Leben woanders – alles anders oder was?

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Ich grab dir ein Loch, so wie im Määärchen

14 November, 2009 · Kommentar schreiben

naja, oder so ähnlich. Hör und lese nix von meinem Mann. Ob der schon meine Anweisungen befolgt hat, ein Loch in die Veranda zu sägen und tief zu graben – um den Whirlpool darin zu versenken? Vermutlich nicht, Boden sauhart, da geht dat graben mit popeliger Schaufel nicht und heiß ist es auch. Dass mir das ja fertig ist, wenn ich wieder da bin.

„Wieder da bin“ erinnert mich daran, dass ich die Tage einen Blick auf mein Ticket geworfen habe. Es hat auch nur 20 Minuten gedauert, bis ich aus meiner Ohnmacht erwacht bin. Hat man mir erzählt. Ich muss wohl beim buchen so durcheinander gewesen sein, dass es mir glatt durchgegangen ist, dass der Rückflug auch so ein FUCKING NON-STOP-MARATHON ist. Nix wie umbuchen – 150 Euro, thanks!

Kategorien: Bekloppt · Familienkram

Doofmach Sendungen am Nachmittag

8 November, 2009 · 9 Kommentare

gibt es zur Genüge, wie ich feststellen konnte. Knipse ich mich durch die vielen Kanäle – rauf und runter, runter und rauf – und auf mindestens fuffzig bekomme ich blöde Problemfamilien zu sehen *gähn

Ihr blöden Problemfamilien, habt ihr nix besseres zu tun, als eure superblöden Probleme in die Nation zu strahlen?

Neulich hab ich eisern fünfzehn Minuten ausgeharrt. Ganz viele hässliche Menschen hatten die da. So einen Milchbubi-Goth mit seiner dicklichen Goth-Freundin. Und im Publikum saß die ganz dicke Goth-Mutti des Milchgesichts und sah einfach nur abgewrackt aus. Die war ja jahrelang Hausfrau in so einem Vier-Seelen-Dorf und dann ist sie einfach nach Berlin mit ihrer Mischpoke gezogen. Hat halt jahrelang unter der Spießigkeit gelitten. Kann ich ja noch nachvollziehen. Aber muss man sich da gleich freiwillig hässlich machen? Jetzt sind se alle Goth und haben bestimmt tolle Jobs, wenn sie nicht gerade im Fernsehen auftreten.

Kategorien: Bekloppt · Lästern
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Von wichtigen Tagen und Zinserhöhungen

3 November, 2009 · Kommentare sind deaktiviert

Gestern war Melbourne Cup Day. Pferderennen. Und natürlich die monatliche Sitzung der Bundesbank. Die tun nix anderes, als zu bekakeln – Zinsen in Ruhe zu lassen, zu senken oder zu erhöhen. Was für ein Job. Gestern gingen Pferde mit Namen wie: Shocking, Alcopop, Crime Scene, Kibbutz, Harris Tweed und wat nicht noch an den Start. Ich hätte logischerweise auf Crime Scene gewettet, aber das Pferd ist auf den 2. Platz gekommen. Shocking hat gewonnen. Bin mal gespannt, ob Marco gewettet hat. Hör und seh nix, vor lauter Examensvorbereitungen kommt das Kind nicht zum Schreiben.

Als einziges Land hatte Australien im letzten Monat den Leitzins erhöht. Alle Welt hatte den Atem angehalten – nach Finanzkrise und so konnten sie ihren Augen nicht trauen. Wie gut muss es unserer Wirtschaft gehen, dass man sich eine Zinserhöhung erlaubt? Wir haben sie überlebt, die Erhöhung und prompt wurde gestern schon wieder erhöht. Gemein. Ich habe mich so gefreut wenig Geld an die Bank zahlen zu müssen. So richtig kapieren tu ich’s ja ohnehin nicht. Wieso sorgt die Bundesbank dafür, dass wir weniger Geld in der Tasche haben? Was man sich alles kaufen könnte … ich brauche  ja noch neue Sommerkleidung. Ist ja recht warm zu Hause geworden.

Ist sowieso komisch mit dem Kunstprodukt Geld. Die Preise kommen mir in Deutschland so niedrig vor und trotzdem ist meine Kohle schnell weg. Irgendwas stimmt doch da nicht. Ich weiß auch zufällig, wie es überhaupt zu Landbesitz in uralt Zeiten gekommen war. Einer hatte behauptet, das gehört mir und die anderen haben’s geglaubt. Und deshalb haben manche Menschen ganz viele und große Grunstücke und manche leben unter Brücken und wärmen sich im Winter ihre Hände über ein Feuer in einer Blechtonne.

