Eilmeldung ++++ Erdnussplantage zerstört +++ Täter auf der Flucht

Fassungslos steht Erdnussplantagenbesitzerin R.C.N. (Name v. d. Redaktion geändert) am Tatort und blickt auf das Ausmaß der Zerstörung. Dass geplante Nussimperium, in das sie ihre gesamten Ersparnisse investiert hat und ihr in zehn Jahren ermöglichen sollte frühzeitig und wohlhabend in den Vorruhestand zu gehen, ist an einem einzigen Tag zunichte gemacht worden (Bild1).

Sicherheitsspezialistin Ellie Pirelli, die seit 15 Jahren für das Unternehmen tätig ist, wurde von Kamera 1 beim Dösen während der Arbeitszeit gefilmt (Bild 2) und fristlos entlassen. Auf unsere Frage, ob das nicht Altersdiskriminierung sei und Ellie Pirelli möglicherweise Klage beim Arbeitsgericht einreichen wird, antwortete Plantagenbesitzerin R.C.N.: “Das ist hier weder ein Altersheim, noch ein Selbstbedienungsladen!! Plantagen müssen 24/7 bewacht werden, das steht eindeutig in Frau Pirellis Arbeitsvertrag. Vögel, Possums, Schnecken, Raupen, Läuse, Würmer fressen sich durch meinen Besitz. Papageien, Kakadus, das ganze Gesocks fliegt kreischend über die Farm – kreeechkreeechkreeech – und lässt sich in Schwärmen in den Obstbäumen nieder. Den ganzen Tag lang geht das so. Ich hör das noch im Schlaf!”

“Kreeechkreech”, kommt es noch einmal aus dem Mund der Plantagenbesitzerin.

Sicherheitskamera 3 ist es gelungen den Täter auf der Flucht übers Anwesen zu fotografieren (Bild 3). Es ist der gefürchtete Bugsy Melone – hier in grau-brauner Verkleidung, der schon früher das Anwesen heimgesucht hat. Bugsy tritt in der Öffentlichkeit charmant und auf leisen Pfoten auf, die Polizei warnt jedoch davor, dass Bugsy scharfzahnig bewaffnet ist.

Der Schutz (Bild 4) der Plantage könnte zu spät kommen, Besitzerin R.C.N. hat die Hoffnung jedoch noch nicht gänzlich aufgegeben in 18 Monaten eine Erdnuss zu ernten. Gerüchte, dass sie den Assassinator – Urban-Nerfgunspezialist J.L. (Satellitenfoto urban-warfare-jungle-camp Bild 5) – kontaktiert hat, will R.C.N. nicht bestätigen.

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Blöde Haustiere

Bugsy Melone frisst sich durch meinen Garten, Ellie Pirelli liegt dauernd mit ihrem dicken Hintern an der Fliegengittertür der Terrassentür und man muss mit Gewalt schieben und das nächste Mal springt die Tür bestimmt aus der Schiene. Nur Whitey White – der weiße Hase – ist zu träge dem grauen Hasen zu folgen – oder zu schlau, gutes Essen kommt schließlich 2x täglich ins Gehege. Da ich aber kürzlich erst neue Pflanzen gekauft habe, bin ich nicht positiv beeindruckt, welchen Appetit Bugsy Melone an den Tag legt.

Schon mal versucht einen Hasen zu fangen? *stööööhn

Gartenologie

Seit Montag grabe, hacke, zupfe, reiße, schwitze und fluche ich mich durch den Garten. Unkraut und Gras, wo man hinschaut. Ich habe genug von diesen dämlichen Ecken im Garten, die useless und ugly sind und arbeite ein wenig ohne Plan. Dass es auch noch richtig warm geworden ist, macht es nicht einfacher, kann man nur recht früh morgens arbeiten, abends fressen einen die Mücken auf. Davon abgesehen habe ich mal wieder das elende Entsorgungsproblem des Gartenabfalls. Ich weigere mich pro Anhängerladung 40 $ zu bezahlen, unsere große Gartenabfalltonne ist von einmal Rasen mähen voll, weil vier Wochen lang nicht gemäht worden ist. Da rolle ich doch lieber die ewig leere Tonne von meinem Sohn einen Kilometer weit und schnaufe damit die kleine Anhöhe hoch und roll das volle Ding wieder zurück.

