Peanut munchers

von Aldi, esse ich in diesem Augenblick. Zum ersten Mal. Geschmacklich finde ich sie besser als m&m’s, sind nicht so sickening sweet. Farblich gleichen sie eher einem kommunistischen Produkt, dessen Farbstoffe tüchtig gestreckt worden sind. Das seltsam anmutende blässlich-blau und rot erinnert mich haargenau an die Kindermöbel, die ich in Vietnam vor einem Möbelgeschäft gesehen habe.

Grand designs

ist eine britische TV Serie in der Paare bzw. Familien historische Gebäude renovieren und für sich bewohnbar machen immer unter dem Aspekt, dass das Originalgebäude sich nach der Renovierung perfekt in die Umgebung einfügt und selbstverständlich unter Berücksichtigung vieler baulichen Auflagen. Luv, luv, luv this show.

Vorher, Teil 1

Nacher, Teil 5

Herbst

Der Herbst ist eine Zeit der Ruhe, aber auch des Absterbens. Zwar habe ich im Spätsommer genug vom bloggen gehabt – vielleicht auch, weil so viele Änderungen in meinem Leben eingetreten sind, die man erstmal verarbeiten muss, vielleicht auch, weil ich mich selbst gelangweilt habe. Oder aus ganz anderen Gründen auf die ich nicht näher eingehen möchte. Die Unterbrechung hat mir jedenfalls sehr gut getan.

Wie ich so heute in meinem virtuellen Zuhause sitze und sämtliche Artikel exportiere, denke ich mir … nö jetzt mache ich es hier wieder schön, schließlich laufe ich ja auch nicht mit der immer gleichen Frisur durchs Leben. Oder auf ewig ohne Fernseher im Schlafzimmer. Kam ganz gut die letzten Tage, dieser tolle Fernseher, beinahe drei Tage bettlägrig zu sein, wegen Erkältungsbazillen ist ganz schön öde. Man kann ja nicht immer schlafen oder lesen, auch wenn das Nachmittagsprogramm sehr viel zu wünschen übrig lässt. Das Blau links und rechts hier finde ich nicht so entzückend, dafür aber die Option oben ein Coverfoto einzustellen. Das sieht nicht nur schön aus – even if I say so myself – es passt auch zum halbneuen Text in Über R.C.N.

Jetzt habe ich bei der neuen Themensuche und den Änderungen hier glatt vergessen was zu essen, weswegen ich mich ungeniert bis auf den Boden einer Haribo Phantasia Tüte gefuttert habe, die noch ein Drittel gefüllt seit Tagen auf dem Schreibtisch liegt. Ehem … lag.

Hunger habe ich jetzt trotzdem noch, also werde ich in die Küche schlendern und in den Kühlschrank sehen. Da aber niemand heute einkaufen war, wird sich der Inhalt nicht geändert haben. Und was esse ich nun?

Mausgrau

sind meine neuen Hanteln (4 kg each), das sollte reichen, um Schlabberoberarme zu vermeiden. Empörend finde ich, dass diese Gewichtsklasse in so einer langweiligen Farbe daher kommt. Selbst Dildos sind farbenfroher.

Die pillepalle Gewichte gibt es in gelb, blau, pinkisch-lila – nun ja, dafür habe ich die zweite Hantel zum halben Preis bekommen. Aber nicht, weil sie grau ist, sondern, weil die gerade ein Angebot hatten. Gymnastikmatte ist bestellt, Petzi(?)ball habe ich noch und das Trimmrad funktioniert auch ganz gut. Heute 10 km drauf gefahren, bisschen mehr Wasser getrunken, als sonst und wenn ich Hunger habe, grase ich auf dem Rasen.

Määähhh.

 

SUM

Ich frage mich gerade, wenn ich statt SUB, SUM (Stapel ungenutzter Männer) auf dem Nachttisch liegen hätte, was ich mit denen anfangen könnte. Neben den gängigen Nutzungsmöglichkeiten natürlich.

Ich hätte zu vergeben:

Rasen mähen, Hundehinterlassenschaften wegschaufeln, staubsaugen, Auto waschen, bügeln, einkaufen, Kopf und Nacken Massage geben, Komplimente machen, lecker kochen oder Essenseinladung, mir ein Buch schreiben, mit mir in den Urlaub fahren, Baum fällen und entsorgen, Komplimente machen, Hund ausführen, Hasenkäfig säubern, Garten neu gestalten, mir ein neues Auto kaufen, mich zum Friseur und zur Kosmetikerin fahren, anschließend Komplimente machen, nicht über Beruf und Kinder quatschen, kein pseudo-intellektuelles Gefasel – erzähl mir lustige Geschichten, meine Kleidung wegräumen, verschiedene Akzente nachmachen, Tischplatte abschleifen, Dusche reinigen, den Regen stoppen, mir ein Buch vorlesen …

und was würdet ihr heute mit einem Stapel ungenutzter Männer anfangen?