Seltsames Leben auf diesem Planeten, wo eigentlich keinem was gehört und sich jeder ramscht, was er kriegen kann und dann noch für viel Geld  Ressourcen an seine Mitplanetenbewohner verscherbelt.  Will ja niemand mehr mit der Fietse fahren oder zur Wärmeerzeugung Blechtonnen herumstehen haben. Der oft bemühte Satz Migranten gegenüber: Dann hau doch ab, wenn es dir hier nicht passt, geht doch gar nicht. Man kann noch nicht einmal woanders hin, wenn es einem nicht mehr gefällt. Überall die gleichen gierigen und skrupellosen Evolutionsergebnisse mit Dollarzeichen in den Augen.

Kategorien: Bekloppt · Leben woanders
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Deutschland, deine Farbe ist Lila

1 November, 2009 · 5 Kommentare

Es gibt ja Lila und Lila oder auch Lila. Bei diesen Farbnuancen scheint für jeden was dabei zu sein, nur nicht für mich. Mancher Farbton erinnert mich an meinen Pelikan Tuschkasten aus der Grundschule. Mind you, ich bin knapp über Vierzig. Sieht so aus, als würde man oder auch nur ich ab Vierzig öfter mal in der Vergangenheit krösen. Ich will das gar nicht. Es kommt automatisch. Dann fühle ich mich alt, obwohl ich erst 28 Jahre alt bin.

Lila hin oder her, alles ist heute grau. Nebeligtrübgrau. Die Wildgänse ziehen übers Haus – sind bestimmt auch grau. Bei diesem Wetter kann man anziehen was man will, noch so farbenfroh, es wirkt dennoch grau. Hab sowieso nix farblich Schönes mitgebracht, da ich keine Winterkleidung besitze, die dem deutschen HerbstWinter genügen würde – Schuhe und ein Rock ausgenommen.

Ich befinde mich in einem erzkatholischem Dorf in dem ich gestern mit dem neuen Kleinwagen meiner Schwester herumgedüst bin. Normalerweise brauche ich Wochen, bis ich mich traue wieder hier Auto zu fahren. Diese fürchterlichen engen Straßen, kaum parkt ein Auto am Straßenrand, stockt der gesamte Verkehr, Millionen Fahrradfahrer mit eingebauter Vorfahrt, dieses ständige über die Schulter gucken beim abbiegen, Rechts vor Links in Dorfecken, in denen ich mir gar nicht sicher bin, ob ich mich jetzt auf einer Straße befinde oder auf einem Schleichweg, der ins Nirgendwo führt, tsetsetse. Bei uns sind die Fußgänger und Fahrradfahrer ja besser erzogen. Die warten geduldig bis das Auto vorbeigefahren ist. Wenn ich mal großzügig anhalte und dem Fußgänger zuwedel, er möchte sich in Bewegung setzen, werde ich nicht selten verständnislos angeglotzt. Ich habe mir sagen lassen, dass in Südafrika das Leben eines Fußgängers nix wert ist. In Ägypten auch nicht. Da sind wir in Ozland ja geradezu human.

Jetzt im November rennt sich die Dorfbevölkerung Blutblasen zum Friedhof, Grabpflege wird mit einer Hingabe betrieben. Drängt sich mir die Frage auf, ob die Dorfbewohner zu Lebzeiten der Angehörigen auch so penibel und pflichtbewusst miteinander umgegangen sind. Wenn ich mir die enormen Grabsteine, die Bepflanzungen, die Grabplatten, die Grabgestecke – pünktlich zum Totenkultnovember – ansehe, dann schätze ich könnte man mit der Gesamtsumme dreißig Dörfer in Afrika ein Jahr lang ernähren und es würd noch was übrig bleiben für meine Schönheits-OP. Ich hätt  ja direkt Lust einen grinsenden Kürbis aufs Grab zu stellen, statt diese grässlichen roten Lichter. Leuchtet heute Abend bestimmt wie im Rotlichtmillieu aufm Friedhof. Unheimlich bekloppt finde ich diese Sitte. Aber gut, was gehe ich auf einen katholischen Friedhof auf den überhaupt keine Angehörigen von mir begraben liegen.