Heute haben wir alles aus dem Beet vorm Schlafzimmerfenster im Vorgarten gerissen und das was sich unterm Wohnzimmerfenster verwurstelt hat auch. Jetzt sieht es zwar noch schrecklicher aus, aber endlich habe ich die großartige Idee – warum ich da nicht schon vor Jahren drauf gekommen bin? – den gesamten Vorgarten völlig neu zu gestalten, damit ich endlich endlich endlich einen schönen Ausblick habe, wenn ich ihn hinten schon nicht habe. Ich möchte die gesamte langweilige Rasenfläche weg haben. Dazu werde ich demnächst mal jemanden mit einem Minibagger kommen lassen. Das ist das geringste Problem dabei und vermutlich auch das billigste an der ganzen Geschichte.

So. Jetzt hab ich ein Problem. Wie gestalte ich die gar nicht mal so kleine Fläche? Am liebsten – und womöglich muss ich das sogar – möchte ich einen Gartendesigner kommen lassen, der mir zumindest den Plan anfertigt. Was das wohl kosten mag? Ist ja nicht so, als hätte ich grade viel Geld rumliegen. Die Arbeit selbst zu machen, davor scheue ich mich wahrlich nicht, ich kriege nach jahrelanger Gartenunlust richtig doll Lust auf Veränderungen, die zumindest wesentlich preisgünstiger sein werden, als ein neues Haus zu kaufen. Es ist auch nicht so eilig, wir müssen ohnehin erstmal diese anderen Ecken fertig machen. Die nächsten Wochen werde ich wohl immer mal wieder damit zubringen Gartenbücher zu wälzen und Ideen und Anregungen zu holen.

Ich möchte den schönsten Vorgarten in unserer Umgebung haben, wenn ich auch sonst wenig Ehrgeiz besitze. Wird wohl ein Traum bleiben, ich hab gerade keine 20.000 Dollar für eine Gestaltung übrig. Auch nicht weniger und mehr schon gar nicht. Ich hasse es, wenn ich gedankliche Höhenflüge mache. Vermutlich läuft es auf 1076 Kompromisse hinaus und der blöde Rasen ist dann immer noch da.

Meine Ausbeute von heute war jedenfalls eine Minieidechse, ein Tausendfüßler, 243 Schnecken, ein fieser fetter Wurm und ein verrosteter Schraubenzieher mit grünem Plastikgriff, den kein Schwein jemals vermisst hat.

Was wir wohl unterm Rasen finden werden? Eine Parallelwelt von Zwergen bevölkert, die sich hartnäckig an den fingerartigen (igittegitt) Wurzeln von nur einer (1) Pflanze festklammern, wenn man dran zieht und vor lauter Anstrengung nicht nur schwitzt und einen roten Kopf bekommt, sondern beinahe eine geplatzte Ader im Schädel?

Wednesday
Sunny
Min: 14°C Max: 28°C
UV: High

Late shower Thursday
Late shower
Min: 18°C Max: 29°C
UV: Very High

Possible shower Friday
Possible shower
Min: 15°C Max: 21°C
UV: High

The Case Of The Missing Turtle II

Kurz und knapp: Ist gelöst. Wie ich heute endlich mal unter den Bäumen Laub und das vor drei Wochen (+/-) abgeschnittene Gartengedöns wegharke, entdecke ich die Schildkröte unter all dem Gartenabfall. Weit war sie ja nicht gekommen – 4 m oder so vom Ort der letzten Sichtung. Ich gestehe, ich war froh, dass ich sie nicht umgeharkt habe, nicht auszudenken, wenn ich sie hätte mit den Händen umdrehen müssen – mich ekelt das so.

