön.

Interessant, wie manche Menschen Informationen verarbeiten. Die selbe Person sagte vor einigen Wochen zu mir: Du hast ja dafür gesorgt, dass dein Chef entlassen wurde.

Nachdem ich meinen Schluck Tee, den ich in dem Moment gerade getrunken habe, durch die Nase wieder rausgeprustet hatte und mich heimlich nach einer versteckten Kamera umsah,  konnte ich dann noch ein: Wie bitte?, stammeln und ein: Was redest du denn da?, hinzufügen.

Da rennt jemand über ein Jahrzehnt in dem Glauben herum, dass ich – seinerzeit kleines angestelltes Licht – dafür gesorgt habe, dass mein Chef gefeuert worden ist. Man könnte direkt drüber lachen, wenn es nicht so ein queres verdrehen von Fakten wäre. Meine kurzen Ausführungen von damaligen Tatsachen sind – ebenso interessant – kommentarlos hingenommen worden. Vermutlich hat der ehemalige Chef auch meinetwegen Krebs bekommen. Ich kann die Gesundheit von Mitmenschen beeinflussen. Ich kann Krebsgeschwüre gedeihen lassen, wie andere Frauen Orchideen.

Und jetzt geh ich Lotto spielen. Ich kann nämlich auch die Zahlen vorhersagen.

Freiluft glotzen

in den Docklands. Dass in Arztpraxen, bei Banken – demnächst bestimmt auch bei der Post – überall Flachbildschirme rumhängen und einen beim Warten mit dem Mist vollmüllen, den man am eigenen Bildschirm zu Hause gar nicht erst einschaltet, ist ja nix Neues.

Aber noch draußen? Gestern in den Docklands in Melbourne entdeckt und geweint.

… kann mich gar nicht entscheiden … alles so schön bunt hier …