Kategorien: Bekloppt

Verzögerungstaktiken R Us

15 Oktober, 2009 · 4 Kommentare

Nie ist sein Zimmer so aufgeräumt und sauber, wie vor Examen oder Abgabeterminen von umfangreichen Essays. Ich habe das nie in Zusammenhang gebracht. Tatsächlich glaubte ich endlich hätte meine Vorbildfunktion Früchte getragen. Tja, irren ist menschlich. Neulich war auch ein Artikel im Uni-Spiegel darüber zu lesen und Marco bestätigte alles, was dort geschrieben stand.

Meine eigene Verzögerungstaktik ist ja auch nicht ohne. Internet gucken bis zum Abwinken und wenn es noch so blöde Artikel sind. Anstatt mich morgens gleich in Sportkleidung zu kleiden erstmal unangezogen (aber nicht nackig) auf dem Sofa hocken und Internet gucken. Und Kaffee trinken. Dann noch mal ne Zigarette rauchen, noch ein bisschen Kaffee trinken. Noch mehr Internet gucken. Zwischendurch darüber nachdenken, wann man einkaufen gehen soll – muss hier immer gut getimed werden – dienstags Rententag, mittwochs oder donnerstags werden alle anderen bezahlt, früh morgens gehen oder doch erst kurz vor dem Mittag? Kurz bevor Schule aus ist oder erst um 19 Uhr (Parkplatzgarantie im undercover parking) – Nachteil: kein frisches Brot mehr.

Ach jetzt ist es schon 10 Uhr, da will ich jetzt auch nicht mehr trainieren, also doch duschen. Ich kann ja heute Nachmittag gehen. Oder morgen. Unentschlossen vor dem Spiegel stehen und Alterungsprozess begutachten. Pinzette kommt zum Dauereinsatz. Wo überall was an Haare wächst – unglaublich. Gesicht aus allen möglichen Blickwinkeln betrachten, den Vergrößerungsspiegel doch schnell umdrehen. Licht aus! Licht an. Zupfen. Mich grämen. Mit beiden Händen die Haut an den Oberschenkeln straff zurückziehen. Sieht ganz gut aus. Beinahe perfekt. Ach könnt man die Haut doch festtakkern – könnt ich mir das Studio sparen. Hab eh noch Muskelkater vom letzten Training. Mit beiden Händen die Haut an den Oberschenkeln straff zurückziehen und gleichzeitig ein Bein dabei anheben. Straff. Perfekt! Nur die Haltung ist etwas dämlich. Ich tu jetzt so, als würd ich mich nicht mehr grämen und betrachte meinen leicht birnigen Körper. Betrachte mich von hinten – stöhne innerlich: OMG.

Was anziehen? Welchen Ring tragen? Echten Schmuck oder Modeschmuck? Den dicken Brummer, den ich gestern gekauft habe?

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Gleichzeitig drüber nachdenken, warum ich die letzten Tage nur einen einzigen pisseligen Absatz Skript geschrieben habe. Den aufkeimenden Gedanken – ich hab keine Lust mehr aufs Schreiben – verdrängen, mich trösten – heute abend, morgen, übermorgen, nächste Woche, ganz bestimmt bevor ich in den Urlaub fahre.

Erstmal Blog schreiben, ist einfacher. Aus dem Fenster starren und seit Tagen nur Regenwolken sehen. Wer soll denn dabei kreativ sein können? Genau. Wenn die Sonne wieder scheint, dann kommen auch wieder die Ideen und die Lust zum Endspurt. Zum 180sten Mal Flug- und Zugverbindungen gucken – nichts passt so richtig. Preise sind nicht wundersamer Weise über Nacht gesunken.  Auch nicht für die Transsibirische Bahn. Ich will diesen Trip so badly und kann mir gar nicht erklären warum überhaupt. Kann ihn mir aber noch nicht leisten. Boohoo.

Demnächst werd ich noch namentlich begrüßt, wenn ich schon wieder Emirates und Seat61 Webseite gucke. Sehr geehrte MadamOz, unser System hat Sie als Vielträumerin und fleißigste Webseitenbesucherin identifiziert. Zum Dank möchten wir ihnen ein Angebot machen, das gilt aber nur gestern.

Ich habe ja wirklich manchmal das Gefühl ich bin ständig zu spät. Nicht im Sinne von unpünktlich, sondern mit Ideen, die ich nicht umsetze. Vermutlich oft aus Trägheit. Und dann lese ich über meine Ideen, die andere Leute verwirklicht haben. Das ist bitter. Ich glaub ich schreib noch ein paar Sätze Skript. Aber erst noch einen Kaffee trinken und Kühlschrank und Pantry durchforsten. Verzögerungstaktiken machen hungrig. Ach – ich geh jetzt doch erst ne Zigarette rauchen.

