Kissing good-bye

Ich verabschiede mich vom Traum das Haus am Friedhof zu kaufen. Am Samstag war open house – öffentlicher Besichtigungstermin. Zwar habe ich immer wieder online ein Auge auf die selbstverständlich immer gleichen Fotos nach der Renovierung gehabt, aber es brauchte wirklich meine physische Anwesenheit, um diese Entscheidung – das ist nix – zu treffen.

In einigen Räumen ist keine Heizung, in anderen elektrische Heizkörper – hallo? – ich seh schon den Stromzähler sich im Turbogang im Winter drehen und das direkte überweisen unseres gesamten Einkommens an das E-Werk. Die Fenster sind papierdünn – wie üblich bei alten Häusern. Ich friere ja trotz Zentralheizung schon in unserem Haus im Spätherbst, Winter und Frühlingsanfang.

Da nützt der wunderschöne Ausblick auf Garten und Pool von der Küche aus auch nichts. Oder die Tatsache, dass es sehr groß ist und das untere Stockwerk – man könnte es beinahe Keller nennen – würde das Haus nicht auf einem abfallenden Grundstück stehen – aus einem riesigen Raum von dem noch drei andere Räume abgehen – bestehen. Ein Bad ist dort unten auch. Wir hätten zwei Schlagzeuge, einen riesigen Verstärker, zwei Gitarren, ein Laufband, ein Trimmrad, Gymnastikmatte und Hanteln in diesem Raum unterbringen können und hätten immer noch reichlich Platz gehabt, um uns mühelos im Raum bewegen zu können. Oben wäre noch ein gar nicht mal kleines Zimmer völlig frei – wir sind ja nur noch zu dritt. Ein pflegeleichter Garten obendrein.

Aber gut, es ist keine 600.000 Dollar plus wert. Schade.

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Es brennt, es brennt …

ach nein, das ist doch nicht mein altes Auto, das sind nur diverse Bankkarten in meiner Handtasche auf der Rückbank, von deren Magnetstreifen sich eine kleine Rauchsäule gen Autohimmel kräuselt.

Ich habe mich ins Einkaufszentrum gewagt. Gehe ich schon lange ungern hin, weil sie anbauen und meist komme ich von Level 2 rein, da ist ein ganzer Teil abgesperrt und selbst der Fußbodenbelag ist abgetragen worden. Hinzu kommt die Parkplatzsuche – denn auch hier ist ein großer Teil abgesperrt – weswegen ich gegenüber parke. Irgendwie sieht alles schäbig aus und wegen der Vorweihnachtszeit lasse ich mich dort auch ungern blicken. Drei Geschenke habe ich Online gekauft, die anderen musste ich leider persönlich besorgen, dabei liebe ich mir ja inzwischen Onlineshopping. Ist das bequem. Ich freue mich immer, wenn der Paketbote kommt. Das ist für mich schon wie Weihnachten.

Was für ein Glück aber auch, dass ich doch in den Klamottenladen gegangen bin, ich alte Langweilerin. Wobei sich diese Stelle jetzt dazu eignet zu erwähnen, dass ich lange nicht so langweilig gekleidet bin, wie Sue, meine britische Nachbarin. Ich habe einen Maxirock erspäht (und natürlich gekauft), der wahnsinnig Lust auf Sommer, Sonne, Meer macht plus ich habe Zuhause festgestellt, dass ich keine neuen Schuhe dazu benötige – gleich drei passende Sandalen – das nenn ich Glück. Mein Mann hat vor lauter Dankbarkeit feuchte Augen bekommen – so viel Schwein hat er selten.

Aloha

Es brennt auch auf Seite 2 im Spiegel online (die ich so gut wie nie lese, aber heute, wegen dem Gottschalk). Wenn man mich fragt, könnte man die Schnarchsendung Wetten, dass …? in der Versenkung verschwinden lassen – also Unterhaltung sieht für mich anders aus. Aber, nun habe ich den Artikel dazu gelesen und denk mir, ich bewerbe mich einfach mal beim ZDF als Wetten, dass …? Moderatorin – kakelbunten (bunt ist der Tommy ja auch mal angefangen) Rock habe ich schon, doof gucken kann ich auch, der Damenoberlippenbart ist frisch gewachst plus – und das ist für mich das absolute Highlight so einen Job zu haben … man wird immer schön frisiert und geschminkt. Her damit!!!

