Mausgrau

sind meine neuen Hanteln (4 kg each), das sollte reichen, um Schlabberoberarme zu vermeiden. Empörend finde ich, dass diese Gewichtsklasse in so einer langweiligen Farbe daher kommt. Selbst Dildos sind farbenfroher.

Die pillepalle Gewichte gibt es in gelb, blau, pinkisch-lila – nun ja, dafür habe ich die zweite Hantel zum halben Preis bekommen. Aber nicht, weil sie grau ist, sondern, weil die gerade ein Angebot hatten. Gymnastikmatte ist bestellt, Petzi(?)ball habe ich noch und das Trimmrad funktioniert auch ganz gut. Heute 10 km drauf gefahren, bisschen mehr Wasser getrunken, als sonst und wenn ich Hunger habe, grase ich auf dem Rasen.

Määähhh.

 

SUM

Ich frage mich gerade, wenn ich statt SUB, SUM (Stapel ungenutzter Männer) auf dem Nachttisch liegen hätte, was ich mit denen anfangen könnte. Neben den gängigen Nutzungsmöglichkeiten natürlich.

Ich hätte zu vergeben:

Rasen mähen, Hundehinterlassenschaften wegschaufeln, staubsaugen, Auto waschen, bügeln, einkaufen, Kopf und Nacken Massage geben, Komplimente machen, lecker kochen oder Essenseinladung, mir ein Buch schreiben, mit mir in den Urlaub fahren, Baum fällen und entsorgen, Komplimente machen, Hund ausführen, Hasenkäfig säubern, Garten neu gestalten, mir ein neues Auto kaufen, mich zum Friseur und zur Kosmetikerin fahren, anschließend Komplimente machen, nicht über Beruf und Kinder quatschen, kein pseudo-intellektuelles Gefasel – erzähl mir lustige Geschichten, meine Kleidung wegräumen, verschiedene Akzente nachmachen, Tischplatte abschleifen, Dusche reinigen, den Regen stoppen, mir ein Buch vorlesen …

und was würdet ihr heute mit einem Stapel ungenutzter Männer anfangen?

Harry’s Law and Fine Shoes

steht auf der Schaufensterscheibe der neuen Anwaltskanzlei, die von Harry (Kathy Bates) eröffnet worden ist. Fine shoes deshalb, weil der Vormieter des Ladenlokals jede Menge Designerschuhe hinterlassen hat, die von ihrer Assistentin als zusätzliche Einnahmequelle nett auf Regalen drapiert wurden und tatsächlich auch Kunden finden.

Harry’s Law ist eine neue US-Fernsehserie dessen ersten Teil ich heute gesehen habe. Ein Gerichts-Comedy-Drama. Herrlich. Harry ist 62 Jahre alt und arbeitet seit eh und je erfolgreich als Patentanwältin. Eines Tages hat sie eine Krise – Patengesetz ist zum gähnen öde – und da sie nie ein Blatt vor den Mund nimmt, wird sie gefeuert. Wie sie so den Gehsteig entlang läuft und über ihre Zukunft nachdenkt, fällt ein farbiger junger Mann “vom Himmel” auf sie. Die beiden werden in der Notaufnahme untersucht – aber keinem von beiden ist etwas passiert. Kathy Bates Wange schmerzt, eine Socke wird vermisst. Schnitt.

Sie läuft am gleichen Tag wieder diese Straße entlang, sieht auf der gegenüberliegenden Seite das leerstehende Geschäft, tritt vom Bürgersteig auf die Straße, ohne nach dem Verkehr zu sehen und wird prompt von einem Auto angefahren. Da liegt sie wieder “alle Viere von sich gestreckt” – was besonders lustig aussieht, weil sie nicht die schlankste Schauspielerin ist. Aber auch dieses Mal ist ihr nichts passiert, nur die Haare sind etwas wirrer, als beim ersten Mal. Leider gibt es die Szene nicht im Video, aber den ersten Fall. Hach schaut mal bei 49 Sekunden – köstlich. In der Episode sah man das am Anfang nicht, woher der Mann plötzlich kam, erst am Ende, als noch mal kurz zusammengefasst wurde. Silly slapstick but funny.

 

 

Im Namen der Kunst doof gehalten

Durchgefallen und zwar in der gesamten Länge ist der Film Twilight – mich schüttelt’s immer noch von der schlechten Darstellungskunst, der Storyline und den grottig-hölzernen Dialogen. Meine Güte so was Schlechtes habe ich mir schon ewig nicht mehr zugemutet. Ich hatte den Film für einen lauen Winterabend aufgenommen, aber gestern angesehen, weil ich nichts Besseres zu tun hatte. Wenn ich mir in Zukunft Langeweile vertreiben möchte bastel ich mir einen Partyhut.

Wenn Mädchen auch heute noch im Namen der Literatur künstlich doof gehalten werden, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Liebe ist ja ach so klinisch rein und romantisch. Jetzt warten alle kleinen Mädels auf ihren Prinzen und werden doch so enttäuscht werden. Die armen Jungen/Männer, die diese Rolle erfüllen sollen.