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Lieber ne dicke Mutti

13 Oktober, 2009 · 6 Kommentare

als ein Mann mit angewachsener Sonnenbrille und eingebautem grauen Pferdeschwanz sein, lieber Karl. Auch lustig, dass nur wer nicht 43,5 kg als Frau wiegt gleich chipsfressend auf dem Sofa hocken soll. Hirnrissig blasiertes Gefaseln.

Erzähl mal der Uheri in Afrika, dass es Frauen gibt, die sich dem Magerwahn unterwerfen und ihren Lebensunterhalt  mit Laufen verdienen. Die fasst sich doch an den unterernährten Kopf, die Uheri.

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Ich hab Mundwinkel

8 Oktober, 2009 · 13 Kommentare

Augenlid und  zwei „Löcher“ im Oberschenkel – her mit Botox, Skalpell und Co. Diese ominösen „Löcher“ und ich red hier nicht von Cellulite, befinden sich an der Außenseite meiner Schenkel. An dieser Stelle  ist jetzt nur noch wenig Fleisch – wenn ich den Finger reinbohre spüre ich Knochen -  dafür unterhalb dieser Stelle um so mehr Fleisch. Ja sag ma, kann man an solchen Stellen abnehmen? Das ist aber doof. Wenn ich meine Hüfte nach außen schwinge, ist’s so rund wie es sich für Frauenschenkel gehört. Also so hähnchenkeulenartig – ihr wisst schon – rund eben.

Das sieht ja jetzt aus, als würd ich einen Schlüpfer tragen, der mir vor 25 Jahren gepasst hat, der sich ins Fleisch gräbt. Und das, wo ich mir vor einigen Wochen die schönste Jeans gekauft habe, die ich jemals besessen habe. Oder liegt das jetzt am Umfang meiner Schenkel? Das sich Angefuttertes eben schlecht verteilt.  Das ist doch nicht etwas Schenkel-Hintern-Krebs? Wat mach ich denn nu? Richtig unheimlich finde ich das.

Die Frau eines Arbeitskollegen meines Mannes trägt jetzt ne Seriennummer, da wo Frauen ihre Brüste tragen. Schlappe 11.000 $, Arbeitskollege hat so begeistert von seiner Investition berichtet – wie ein Kind im Bonbonladen – meinte John. Gut, ich hab meine ja ganz umsonst bekommen, aber so ein bisschen nip and tuck hätt ich mir so langsam auch verdient.

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Krass – voll krass

19 September, 2009 · 5 Kommentare

In Afghanistan haben nur Männer eine Meinung, dafür dürfen in Afrika Frauen oder ihre Neugeborenen/Babies/Kinder gleich in Scharen sterben.

Beides in der Stern Bildergalerie zu bestaunen.

Kleine Serie in The Age über einige australische Footballspieler die *gasp lesen. Ja. Bücher. Wer hätte das gedacht, zumal manche ja wirklich aussehen, als könnten se nicht bis drei zählen. Und diese  grässlichen Footballsendungen – vor dem Spiel, während des Spiels, nach dem Spiel und dann noch donnerstags die Footy Show in der alle Hässlichen und Unterbelichteten vereint sitzen und über ihre eigenen Witze künstlich lachen. Nur das Publikum lacht echt – und das gibt mir ernsthaft zu denken.

Da war doch der Artikel über Pearl Jam ein wahrer Genuss und Eddie Vedder, der Leadsänger und auch Songwriter der Band sagt über sich: I turned my anger into positive energy. Diesen bemerkenswerten Satz sollten sich mal alle Amoklauf-Blagen hinter die Ohren schreiben. Und ich hab immer noch keine Tickets fürs Konzert besorgt. Womöglich bin ich zu spät, ich vergessliche Hippe. Ach wat, ich bin ja gar nicht so vergesslich, nur im Moment etwas geizig. Vor allem hänge ich dauernd auf der Sitzplatz 61 Webseite rum (seat61.com) und gucke mir Zugrouten von Asien nach Europa an … tsetsetse

Wirklich krass ist, ist das mir heute erst klar geworden ist, dass es eigentlich viel schöner ist in einer Band zu arbeiten, als sich als Autorin zu bemühen. Mensch noch mal, gemeinsame Arbeit aller Bandmitglieder bei der Herstellung eines Albums und ich tippse einsam rum. Wie öde ist das denn? Sehen wir jetzt davon ab, dass ich weder ein Instrument spielen kann, noch einen Ton halten, würd ich glatt tauschen.