Unter den Nägeln brennt mir euch eine neue amerikanische Fernsehsendung zu empfehlen – American Horror Story – mir sträuben sich die Nackenhaare dabei und ich habe nur einen Teil davon gesehen. Abends alleine geht gar nicht – die Sendung ist richtig unheimlich und ich fand es auch schwer auseinander zu halten, wer Geist ist und wer nicht. Ich habe gelesen, dass die Sendung im Moment in Deutschland im Bezahlfernsehen läuft, vielleicht ändert sich das ja bald. Also – vormerken!

Jetzt geh ich anmutig tanzen üben, das muss doch was mit der Taille werden … yeeaah right …

Wer lebt hier?

Schon lange habe ich kein neues Bild gekauft – irgendwie haben wir wegen der großen Fenster wenig geeigneten Platz an den Wänden. War ich auf der Kunstausstellung der lokalen Künstlervereinigung und habe spontan ein farbenfrohes Bild gekauft. Ich brauche jetzt Farbe und nix Blasses und vor allem nichts Abstraktes. Abstrakt kann ich nicht. Da stehe ich vor und glotze und seh nichts – während ich in einer Wolkenformation ganze Geschichten erkenne, allerdings nicht meine Zukunft aus Teeblättern lesen kann und das ist auch gut so. Ehrlich gesagt will ich mich beim Betrachten eines Bildes auch nicht anstrengen, wenn ein Bild nicht sofort mit mir spricht, geh ich weiter. Das ist bei mir wie mit Menschen die schwafeln – da stellt sich mein Hirn auf Durchzug.

Geschlossene Türen machen mich neugierig. Ich gehöre zu den Menschen die, wenn sie durch historische Gebäude laufen, sich immer ärgern, dass einige Türen verschlossen sind – kein Zugang für die Öffentlichkeit – empörend. Allerdings gehöre ich nicht zu den Leuten, die unbedingt einen Wandbehang befingern müssen, obwohl dringend davon abgeraten wird und der untere Bereich mit Schutzfolie überzogen ist. Es finden sich aber immer große Leute, die sich strecken so weit es eben geht, um doch den Teppich anzugriffeln und sei es nur mit einem Drittel der Fingerspitzen.  Burgen, Schlösser, Museen, Klöster, Staatsbibliothek … the hell … geschlossene Türen sind eine unnötige Grausamkeit. Wohingegen eine geöffnete Klotür so verlockend ist, wie eine Audienz beim ewig an den unpassenden Stellen kichernden Dalai Lama.

Ruheoase, Sicherheit, Lebensfreude, Alltag, Rückzug, (Familien)Geschichte, eher kein Drama im Sinne von einschließen, ausschließen, wegschließen … was tut sich hinter der Tür und warum? Gedanken beim Betrachten … Kindheitserinnerungen, die hochkamen. Ein altes eher herunter gekommenes Bauernhaus in dem es sich endlos in der Scheune und auf dem Dachboden hat stöbern lassen. Schöne, spannende Erinnerungen und so ist mein Kauf eben auch ein Blick in die Vergangenheit und vielleicht Animation für die Zukunft …

Titel: Doors & Entrances – Who lives here?

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Schlampig

Ein netterer Ausdruck fällt mir nicht ein. Die Tage habe ich mir eine toll sitzende Markenjeans – ich trage selten Jeans – gekauft. Vor ca. 15 Jahren habe ich mir die letzte Jeans dieser Marke in Dland gekauft. Die haben ja jetzt eine neue Serie für Frauen mit Kurven (that would be me) herausgebracht. In dem Jeansshop, in dem ich gekauft habe, gibt es nur eine Länge und das wo die meisten Frauen hier alles andere als groß sind. Auch unverschämt. Anyway, die bieten für 10 $ an die Hosen zu kürzen. Wurde auch abgemessen. Heute habe ich sie abgeholt. Sie ist immer noch zu lang. Außerdem ist die Naht krumm. Ich hätte es selbst nicht schlechter hinbekommen können, was daran liegt, dass ich überhaupt nicht nähen kann.

