Zwölfjähriger Psychologe

mit Geek-Frisur und Kleidung aus Opas Mottenkiste. Criminal Minds ist eine der schlechtesten Krimiserien, die mir neuerdings unter die Augen gekommen sind. Jedes Mal, wenn ich den Milchbubi-Psychologen in seiner grauen Strickweste (Hemd und Krawatte drunter) oder wahlweise in einem Pullunder (Pullunder!!) und seinem hinter die feuchten Ohren zurückgestrichenem Haar sehe, werde ich blind.

Kann man jetzt sagen: Schalte doch um, oder aus. Genau, mache ich dann auch. Ich hänge so sehr an meinem Augenlicht.

Bei CSI Miami flüstert der Eine sich durch die Episoden, die Andere piepst ihren Text … mmiiimmmiiimmiii … und stakst im weißen Hosenanzug und gebügelten Haaren durch ein ausgebranntes Haus … hach ja. Gähn.

Ich muss ja sagen, dass mir teilweise britische Krimisendungen besser gefallen. Nee, jetzt nicht diesen Langweiler Barnaby & Co. Warum? Weil die Briten vor hässlichen Menschen im TV nicht zurückschrecken. Finde ich schön. Wie im richtigen Leben sieht man in deren Sendungen Menschen, die man täglich auf der Straße sieht – in all shapes and sizes.

Dann diese Lügen-Serie. Grausam. Gestern habe ich eine Episode gesehen und wusste wieder, warum ich die Serie eigentlich nicht gucke. Man schämt sich beinahe während man guckt.

Alles kommt mir so abgedroschen vor. All diese Technik und Kleinmädchenhaarspangen. Gibt es die Technik wirklich oder ist das meiste davon für Hollywood erfunden worden?  Was die für eine Ausrüstung haben und all diese Profiler – noch mal kräftig gähne.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Kann man mal sehen, was fernsehen mit mir macht. Mein TV bleibt jetzt ausgeschaltet. Ach so. Eins noch. Was die Amerikaner viel besser können, sind Actionszenen. Die Aussies, die Deutschen und die Briten hinken da doch arg hinterher. Beinahe schämt man sich bei deren Actionszenen und Spannung – außer Anspannung bei so viel Schlechtem – kommt da eher selten bis nie auf. Manchmal lache ich auch darüber, weil weinen dann doch übertrieben wäre.

Quadratische Angela

der Schocker der Bildergalerie im Stern zu den 99. Bayreuther Festspielen. Obwohl und hier muss man einfach ehrlich sein, einer 2,63 m großen (ohne Absätze) Frau hätte das Outfit der Frau Merkel ganz entzückend gestanden. Mit passendem Hut , Frau Merkel,  hätten aber auch Sie wunderbar aussehen können.

Was mir aber beim klicken durch die Fotos aufgefallen ist, ist dass das einzige Paar, das normal gekleidet war, in der Abstimmung “Schocker oder Hingucker” tatsächlich zu 50 % als Schocker angeklickt wurde. Ein Schelm wer dafür Homophobie verantwortlich macht. Immer wieder schön anzusehen: Gemoppelte Grazien in Schwarz.

Wie man liest hat das peinliche Eva einen ganz anderen Vogel abgeschossen.  Hat das Mensch sich ein größeres Loch in seine Reputation gesprengt oder steht es bereits auf der letzten Stufe der Himmelsleiter? Was würden die Sisters of Saint Joseph of the Sacred Heart dazu sagen,  was Miss Piggy?

Fragen über Fragen …

Hochzeit mit Ikea Fahne

Die gute Nachricht: Frau Victoria ist eine schöne Frau, wie ich finde. Die schlechte Nachricht: In Schweden gibt es keine tollen Herrenfriseure, die Brille des Bräutigams dümpelte 40 Jahre lang in Opas Schublade vor sich hin  und hätte eigentlich schon längst in ein armes Land verschickt werden sollen. Zu befürchten steht, dass sie mehr Geld gekostet hat, als eine indische  Großfamilie während eines Menschenlebens wird verdienen können, weswegen sie dem Konzept des Alte-Brillen-Spendens mit gemischten Gefühlen begegnen.

Alberts güldener Jackenknopf hat hoffentlich keiner Untertanseele in unmittelbarer Nähe beim Abspringen ein Auge ausgeschlagen, Frederik hat in der Troddelkiste gewühlt, die Sieben Zwerge haben Sonderschichten geschoben, und eine Kutsche zum Ruderboot umfunktioniert, ein Hofnarr kippt aus den Latschen. Ob Margarete aus feierlichem Anlass ausnahmsweise zur Perlweißtube gegriffen hat ist nicht bekannt.  Ergreifendes Liebesbekenntnis – take that ihr Zweifler! – anschließend lecker Mittagessen.

In geschätzten 18 Monaten gibt es Miniaturausgaben des Brautpaares, Ikea mag sich überlegen Sonderangebote feil zu bieten.

Man reiche mir ein Taschentuch.

