Steine werfen – ganz viele

Wer ohne Sünde ist … blablabla. Schade, dass ich hier was Biblisches anbringen muss, obwohl mir ja gar nicht biblig ist und das schon seit Jahrzehnten nicht.

Aber heute ergab es sich, dass ich Besuch hatte von Menschen, die sich Christen nennen und auch zur Kirche gehen. Ich weiß es ja seit Jahren, dass Christen keine besseren Menschen sind, sie sich selbst aber gerne so sehen.

Dabei sind sie mit Vorurteilen belastet, wie Beijing mit Luftverschmutzung. Jedenfalls habe ich keine Lust mehr gehabt mir dummes Geschwätz anzuhören und gesagt: ” … wenn du deine Vorurteile mal einpacken, länger und vor allem bewusster hinsehen würdest, würdest du auch Schönheit sehen.”

Man, ich bin keine Kulturprinzessin, aber so viel Kultur ist in mir, dass ich Schönheit erkenne, wenn sie mir über den Weg läuft. Ich bin kein Gutmensch, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, sich stellvertretend für alle Minderheiten dieser Welt zu empören, gleich, ob Minderheiten Gutmenschempörung haben möchten oder nicht. Gutmenschen und hier pixel ich (m)ein eigenes Vorurteil, kennen sich oft nicht im Empörungskulturkreis aus, was keine echte Hilfe für Betroffene ist. Sie richten und können auch nur so richten – mit ihren eigenen Wertesystemen. Umgekehrt tun dies andere Kulturkreise auch, was kein Geheimnis sein dürfte, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

Wenn mir jedoch jemand in einer Unterhaltung etwas dermaßen Ignorantes, wie diese Person heute sagt, gibt es eine passende Antwort. Und zwar immer. Das macht mich nicht zwangsläufig zu einem besseren Menschen, aber ich habe auch nie behauptet, dass ich danach strebe.

Dieser Artikel wurde Ihnen mit vollem Magen von Food Star – All you can eat restaurant – präsentiert. Eingekleidet wurde Madam von Levi, Target, Queen Victoria Market, Haar und Make-up: DIY, Drogenkonsum: Philip Morris.

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Eurokrisensprech

Entweder bin ich bekloppt, der Eurokrisensprech oder der Eurokrisenberichterstattungjournalistensprech.

Ich gebe zu, ich lese halb, quer, gar nicht, aber ist das ein Wunder bei solchen Sätzen .. ?

… und haben den Euro-Rettungsfonds EFSF mit zwei Kredithebeln ausgestattet (aaah jaaaa !?) … ein zweiter Hebel ist die Öffnung des Fonds für Investoren von (von? empfinde ich so überflüssig wie ein drittes Auge) außerhalb der Eurozone … wie groß die Hebelwirkung am Ende (welches Ende?) sein wird … von den Ministern beschlossenen Leitlinien sehen eine Hebelung um das Drei- bis Fünffache vor (jetzt wissen wir auch das) …  der Fonds hätte dann eine Feuerkraft (AK 47 oder was?) … von XYZ Milliarden …

Ich packe jetzt meine 50 Euro und ein paar Zerquetschte unters Kopfkissen, lese nix mehr darüber, geh meine Dollarscheine bügeln und schaue mir nochmal den heutigen Mark Twain Geburtstagsgoogledoodle an.

Mahlzeit!

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Spachteln und klammern

Wenn nicht bald das Dachfenster in unserem Bad wieder eingebaut wird, muss ich noch länger mit einem Spachtel die überschüssige Grundierung (Make-up) abkratzen. Ich hasse Badezimmer ohne natürlichen Lichteinfall. Meine Augenbrauen würden sich auch bedanken – aber gut, die Tage hat sich die Kosmetikerin ein fettes Gehalt verdient – dafür habe ich eine Arm- und Handmassage inklusive bekommen.

Wie ich mir heute Mühe mit dem Haare trocknen geben will und mir eine dieser Haarkrallenklammern mit dicken Haarsträhnen auf dem Haupt platziere, geht mir natürlich nach wenigen Minuten der Föhn aus, weil er überhitzt war und das obwohl ich nicht die höchste Wärmestufe genommen habe. Das Ganze dann zweimal kurz hintereinander – Unterhaare hinten trocken, alles andere noch nass. Wurstel ich so lange am Laptop, vielleicht können mich so auch die Nachbarn sehen – mir egal – ich lass das jetzt so … bis mein Mann unverhofft nach Hause kommt und einen Schreck bekommt. Guuut … nehme ich das nächste Mal die entzückende Klammer aus dem Haar, bevor ich das Bad verlasse.

Nicht gesucht

und doch gefunden. Dieses Prachtexemplar habe ich bei meiner Onlinesuche nach Reisegepäck gefunden. Als Trolley und etwas größer würde ich sie mir ja sofort kaufen. Klaut garantiert niemand. Aber als Täschken, das man über Flughäfen schleppen muss – nö. Ausgesucht habe ich mir dann zwei lila-schwarze Trolleys, die ich sicherlich schnell auf dem Gepäckband erspähen kann. Muss man dann nur noch alle Mitreisenden aus dem Weg schaffen – kennt ihr die Leute, die immer so dicht dran stehen, dass man seinen Weg nur noch per Ellenbogen zum eigenen Gepäck findet? – ätzend diese Leute.

Einmal ergab es sich, dass nur noch ein einzelner Koffer auf dem Gepäckband seine Kreise zog, kurz darauf fuhr er dann auf dem Trolley des Gepäckeinsammlers davon. Ich winkend hinterher. Hatte meinen eigenen Koffer vorher nicht erkannt – und das, wo ich den schon 15 Jahre besitze. Mit lila-schwarz soll mir das nie wieder passieren.

entzückend, stylisch, hat garantiert nicht jeder :-)