Nun kann ich natürlich reklamieren, aber ich spare mir das. Gehe ich ins Dorf zu einem vernünftigen Schneider zu Schneiderpreisen. Ich finde das sehr ärgerlich – meine 99 $ Jeans kostet jetzt wesentlich mehr. Mich regt das auf, dass es Geschäfte gibt, die so schlampig arbeiten. Muss man sich wundern, dass die überhaupt noch im Geschäft sind. Vermutlich, weil manche Kunden wie ich reagieren und hinterher lieber woanders hingehen. Ich bin beleidigt. Sitze jetzt hier mit Schmollmund. Macht mich noch wütender und die Jeans nicht kürzer.

Finde ohnehin alles und beinahe jeden im Moment irgendwie doof. Doofe Servicekräfte, doofe Autofahrer, doofe Angebote, die nie anbieten was ich gerade brauche, doofe self-check-out terminals, doofes Fernsehprogramm, doofer Pilzbefall am Baum hinterm Brunnen – jetzt isser weg, der Baum, doofe Baustellenschilder, doofe neue Fernbedienungen, doofes Korrekturprogramm, das mir sagt, es kann das holländische Wörterbuch nicht finden. Ja sach ma, schreibe ich jemals einen Satz mit einer holländischen Buchstabenkombination ijk oder was? Alles doof!

Ich hab’s doch gewusst

Komma, dass ich mich mit meiner Outdoor Kleidung zum Narren machen werde. Ich hab das sogar schon in der Umkleidekabine gewusst und trotzdem gekauft. Es kann auch ein wenig daran gelegen haben, dass ich schon lange nichts mehr gekauft habe. Es hat etwas in den Fingern gejuckt. Grade eben lese ich den Backpacker-Blog und der macht sich über Leute wie mich lustig. Empörend! Was noch viel empörender ist, der ist gerade in Vietnam.Von allen Ländern dieser Erde – ausgerechnet dort.

Ich ziehe meine schicke Bluse trotzdem an. Wir planen nämlich eine Nacht (2 Tage) auf einem Schiff mit eingebauter Kajaktour und 1-2 Nächte in den Bergen – und da ziehe ich zum Wandern meine Reißverschlusshose an. Pöh!

Ach ja, dann meint er noch, dass man nicht gleich als Tourist hervor sticht, wenn man keine Outdoor Kleidung trägt. Ehem – and your facial features blend right in, too? Echter Schenkelklopfer.

Suchtfaktor: Mystery Games

oder auf gut Deutsch: Wimmelsuchspiele. Es gibt richtig gute Spiele, inzwischen kaufe ich sie mir online und dass ich von allen Spielen walkthroughs gebookmarked habe, muss ja jetzt niemand wissen. Die Storylines zu den Spielen werden immer besser – ich bin begeistert.

Weniger begeistert bin ich von falschen Übersetzungen. Ich habe einige Spiele in der englischen Version, die letzten drei Spiele habe ich mir in deutscher Fassung herunter geladen – damit mein Mann nicht spielen kann. Mich nervt das nämlich total, wenn er neben mir sitzt und dann auf den Bildschirm grabscht und sagt:” Da ist die Sicherheitsnadel.” Ich sage dann: “Go away, ich will alleine suchen.” Ein paar deutsche Begriffe kennt er und grabscht immer noch.

Beim gestrigen Spiel sind mir einige falsche Übersetzungen aufgefallen. Ich suche und suche und suche nach Nadeln und was wollen die von mir? Wäscheklammern! Ich suche und suche und suche nach einer Fledermaus und was wollen die von mir? Einen Baseballschläger. Man, diese Begriffe findet man in jedem Taschenwörterbuch.