Und jetzt noch der Aufreger der Woche – meiner natürlich – mag ja Menschen geben, die sich gerne im Fernsehen reale Operationen ansehen. Also ich ärgere mich immer flau im Magen, wenn ich statt den Anfang meiner aufgenommenen Serie zu erblicken  (ich kann einfach nicht noch werbungsblöder werden) mit offenen Körpern konfrontiert werde. Diese Tränendrüsen-Realityshows überziehen grundsätzlich ihre Sendezeit.

So spricht die bissige Catherine Deveny in ihrer TV-Show Kolumne mir voll und ganz aus dem Herzen, wenn sie anmerkt: … I want to have my tender and touching story sandwiched between an ad (Werbung) for dog food with added omega-3 and a promo for the steaming pile of shit on after this one …

PS Dass man mir am Montag ja zum Geburtstag gratuliert, wenn ich schon meinen Kuchen selbst backen muss.

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Wie wär’s mit Strichcode auf der Stirn tätowiert?

18 September, 2009 · Kommentare sind deaktiviert

Oder vielleicht doch besser unterm Auge, soll ja auch Menschen geben, die einen Pony tragen. Braucht man keine Kreditkarten, Ausweispapiere, kein Bargeld und diesen ganzen lästigen Kiki der sich im Laufe eines überwachten Lebens so ansammelt.

In unseren Supermärkten gibt es ja seit längerem Selbstbedienung an manchen Kassen. Da darf man seine Ware scannen, selbst einpacken und bezahlen. Billiger ist der Service allerdings nicht. Ich will bedient werden. Ich will, dass mir alles schön eingepackt wird – ja hör ma, wo sind wir denn hier, dass der Service immer mickriger wird? – und ich will auch menschlichen Kontakt haben. Gut, auf extrem geschwätzige Teenager oder schneckige Fuffzigjährige kann ich auch gut verzichten, aber trotzdem. Sind auch Menschen.

Jetzt gibt es demnächst einen Versuch Kunden in einigen Supermärkten den intelligenten Einkaufswagen unterzujubeln. Der hat einen kleinen Bildschirm, der einen mit Werbung vollnudelt. Kann’s kaum abwarten noch mehr manipuliert zu werden, als ich mich ohnehin schon fühle. Und ich sag euch, das Gefühl ist kein schönes Gefühl. Das verursacht mir Wut im Bauch. Aber richtige. Wenn mich demnächst noch der Einkaufswagen vollblubbert, wander ich aus. Aber nicht nach Amerika, da kommt die Scheiße nämlich her.

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Zahnen mit 42

6 September, 2009 · 5 Kommentare

Dieser bekloppte Weisheitszahn macht mir wieder zu schaffen. Der hat keinen Platz, versuchts aber alle paar Wochen wieder. Doofes Ding. Lernt auch nicht dazu.

Ich habe keine Lust mich voll narkotisieren zu lassen und anders machen die das hier nicht. Versuche schon seit einem Jahr mich mental drauf einzustellen. Aber ich muss auch gestehen ich bin, was solche Eingriffe angeht, auch geizig. Ich weine innerlich bitterlich, wenn ich Arztrechnungen über mehrere Hundert Dollar begleichen muss.

Wie hoch erst Michael Jacksons Rechnungen gewesen sein müssen … muss man sich mal reinziehen. Da lässt sich ein Mensch freiwillig und regelmäßig narkotisieren. Wenn man den Berichten glauben darf. Und sich dann wundern, wenn man nicht mehr aufwacht. Tja … was ich aber noch viel erschreckender finde, ist die Tatsache, dass sich ein Arzt dazu herabgelassen hat ihn mit Medikamenten dermaßen vollzupumpen.

Als ich aus meiner letzten Vollnarkose erwacht war, hatte ich mich richtig geärgert. Ich hatte nämlich einen so schönen Traum gehabt und war so glücklich und entspannt wie noch nie. Erinnern konnte ich mich allerdings überhaupt nicht an den Traum, nur an dieses Glücksgefühl. Peinlicherweise hatte ich deswegen beim wecken ein wenig genölt. Ich hätt so gerne noch weiter geträumt.

Aber eben noch nicht für immer. R.I.P. Michael

Kategorien: Bekloppt · Leben woanders
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