Der blanke Horror

Bei uns läuft die britische Fernsehsendung Waking the Dead, diese Polizeitruppe plus eine Psychologin bearbeiten Cold Cases. Die letzten beiden Episoden fand ich sehr disturbing, wobei ich erfolgreich die vorletzte Episode verdrängt haben muss, denn ich könnte jetzt nicht wirklich mehr sagen, wie die Storyline war.

Gestern habe ich mir die letzte aufgenommene Sendung angesehen und es war der blanke Horror. Ich kriege jetzt diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Skrupellosigkeit schlägt mir ja immer aufs Gemüt. Grundsätzlich. In diesem Fall musste ich mir immer wieder sagen: Das ist eine erfundene Geschichte, das ist Fernsehen, das ist nicht echt und nachdem die Szene im Kasten ist, lachen alle, auch das Opfer.

Ich teile jetzt meinen Horror mit euch. Wer sehr empfindlich ist, sollte jetzt nicht weiter lesen.

Es ging um illegale Organentnahmen und Organhandel. Es gab da diese Szene, in der ein Mann (Russe) mit einem anderen Mann (Brite) telefonierte, weil er dringend Geld brauchte (seine Gitarre war ihm geklaut worden und er hat wohl dran gearbeitet Musiker zu werden). Versprochen worden waren ihm 10.000 britische Pfund, vermutlich für eine Niere. Ging nicht wirklich draus hervor.

Gesehen hat man dann später, wie in einem außer Betrieb genommenen Krankenhaus ein provisorischer OP-Saal mit dicken Plastikvorhängen verhängt war, ein Polizist in dieses verlassene Krankenhaus kam und dieses Setting (also von außen) gesehen hat. Und dann sah man den Schatten eines Mannes, der hinter dem Vorhang wild um sich schlug. Und dann öffnete der Polizist vorsichtig den Vorhang und man sah den Russen, Hände zusammengebunden, fette Narbe in der Nierengegend und beide Augenlider grob zugenäht. Frankenstein lässt grüßen.

Und dann ist mir so was von schlecht geworden, dass ich mich heute immer noch total disturbed fühle und jetzt drei Sätze mit und dann geschrieben habe.

Der Operateur war übrigens auch ein Russe. Nur so am Rande. Das Opfer ist dann im Krankenhaus gestorben, der Verbrecher-Arzt hinterher von seinen Verbrecherkollegen erschossen worden. Nur den anderen hat man nichts nachweisen können und das hat mich zusätzlich total verstört. Wenn schon solche Horrorszenen, dann bitte für diese Madam hier ein gerechtes Ende.

Ich glaube, ich spare mir die Sendung in Zukunft, ich mag nicht tagelang diese Bilder im Kopf haben.

Land unter

in meiner Heimatstadt, schreibt mir Burkhard aus Neuseeland und schickt mich ins youtube Land. Danke dafür. Die Vechte fließt rund um die gesamte Innenstadt. lch sehe, die Straße in der Innenstadt, in der ich mal gewohnt habe, ist auch betroffen. Klarer Fall für meine Gummistiefel mit Pralinenaufdruck – wenn ich denn dort wäre.

Guck mal John, sage ich und drücke ihm den Laptop auf dem das Video läuft in die Hand. Da ist deine Mutter, sagt er nach kurzer Zeit. Er kann es ja nicht lassen …

Salz in der Suppe

war Salt jetzt nicht gerade für mich. Trotz niedlicher Angelina Jolie, Actionszenen – irgendwas hat mir gefehlt. Sinnvolle Handlung? Mmh – nicht unbedingt, ist ja ein Actionfilm. Aber irgendwie bin ich nicht  umhin gekommen diese käsige Rußland-USA Geschichte mmh käsig zu finden. Abgegriffen. Alt. Langweilig. Dabei habe ich mir so sehr gewünscht, dass mir der Film gefällt. Schade.

Es waren übrigens ziemlich viele der wenigen Kinobesucher im Rentenalter. Ob das an tight arse tuesday gelegen hat oder weil im eigenen Leben so wenig passiert, weiß ich nu auch nicht.

Sarg-Kunst

Zwar nicht direkt gesucht, aber drüber gestolpert. Bemalter Sarg. Schön, dass es mal was anderes gibt, als Eiche rustikal, Eiche furniert, Eiche imitiert … nun möchte ich zwar kremiert werden und würde mir aus lauter Geiz einen bunten Sarg verkneifen, aber wer ab in die Erde will hat hiermit endlich eine Alternative zu braun, weiß, schwarz.

Ich könnte ja noch weiter im Netz suchen, habe aber besseres zu tun. Vielleicht gibt es ja schon längst Anbieter von Teddybären-Särge, einfarbig knallige Farben und was nicht noch. Darum kümmere ich mich dann mal in 60 Jahren oder so. Ups – doing a Heinrich here, der ja so um die 100 Jahre alt werden möchte.

Jugendwort: Das Wort des Jahres gesucht

Mein Favorit ist eindeutig: Klappkaribik. Darauf muss man erstmal kommen. Konsolero und emotional flexibel finde ich aber auch sehr treffend :-)

Ich werde dennoch nicht abstimmen, bin keine Jugendliche – zum Glück.

Unheimliche Soundtracks

Aus irgendeinem Grund muss ich gerade an eerie (unheimliche) Soundtracks denken.

Whooo aare you tüttüt I reaally wanna knoow tüttüt hehe CSI

The Eagle – dänische Krimiserie, die auch in Dland lief, fand ich auch eerie, finde aber leider nichts online.

Natürlich ist das jetzt eine echt magere Ausbeute, das liegt auch ein bisschen darin, dass ich nicht so regelmäßig den Fernseher einschalte und vielleicht auch daran, dass es gar nicht so viele unheimlich klingende theme songs gibt. In Verbindung mit den Bildern haben sich gerade diese beiden Titelmelodien (ach guck ma, gibt’s ein deutsches Wort für) in mein Gedächtnis gegraben.

Die Melodie von Cold Case finde ich nicht direkt unheimlich, eher ein wenig traurig und irgendwie auch hoffnungsvoll. Ist ja eine stramme Leistung eine Titelmelodie zu komponieren, die auch noch Emotionen auslöst, findet ihr nicht?

Hooch höre ich schon Leute stöhnen, merkt die das jetzt erst? Naja, doch ich hab das schon früher gemerkt, nur immer viel zu unbewusst wahrgenommen, was doch eigentlich schade ist, wenn man die Arbeit betrachtet, die dahinter steckt.

Also. Ja. So, ich erkläre hiermit den heutigen Tag zum Tag des genialen Soundtracks.