John – das ist der Mann mit dem ich ein Haus teile, der aber ständig woanders ist – hat die Schildkröte in den Botanischen Garten gegenüber verfrachtet.

Leb wohl Schildkröte – unsere Wege werden uns bei dem Tempo, das du an den Tag legst, in diesem Leben nicht mehr kreuzen. Und bitte nicht in unsere Richtung zurückschildkröten, denn Richtung Straße ist ein Fußgänger-Rad-Weg auf dem alte Männer mit Elektroscooter heizen. Und ich meine heizen.

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Blöder Garten

in dem man sich den Rücken krumm arbeitet – ohne Kettensäge oder Heckenschere oder Häcksler. Urwald hier. Die Tage sind wir mit einer Anhängerladung voll Grünabfall zum Abfallplatz gefahren. That’s 40 $ thanks. Say what? Der Anhänger ist wirklich klein. Die spinnen die Aussies.

Kein Wunder, dass manche Leute hier nur Rasen haben. Bei uns an der Ecke steht ein Haus zum Verkauf. Ähnlich groß wie unser Haus. Da muss ich sofort wissen wie viel die Leute für ihre Hütte haben wollen. Und wenn ich das Haus schon im Netz suche, gucke ich mir natürlich auch gleich alle Fotos der Räumlichkeiten an. Ganz nett haben sie’s innen. Selbstverständlich nicht so schön wie wir, aber nett. Nur der Garten ist total leer. Sieht auch nicht schön aus. Kein einziger Baum oder Busch. Ist es da ein Wunder, dass wir beinahe in allen Bäumen Opossumnester haben? Die sagen sich gegenseitig Bescheid: Hey Kinners, bei No. 9 herrschen paradiesische Zustände. Garagentor immer offen und aufm Dachboden kann man es sich im Winter auch ganz gemütlich machen, wenn ihr keinen Bock auf Nestbau habt.

Doof das.

Wie ich grade so mit einer popeligen Handsäge hantierte, habe ich mir vorgestellt, wie ich die Kettensäge schwinge, die wir demnächst kaufen müssen. Und sie so richtig heiß laufen lasse. Ich mähe alles gnadenlos ab, wenn mein Mann nicht da ist *madlaugh

Dann denke ich wieder darüber nach zu verkaufen. Und dann stehen unsere Räumlichkeiten im Internet. Kann jeder gucken. Nä Danke! Hier werden ja keine Häuser verkauft, ohne dass ein riesiges Zu-Verkaufen-Schild im Garten steht – oft mit Fotos. Ohne Immobilienmakler schon gar nicht. Ich weiß nicht, mir ist das zu intim. Ich möchte nicht, dass jeder Willi in der Nachbarschaft sehen kann, wie wir wohnen. Die sind alle neugierig. Steht hier ein Zu-Verkaufen-Schild, guckt jeder gleich im Netz nach, auch wenn sie gar kein Haus kaufen wollen. Leute gibt’s!

 

Blöde Natur

blöder Garten, blödes Ungeziefer, blöder Killer-Daumen. Ich habs jetzt mit Garten. Die Blätter meines Pfirsichbaums sind total zusammengerollt und vertrocknet-abgestorben. Zaghaft kommen hier und da frische Blätter. Die Bananenstaude hat braune Stellen, das Basilikum wächst überhaupt nicht und überhaupt wird alles, aber auch alles von Läusen, Raupen und sonstwas für Ungeziefer angepeilt und angefressen.

Schneide ich die Tage frische Petersilie, spüle es kurz unter Wasser ab, halte schon ein Messer bereit, will gerade anfangen zu schneiden und bin heute noch dankbar dafür, dass ich diese Miniraupe drauf entdeckt habe. Miniraupe abgespült, alles nochmal akribisch untersucht und plötzlich einen echten Ekel bekommen und die frische Petersilie in die Tonne gekloppt.

Bei mir gibt es in Zukunft nur noch Gespritztes aus dem Supermarkt. Basta!