Nun kann es natürlich sein, dass das Buch sehr viel besser ist, als die filmische Umsetzung. Glaube ich aber nicht. Denn wer sich einmal die Mühe machen möchte eine wirklich witzige Rezension zu dem Buch zu lesen, der klicke hier und sucht nach dem Namen Fabian Flüss. Spricht mir aus dem Herzen der Mann.

Dagegen war Unconditional Love – ein deutscher Titel ist mir nicht bekannt – (2002) mit Rupert Everett, Kathy Bates, Dan Aycroyd … eine skurrile Tragigkomödie, die investierte Zeit wert. Großartige Dialoge, schräge Charaktere.

Als Dan Aycroyd seiner Frau Grace am Anfang des Films offenbart, dass er sie verlässt, legt er ihr einen Zettel mit einigen Telefonnummern auf den Tisch. Er erklärt jede einzelne Nummer und sagt bei einer Telefonnummer: Das ist die Nummer meines (Ehe)Therapeuten. Sie: Aber warum hast du denn nichts gesagt? Wir hätten zusammen zur Beratung gehen müssen, um unsere Probleme zu bewältigen. Er: Grace, du bist das Problem gewesen.

Tragisch. Komisch. So hört sich ein guter Dialog an.

Der blanke Horror

Bei uns läuft die britische Fernsehsendung Waking the Dead, diese Polizeitruppe plus eine Psychologin bearbeiten Cold Cases. Die letzten beiden Episoden fand ich sehr disturbing, wobei ich erfolgreich die vorletzte Episode verdrängt haben muss, denn ich könnte jetzt nicht wirklich mehr sagen, wie die Storyline war.

Gestern habe ich mir die letzte aufgenommene Sendung angesehen und es war der blanke Horror. Ich kriege jetzt diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Skrupellosigkeit schlägt mir ja immer aufs Gemüt. Grundsätzlich. In diesem Fall musste ich mir immer wieder sagen: Das ist eine erfundene Geschichte, das ist Fernsehen, das ist nicht echt und nachdem die Szene im Kasten ist, lachen alle, auch das Opfer.

Ich teile jetzt meinen Horror mit euch. Wer sehr empfindlich ist, sollte jetzt nicht weiter lesen.

Es ging um illegale Organentnahmen und Organhandel. Es gab da diese Szene, in der ein Mann (Russe) mit einem anderen Mann (Brite) telefonierte, weil er dringend Geld brauchte (seine Gitarre war ihm geklaut worden und er hat wohl dran gearbeitet Musiker zu werden). Versprochen worden waren ihm 10.000 britische Pfund, vermutlich für eine Niere. Ging nicht wirklich draus hervor.

Gesehen hat man dann später, wie in einem außer Betrieb genommenen Krankenhaus ein provisorischer OP-Saal mit dicken Plastikvorhängen verhängt war, ein Polizist in dieses verlassene Krankenhaus kam und dieses Setting (also von außen) gesehen hat. Und dann sah man den Schatten eines Mannes, der hinter dem Vorhang wild um sich schlug. Und dann öffnete der Polizist vorsichtig den Vorhang und man sah den Russen, Hände zusammengebunden, fette Narbe in der Nierengegend und beide Augenlider grob zugenäht. Frankenstein lässt grüßen.

Und dann ist mir so was von schlecht geworden, dass ich mich heute immer noch total disturbed fühle und jetzt drei Sätze mit und dann geschrieben habe.

Der Operateur war übrigens auch ein Russe. Nur so am Rande. Das Opfer ist dann im Krankenhaus gestorben, der Verbrecher-Arzt hinterher von seinen Verbrecherkollegen erschossen worden. Nur den anderen hat man nichts nachweisen können und das hat mich zusätzlich total verstört. Wenn schon solche Horrorszenen, dann bitte für diese Madam hier ein gerechtes Ende.

Ich glaube, ich spare mir die Sendung in Zukunft, ich mag nicht tagelang diese Bilder im Kopf haben.

Land unter

in meiner Heimatstadt, schreibt mir Burkhard aus Neuseeland und schickt mich ins youtube Land. Danke dafür. Die Vechte fließt rund um die gesamte Innenstadt. lch sehe, die Straße in der Innenstadt, in der ich mal gewohnt habe, ist auch betroffen. Klarer Fall für meine Gummistiefel mit Pralinenaufdruck – wenn ich denn dort wäre.

Guck mal John, sage ich und drücke ihm den Laptop auf dem das Video läuft in die Hand. Da ist deine Mutter, sagt er nach kurzer Zeit. Er kann es ja nicht lassen …

Salz in der Suppe

war Salt jetzt nicht gerade für mich. Trotz niedlicher Angelina Jolie, Actionszenen – irgendwas hat mir gefehlt. Sinnvolle Handlung? Mmh – nicht unbedingt, ist ja ein Actionfilm. Aber irgendwie bin ich nicht  umhin gekommen diese käsige Rußland-USA Geschichte mmh käsig zu finden. Abgegriffen. Alt. Langweilig. Dabei habe ich mir so sehr gewünscht, dass mir der Film gefällt. Schade.

Es waren übrigens ziemlich viele der wenigen Kinobesucher im Rentenalter. Ob das an tight arse tuesday gelegen hat oder weil im eigenen Leben so wenig passiert, weiß ich nu auch nicht.