Das hab ich nicht gewusst

Da hält man sich für somewhat informiert und dann dieser Artikel über den südafrikanischen Präsidenten. Der Mann hat drei Ehefrauen und 20 Kinder. Alle Ehefrauen und Kinder werden vom Staat großzügig finanziell unterhalten. Das ist schön für die drei Ehefrauen und die 20 Kinder. Aber ist das auch schön für den Steuerzahler?

Geht mich nix an? Stimmt. Aber wenn man in Südafrika Kinder durch Organisationen sponsern kann, dann finde ich, passt das genau so schlecht wie Bärte zu Frauen.

PS Das Kleid der Ehefrau, die links direkt neben ihrem time sharing Objekt steht, steht ihr wahnsinnig gut. Sehr geschmackvoll. Was die anderen beiden sich beim Erwerb ihrer Kleidung gedacht haben mag für immer ihr Geheimnis bleiben. Dieser Hut … dieses matronenhafte Kleid, dieses Zirkuszelt …

Man frisst sich durch

sämtliche Weihnachtssüßigkeiten – leichte Übelkeit großzügig ignorierend – das Spannen der Hose auch schon nicht mehr wahrnehmend. Schön ist es in Deutschland zur Vorweihnachtszeit – arschkalt – aber schöner als zu Hause. Sonnenschein und Wärme passen für mich eben nicht zur Weihnachtszeit. Ist so.

Das Radio schalte ich eher selten ein, denn wenn ich ein Weihnachtslied nicht mehr hören kann, ist das dieses nervige Band Aid Lied aus den 80ern … do they know it’s christmas time at all … nänänäänäänäää … sag ich mal so: Wären die Missionare nicht in Afrika rumgekrochen, wär den Afrikanern Weihnachten so was von piep, aber echt. Naja mmh … auf der anderen Seite würden dann vielleicht noch mehr Albinos getötet und zu Pülverchen verarbeitet, um vor bösen Geistern zu schützen, gegen Impotenz soll ja auch alles helfen, was nur schräg genug klingt und grad in Afrika ist die Potenz wichtiger, als anderswo. Und deshalb ist so ein olles Band Aid Gesinge doch ganz wichtig, weil jetzt wissen wir, die wollen da auch feiern und was zu essen haben und dank der Missionare und den Entwicklungshelfern und vielen Milliarden harten Dollarn ist ja die Aufklärung gekommen: Albinos sind nicht zum Essen da!!! und so schließt sich glaub ich der Kreis.

Okay, sollen sie halt doch weiter singen. Mein Radio bleibt trotzdem ausgeschaltet. Frankie Boy und Bing (wat ist das überhaupt für ein Name?) Crosby mögen bitte auch ihren Mund halten.

Gestern kindlich gefreut über den vielen Schnee und Schneeballschlacht gemacht. Seit sechs Jahren keinen Schnee mehr erlebt. War ein bisschen mühselig Schneebälle zu formen, weil der Schnee zu pulverig war. Aber wo ein Wille, ist auch ein Weg. Gar nicht schön war der Schneeball, den ich in den Nacken bekommen habe – brrr war das kalt. Alexander hat mit unkonventionellen Mitteln gekämpft und gleich ne Schaufel zur Hilfe genommen.

Meine großen Kinder sind gestern mit Mühe und Not noch mit dem Zug nach Hause gekommen. Eigentlich hatte es nach Amsterdam gehen sollen, aber der gesamte Zugverkehr nach Holland war eingestellt worden. Wir werden mit alle Mann Weihnachten feiern, alle köcheln was, bringen was mit, ich freu mich. Yeepee wir haben schon einen riesigen echten Tannenbaum gekauft – mein erster echter Baum seit Jahrzehnten!

Für Februar ist wieder Outbackurlaub gebucht – puh … das wird heiß. Ich seh mich schon mit roter Birne völlig erschöpft und übellaunig durch Alice schleichen.

So, konnte ich wieder nicht meinen Mund halten, ich alte Plaudertasche. Von wegen letztes Posting für dieses Jahr. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern sach ich mal und schick gleich mal einen fetten Weihnachtsgruß an Burkhard in Neuseeland.

Doofmach Sendungen am Nachmittag

gibt es zur Genüge, wie ich feststellen konnte. Knipse ich mich durch die vielen Kanäle – rauf und runter, runter und rauf – und auf mindestens fuffzig bekomme ich blöde Problemfamilien zu sehen *gähn

Ihr blöden Problemfamilien, habt ihr nix besseres zu tun, als eure superblöden Probleme in die Nation zu strahlen?

Neulich hab ich eisern fünfzehn Minuten ausgeharrt. Ganz viele hässliche Menschen hatten die da. So einen Milchbubi-Goth mit seiner dicklichen Goth-Freundin. Und im Publikum saß die ganz dicke Goth-Mutti des Milchgesichts und sah einfach nur abgewrackt aus. Die war ja jahrelang Hausfrau in so einem Vier-Seelen-Dorf und dann ist sie einfach nach Berlin mit ihrer Mischpoke gezogen. Hat halt jahrelang unter der Spießigkeit gelitten. Kann ich ja noch nachvollziehen. Aber muss man sich da gleich freiwillig hässlich machen? Jetzt sind se alle Goth und haben bestimmt tolle Jobs, wenn sie nicht gerade im Fernsehen auftreten.