Zu spät

Beinahe drei Jahre sind die water restrictions in place hier in Melbourne. Gnädigerweise denkt man jetzt darüber nach, sie geringfügig zu lockern. Im Gespräch ist, dass man seinen Garten jetzt bis zu acht Stunden pro Woche, statt zwei Stunden, wässern darf. Übrigens zu Zeiten, wenn selbst die native animals noch oder schon schnarchen. Eimerchenweise. Ich sach ma so: Unser Garten ist zu groß, als dass ich eimerweise Wasser schleppen könnte – schon mal gar nicht mit einem operierten Arm – und in Afrika lebe ich schließlich nicht, wo Frauen und Kinder nix anderes kennen, als den ganzen Tag lang Wasserbehälter auf dem Kopf zu balancieren und zig Kilometer täglich zurücklegen.

Bin ich eigentlich die Einzige, die sich fragt, was afrikanische Männer machen,  außer im Staub herumzusitzen und zu palavern?  Sowieso habe ich gar nicht so viele Kinder, wie ich Wassereimer benötigen würde, um einige Büsche zu reanimieren.

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hier im heimeligen MadamOz Plauderblog. Ein gern gehörter Klassiker – noch vor Alexandras toten Baumfreund – Mittsommerblues von Uschi Blum.

Warum ich Lieder wie dieses  hier und das auch noch im Langzeitgedächtnis gespeichert habe, mir aber nie merken kann, was ein Schwarzes Loch sein soll, ist mir ein Rätsel. Ein noch größeres Mysterium ist, warum eine talentfreie Hans Albers Stimme auf Platte gerillt worden ist. Ich hätt’s auch nicht schlechter singen können.

Erklärungsversuch nach 143 Selbsttherapiestunden: Während Elvis seine Hüften kreisen ließ, die Beatles schlechte Frisuren salonfähig machten und die Stones rollten, habe ich mich als Kind mit dem musikalischen Erbe aus der Jugend meiner Mutter vergnügt: alte Schallplatten bei Omma auffm Plattenspieler aufgelegt und um fremde Seemänner geweint. Und Bäume.

Das bleibt aber unter uns!