Harry’s Law and Fine Shoes

steht auf der Schaufensterscheibe der neuen Anwaltskanzlei, die von Harry (Kathy Bates) eröffnet worden ist. Fine shoes deshalb, weil der Vormieter des Ladenlokals jede Menge Designerschuhe hinterlassen hat, die von ihrer Assistentin als zusätzliche Einnahmequelle nett auf Regalen drapiert wurden und tatsächlich auch Kunden finden.

Harry’s Law ist eine neue US-Fernsehserie dessen ersten Teil ich heute gesehen habe. Ein Gerichts-Comedy-Drama. Herrlich. Harry ist 62 Jahre alt und arbeitet seit eh und je erfolgreich als Patentanwältin. Eines Tages hat sie eine Krise – Patengesetz ist zum gähnen öde – und da sie nie ein Blatt vor den Mund nimmt, wird sie gefeuert. Wie sie so den Gehsteig entlang läuft und über ihre Zukunft nachdenkt, fällt ein farbiger junger Mann “vom Himmel” auf sie. Die beiden werden in der Notaufnahme untersucht – aber keinem von beiden ist etwas passiert. Kathy Bates Wange schmerzt, eine Socke wird vermisst. Schnitt.

Sie läuft am gleichen Tag wieder diese Straße entlang, sieht auf der gegenüberliegenden Seite das leerstehende Geschäft, tritt vom Bürgersteig auf die Straße, ohne nach dem Verkehr zu sehen und wird prompt von einem Auto angefahren. Da liegt sie wieder “alle Viere von sich gestreckt” – was besonders lustig aussieht, weil sie nicht die schlankste Schauspielerin ist. Aber auch dieses Mal ist ihr nichts passiert, nur die Haare sind etwas wirrer, als beim ersten Mal. Leider gibt es die Szene nicht im Video, aber den ersten Fall. Hach schaut mal bei 49 Sekunden – köstlich. In der Episode sah man das am Anfang nicht, woher der Mann plötzlich kam, erst am Ende, als noch mal kurz zusammengefasst wurde. Silly slapstick but funny.

 

 

Im Namen der Kunst doof gehalten

Durchgefallen und zwar in der gesamten Länge ist der Film Twilight – mich schüttelt’s immer noch von der schlechten Darstellungskunst, der Storyline und den grottig-hölzernen Dialogen. Meine Güte so was Schlechtes habe ich mir schon ewig nicht mehr zugemutet. Ich hatte den Film für einen lauen Winterabend aufgenommen, aber gestern angesehen, weil ich nichts Besseres zu tun hatte. Wenn ich mir in Zukunft Langeweile vertreiben möchte bastel ich mir einen Partyhut.

Wenn Mädchen auch heute noch im Namen der Literatur künstlich doof gehalten werden, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Liebe ist ja ach so klinisch rein und romantisch. Jetzt warten alle kleinen Mädels auf ihren Prinzen und werden doch so enttäuscht werden. Die armen Jungen/Männer, die diese Rolle erfüllen sollen.

Nun kann es natürlich sein, dass das Buch sehr viel besser ist, als die filmische Umsetzung. Glaube ich aber nicht. Denn wer sich einmal die Mühe machen möchte eine wirklich witzige Rezension zu dem Buch zu lesen, der klicke hier und sucht nach dem Namen Fabian Flüss. Spricht mir aus dem Herzen der Mann.

Dagegen war Unconditional Love – ein deutscher Titel ist mir nicht bekannt – (2002) mit Rupert Everett, Kathy Bates, Dan Aycroyd … eine skurrile Tragigkomödie, die investierte Zeit wert. Großartige Dialoge, schräge Charaktere.

Als Dan Aycroyd seiner Frau Grace am Anfang des Films offenbart, dass er sie verlässt, legt er ihr einen Zettel mit einigen Telefonnummern auf den Tisch. Er erklärt jede einzelne Nummer und sagt bei einer Telefonnummer: Das ist die Nummer meines (Ehe)Therapeuten. Sie: Aber warum hast du denn nichts gesagt? Wir hätten zusammen zur Beratung gehen müssen, um unsere Probleme zu bewältigen. Er: Grace, du bist das Problem gewesen.

Tragisch. Komisch. So hört sich ein guter Dialog an.